Mölders über Aufstieg mit 1860: "Ich habe nicht ewig Zeit"

Er ist eines der prägenden Gesichter der 3. Liga: Sascha Mölders. Mit seinen 35 Jahren gehört der Angreifer des TSV 1860 München noch immer zu den besten Knipsern, liegt mit aktuell 13 Saisontoren sogar auf dem ersten Platz der Torjägerliste. In einem Interview mit der "SportBild" sprach Mölders über einen Aufstieg mit den Löwen und sein Karriereende.

"Von den Fans und dem Drumherum gehört 1860 in die Bundesliga"

Zuletzt hatten die Aufstiegshoffnungen einen leichten Dämpfer erhalten. Durch das 0:0 zu Hause gegen Hansa Rostock – in Überzahl –  und eine 0:1-Niederlage gegen Zwickau rutschten die Sechziger vom zweiten auf den vierten Platz ab. Mit einem absolvierten Spiel mehr liegt das Team von Trainer Michael Köllner einen Punkt hinter den Rostockern, die derzeit auf dem Relegationsplatz rangieren. Dennoch ist der Blick des Deutschen Meisters von 1966 weiter auf die Rückkehr in die 2. Liga gerichtet. "Wenn wir nach dem 30. Spieltag noch oben dran sind, wollen wir hoch!", sagt Mölders in dem Interview.

Dass die Saison bisher "überragend" laufe, liegt auch an den Leistungen des Angreifers, der mit 13 Toren aktuell der beste Stürmer der Liga ist. Das soll natürlich so weitergehen und am Ende der Aufstieg gelingen. "Ich bin 35 Jahre alt, ich habe nicht mehr ewig Zeit", so der gebürtige Essener, der für den FC Augsburg und den MSV Duisburg 103 Spiele in der ersten Liga bestritt (18 Tore). Bundesliga-Luft, zumindest in der zweiten, würde er mit den Löwen gern noch einmal schnuppern: "Von den Fans und dem Drumherum gehört 1860 in die Bundesliga. Mit Sechzig hast du in jedem Stadion in Deutschland ein Heimspiel. Das primäre Ziel muss sein, irgendwann wieder in die 2. Liga aufzusteigen."

"Aufhören ohne Fans das geht gar nicht"

Dabei ist noch gar nicht klar, ob Mölders bei einem eventuellen Aufstieg bleiben würde. Sein Vertrag in München läuft am Ende der Saison aus. Über ein Karriereende denkt der Linksfuß, der später einmal Trainer werden möchte, aber noch nicht nach. Denn er möchte unbedingt noch einmal Spiele mit Zuschauern erleben: "Aufhören ohne Fans das geht gar nicht." Und damit es letztlich auch mehr als womöglich nur ein paar wenige Hundert Menschen im Stadion sind, bleibt wohl nichts anderes übrig, als noch eine Saison dranzuhängen. Denn die Corona-Situation wird es – wenn überhaupt – erst im Sommer wieder zulassen, dass vermehrt Zuschauer live bei den Spielen dabei sein können. "Wenn es sein muss, spiele ich noch mit 38", sagt der bullige Angreifer.

Was als Scherz gemeint sein könnte, hat durchaus seine Berechtigung. Denn Mölders ist fit, schläft viel und geht früh ins Bett, um konstant auf dem hohen Niveau spielen zu können. Vor Kurzem hatte er im Bayerischen Rundfunk einen Auftritt in einer Sportsendung, die erst um 21.45 Uhr beginnt. "So lange war ich schon lange nicht mehr wach", gesteht er.

   
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