RWE schlägt Aachen, Rostock & Waldhof jubeln, F95 verspielt Sieg
Der West-Schlager zwischen Rot-Weiss Essen und Alemannia Aachen ging an den Klub von der Hafenstraße. Ein frühes Tor von Abiama brachte RWE den Sieg, während Hansa Rostock im Heimspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach per 3:0-Sieg einen Befreiungsschlag landete. Waldhof Mannheim belohnte sich in der letzten Minute per Elfmeter mit einem 2:1-Sieg gegen Fortuna Köln – und die Fortuna aus Düsseldorf verspielte beim FC Ingolstadt eine 0:2-Führung, sodass die Schanzer einen 3:2-Erfolg feierten. Wiesbaden schlug Havelse mit 3:0.
Essen 1:0 Aachen: Abiamas früher Treffer entscheidet West-Schlager
In der Spitzengruppe hatten Essen und Aachen vor diesem Spieltag ddie wenigsten Treffer auf dem Konto. Dafür ging es an der Hafenstraße jedoch gut los – für RWE: Bouebari flankte an den Strafraum, wo Abiama per Volley aus 16 Metern ins Netz schoss (5.). Die Alemannia bekam zunächst keinen Zugriff auf die Partie, aber dann tauchte Köster etwas glücklich im Strafraum auf und scheiterte aus spitzem Winkel an Golz (14.). Es war der Startschuss für ein optisches Übergewicht, aber die besseren Chancen hatte RWE. Wieder landete eine Flanke bei Abiama, aber dieses Mal landete die Kugel nicht im Netz (22.). Ein Schlagabtausch entwickelte sich. Scepanik erhielt ein unsauberes Zuspiel, brachte die Kugel aber noch halbwegs gefährlich auf das Tor (27.). Auf der Gegenseite wurde Janssen bedient, der noch von da Silva Kiala gestoppt wurde (34.). Bis zur Pause entstand Leerlauf im Westschlager, sodass RWE mit der knappen Führung in die Kabine ging.
Nach dem Seitenwechsel drängte Aachen auf den schnellen Ausgleich. von der Hitz fand Loune im Rückraum, aber dessen Schuss von der Strafraumkante klatschte an den Pfosten (47.). Anschließend rutschte n Janssen (49.) und Köster (51.) auf beiden Seiten knapp an Hereingaben vorbei. Essen wurde dann zielstrebiger, aber wieder Janssen (54.) und auch Pesch (57.). verfehlten. In die Drangphase der Hausherren fiel zudem noch hinein, dass Köster nach einer Grätsche gegen Brumme die zweite Gelbe und damit den Platzverweis sah (65.). RWE war dem zweiten Treffer jetzt ganz nahe, aber Bätzners Abschluss ging an den Pfosten (68.) und auch die Doppelchance von Brumme und Abiama vereitelte Riemann (69./71.). Dann aber noch mal Aachen: Freistehend kam Wäschenbach zum Schuss, aber die Kugel ging über das Tor (78.). RWE verpasste zwar den zweiten Treffer, verteidigte letztendlich den knappen Vorsprung in Überzahl, was dem Revierklub zum vorläufigen Sprung auf Platz 2 verhalf. Aachen musste sich derweil nach drei Siegen am Stück wieder geschlagen geben und verbleibt auf Platz 7.
Rostock 3:0 Großaspach: SGS verhilft Hansa zur Erlösung
Die tiefsehende Sonne im Ostseestadion war zunächst das größte Problem für Hansa-Keeper Klewin, aber schon nach zwei Minuten unterbrach Schiedsrichter Lennart Kernchen das Spielgeschehen aufgrund von schlechten Sichtverhältnissen aufgrund des Einsatzes von Pyrotechnik auf den Rängen. Nach Wiederanpfiff folgte die erste Großchance für die Hausherren, aber Reule parierte aus kurzer Distanz gegen Dirkner (15.). Auf der anderen Seite rettete dann Klewin, weil sich Stoppel durch den Strafraum dribbelte und den Hansa-Keeper zur reflexartigen Fußparade zwang (18.). Die Kogge war um Spielkontrolle bemüht, aber die Abwehr wackelte. Ein Steckpass erreichte Pollex, dessen Abschluss aus spitzem Winkel knapp am langen Pfosten vorbeiging (27.). Auch die nächste Großchance gehörte den Aspachern, bei denen Rahn den zweiten Ball nach einem Eckball erreichte – aber die Latte rettete für Hansa (38.)! Rostock hatte den Faden verloren, aber es ging torlos in die Pause.
