"Mir fehlen die Worte": F95-Krise verschärft sich – Sorgen um Lord

2:0 geführt, aber dennoch verloren: Durch die Niederlage in Ingolstadt verschärft sich die Krise von Fortuna Düsseldorf, das in der Tabelle auf Platz 11 abgerutscht ist und die Blicke allmählich nach unten richten muss. Zu allem Überfluss droht nun auch noch Stammkeeper Louis Lord Länger auszufallen.

"Es ist extrem enttäuschend"

Als Filimon Gerezgiher (8.) und Eric Hottmann (18.) früh eine Zwei-Tore-Führung herausschoss, sah schon vieles nach dem ersten Sieg der Düsseldorfer seit Mitte September aus. Doch anschließend gab die Fortuna die Partie noch aus der Hand und stand am Ende mit leeren Händen da. Trainer Jens Langeneke, der auch im dritten Spiel sieglos blieb, sprach bei "MagentaSport" von einer "bitteren Niederlage" und monierte vor allem das Defensivverhalten bei den Gegentoren: "Speziell bei den Gegentoren zum 2:2 und 2:3 haben wir es einfach schlecht verteidigt."

Hottmann sah eine "Aneinanderkettung von Fehlern, die dazu führen, dass wir es im eigenen Sechzehner immer brennen lassen". Generell habe das Team "viele falsche Entscheidungen getroffen", was den 26-Jährigen ratlos zurückließ: "Mir fehlen da echt die Worte. Es ist extrem enttäuschend. Wir dürfen es nicht aus der Hand geben. Da muss man erwachsen genug sein als Mannschaft, so etwas wegzuverteidigen. Am Ende ist die Niederlage sehr vermeidbar."

Und als wäre die Niederlage nicht schon bitter genug, verletzte sich Stammkeeper Louis Lord bei einem Zusammenprall mit Ingolstadts Velupillay und konnte nicht mehr weitermachen (30.). "Ich befürchte eine Ausfallzeit", sagte Langeneke. "Wenn die Rippe zumindest angebrochen ist, das können wir noch nicht genau sagen, dann kann es auch etwas länger dauern. Das ist bitter, aber auch passend zur aktuellen Situation."

Nur noch vier Punkte vor Platz 17

Mit nur 16 Punkten nach 13 Spieltagen belegt die Fortuna lediglich den elften Tabellenplatz. Während die beiden Spitzenplätze bereits 13 Punkte entfernt sind, beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsränge nur noch vier Zähler. Und je nach dem, wie die Partien am Sonntag laufen, könnte die Fortuna am Ende des Spieltages nur noch ein Zähler vor dem roten Strich liegen. "Wir haben uns alle andere Ziele für die Saison gesetzt", sagte Hottmann. "Wenn man in so eine Negativspirale hineingerät, ist es schwer wieder rauszukommen. Wir müssen anfangen, das Glück wieder auf unsere Seite zu ziehen. Das geht in erster Linie nur mit harter Arbeit."

Auch Langeneke richtete die Blicke nach vorne: "Ich versuche nach Niederlagen immer sachlich zu bleiben und nicht alles zu emotional zu bewerten. Es gibt durchaus offensiv positive Ansätze, die wir mitnehmen müssen, aber defensiv haben wir zu viel angeboten." Im Landespokal-Derby gegen den MSV Duisburg am 18. November wollen es die Düsseldorfer wieder besser machen. "Das wird ein Highlightspiel, in dem wir eine Runde weiterkommen wollen." In der Liga steht in zwei Wochen dann das Duell gegen Großaspach an.

   

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