Montagsspiele: Hansa-Fanszene kündigt Stimmungsboykott an

An den kommenden beiden Spieltagen muss der F.C. Hansa Rostock gegen Münster und Braunschweig jeweils am Montagabend ran. Ansetzungen, die in der Fanszene nicht gut ankommen – weswegen die Stimmung wohl eher ruhig ausfallen dürfte. 

"Keine Bühne bieten"

Dass Montagsspiele bei den Fans nicht gerade beliebt sind, ist allgemein bekannt. Umso unglücklicher dürfte man in Rostock sein, gleich zweimal hintereinander für die ungeliebte Anstoßzeit am Montagabend auserkoren worden zu sein. Sowohl in der Fremde beim SC Preußen Münster, als auch daheim gegen Eintracht Braunschweig wird die Kogge am Montagabend antreten müssen. Die Mannschaft wird dabei ohne großen Support auskommen müssen, die aktive Fanszene kündigt einen jeweils 90-minütigen Stimmungsboykott für beide Partien an. 

"Wir wollen und werden dieser TV-Platzierung keine Bühne bieten, weder für die Stadionbesucher, noch für die Leute vor der Glotze. Thematisiert unseren und euren Standpunkt weiterhin in eurem Freundes- und Familienkreis, auf Arbeit oder in eurem Dorfverein. Es ist wichtig, den Protest auf eine auf eine noch größere Basis zu stellen", zitiert "Faszination Fankurve" aus einer Erklärung der Anhänger.

Verein ebenfalls gegen Montagsspiele

Man wolle fanunfreundliche Anstoßzeiten nicht mehr hinnehmen und mit dem Protest auf die Problematik aufmerksam machen. Auch vom Verein sehen sich die Fans dabei unterstützt: "Zum Glück weiß das aktuell auch die Vorstandsebene unseres Vereins. Diese hat selbst auf Mitgliederversammlungen und in öffentlichen Statements klar gemacht: Wir verzichten gern auf das Montagsspiel, das sich nicht mal aus finanziellen Aspekten für den Verein lohnt und die Zugucker vor den TV-Endgeräten den Fanschwund im Stadion nicht ausgleichen können."

Beim letzten Montagsspiel des F.C. Hansa im vergangenen März hatte sich der Verein an den Protesten der Fans beteiligt. Möglich, dass es nun ähnliche Aktionen geben wird.

 
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