"Müssen dieses Tor machen": SVWW verpasst erneut die Belohnung

In Spielen mit Wiesbadener Beteiligung ist auf der Anzeigetafel bislang wenig los, beide Partien zum Saisonstart endeten 0:0. Auf dem Rasen ist das Team von Cheftrainer Rüdiger Rehm allerdings äußerst aktiv, einzig die Chancenverwertung ist bislang das Manko. Das ärgerte die Beteiligten nach dem Spiel gegen 1860 München besonders.

"Selten so überlegen nicht gewonnen"

"Ich bin eigentlich nur in einem Punkt unzufrieden", erklärte der SVWW-Coach zum Einstieg in die Pressekonferenz nach dem torlosen Unentschieden gegen die Löwen. Es ist die Torausbeute, denn nach zwei Spielen ist das Konto der Wiesbadener noch leer. "Alles andere haben wir hervorragend umgesetzt", so Rüdiger Rehm. Im Duell mit 1860 spielten die Hessen stark auf, lieferten eine "unglaublich gute und intensive erste Halbzeit". Dazu habe jedes Stilmittel vom Kurzpassspiel über die Verlagerung bis hin zu tiefen oder langen Bällen geholfen, zählte Rehm auf.

In die Box hineinzukommen, also in die Gefahrenzone, war nicht das Problem. "Dort hat uns der letzte Punch gefehlt, die Zielstrebigkeit und die Genauigkeit", haderte Rehm mit den Abschlüssen seiner Spieler und 1860-Keeper Tom Kretzschmar, der mehrmals stark parierte. Auch Sascha Mockenhaupt stimmte zu: "Ich habe selten so überlegen ein Spiel nicht gewonnen", äußerte sich der Innenverteidiger im Vereins-TV deutlich. Auf der anderen Seite müsse der SVWW aber auch stolz sein, so Mockenhaupt, denn das Konto der Gegentore blieb bislang auch unberührt. Dass Wiesbaden eine Mannschaft mit den Qualitäten von 1860 "so dominiert" habe, sei ein positives Zeichen.

Mockenhaupt hadert mit Punktausbeute

"Auf lange Sicht ist es wichtiger, öfter zu Null zu spielen, als vorne viele Tore zu schießen. Meistens reicht eins", blickte Mockenhaupt voraus und lobte noch einmal sein Team, das augenscheinlich noch gar nicht gefestigt sein kann. Der Innenverteidiger widerspricht: "Trotz der hohen Fluktuation im Kader hat schon vieles von dem gegriffen, was der Trainer sehen will und wir uns taktisch überlegen. Jeder fügt sich ein, das macht es uns allen einfacher." Umso dominanter konnte der SVWW am 2. Spieltag bereits auftreten. Aber: "Wir haben jetzt zwei Punkte, müssen eigentlich sechs haben."

Auf der Leistung können die Hessen aufbauen, an der Punktausbeute müssen die Wiesbadener noch arbeiten. Dass der Sieg gegen 1860 München verdient gewesen wäre, daran ließ Rehm keinen Zweifel. "Wir müssen dieses Tor machen, müssen mit drei Punkten heute aus dem Stadion gehen", erklärte der Trainer und zeigte sich entsprechend enttäuscht. In den kommenden Partien will sich der SVWW aber wieder belohnen, denn "wir haben gute Stürmer, wir müssen die Dinger nur machen". Die nächste Gelegenheit gibt es am Samstag (20:45 Uhr) im DFB-Pokal – gegen Titelverteidiger Borussia Dortmund.

   
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