Mit dem Start in die zweite Hälfte wurde die Partie umkämpfter – und kniffliger. Bei einer Flanke von Karada wollte Reule die Kugel schnappen, während Voglsammer zum Kopfball ging. Dadurch kollidierten beide Spieler, das Spielgerät landete anschließend im Tor. Aber der Schiedsrichter entschied auf Stürmerfoul, weil der SGS-Keeper zuvor wohl schon beide Hände am Ball hatte (54.). Glück für Aspach, das sich danach selbst bestrafte: Celiktas ging im eigenen Strafraum ungeschickt in den Zweikampf mit Voglsammer, den er anschließend zu Fall brachte. Der Unparteiische entschied auf Strafstoß, den Fatkic verwandelte, und Gelb-Rot für den SGS-Kapitän (62.). In Überzahl drängte die Kogge auf eine frühe Entscheidung. Molinari hielt Krauß noch im letzten Moment auf (73.), doch dann packte Voglsammer den Huf aus 16 Metern aus und erzielte das 2:0 (79.). Kurz vor dem Schlusspfiff erhöhte dann noch einmal Krauß, dessen Einwechslung eine Belebung für die Hansa-Offensive war (90.+4). Rostock gelang damit der Befreiungsschlag, der die Kogge auf Platz 9 befördert. Die SGS bleibt wiederum ganz tief auf Platz 18 stecken.
Mannheim 2:1 Fortuna Köln: Last-Minute-Elfmeter sorgt für Waldhofs Sieg
Der Waldhof schwächelte zuletzt etwas, die Fortuna aus Köln war seit fünf Spielen sieglos. Doch die Trendwende blieb den Domstädtern zunächst verwehrt, weil Boyd den Ball über Zich hinweg ins Tor lupfte – allerdings aus einer Abseitsposition heraus, weshalb der Treffer nicht zählte (6.). Dennoch war Mannheim das spielbestimmende Team. Rieckmann flankte haarschaf an Freund und Feind vorbei (19.), während Bierschenk nach einer Freistoßvariante zu ungenau zielte (24.). Aber dann kam wieder Boyd, der freistehend ein Zuspiel erhielt und nur noch einschieben brauchte (29.). Die Südstädter reagierten mit Wut im Bauch – und mit der prompten Antwort: Von der Torauslinie gab Bröger zurück auf Aigbekaen, der aus kurzer Distanz den Ausgleich erzietle (32.). Jetzt waren die Visiere offen, aber Mause spielte zu unsauber ab (38.), Thill scheiterte an Zich (44.) und Harenbrock traf nur das Außennetz (45.). Ausgeglichen ging es in die Kabinen.
Die zweite Hälfte startete schleppend, aber der Waldhof sicherte sich wieder mehr Spielkontrolle. Entsprechend ging auch die erste Chance auf das Mannheimer Konto, aber Zich entschärfte einen Abschluss von Boyd (54.). Von den Südstädtern war über weite Strecken nur noch wenig zu sehen, denn an die Drangphase vor der Pause konnte Köln nicht mehr anknüpfen. Dann aber doch noch die Chance: Mause spielte Aigbekaen frei, dessen Versuch in letzter Instanz von Klünter geblockt wurde (75.). Dann aber die komplett unglückliche Szene für Köln, denn auf dem Weg in den Strafraum wurde Ulbricht von zwei Gegenspielern in die Mangel genommen, woraufhin der Mannheimer fiel – ein Elfmeter, den der Gefoulte selbst verwandelte (90.+2). Ein Last-Minute-Sieg der Kurpfälzer, die sich damit Platz 8 in der Tabelle sicherten. Fortuna Köln verweilt auf dem vorletzten Rang.
Ingolstadt 3:2 Düsseldorf: Schanzer drehen das Spiel nach 0:2-Rückstand
Rund 2.000 Fortuna-Fans sorgten im Audisportpark für eine Heimspiel-Atmosphäre, wie es Sportdirektor Patrick Fabian kurz vor Anpfiff aus Düsseldorfer Sicht beschrieb. Allerdings startete Ingolstadt besser in die Partie: Egouli patzte im Spielaufbau, woraufhin Carlsen in den Strafraum ging und nur noch vom Pfosten gestoppt werden konnte (4.). Kurz darauf flankte Plath auf Velupillay, dessen Direktabnahme aber auch wenige Zentimeter zu ungenau war (8.). Und dann passten die Schanzer bei einem Steilpass von Hottmann nicht auf, den Gerezgiher hinter der Kette erlief und alleine vor Klein per Heber veredelte (10.). Und die Fehler der Ingolstädter blieben haarsträubend, denn bei einem Freistoß aus dem linken Halbfeld war niemand mehr bei Hottmann, der Volley vollstreckte (18.). Wilde Minuten spielten sich in Ingolstadt ab, weil auch Wekesser beim Weg in den Strafraum alleine gelassen wurde. Klein parierte, aber der Ball prallte in die Füße von Förster, dessen Schuss gerade noch von Sapina geblockt wurde (20.). Im direkten Gegenzug wurde Velupillay im Strafraum von F95-Keeper Lord gelegt, aber dem ging ein Stürmerfoul voraus (23.). Wenig später zeigte der Torhüter eine weitere Verletzung an, sodass Ersatzmann Rieß für ihn in die Partie kam (30.). Die Partie beruhigte sich, aber dann stach der FCI zu: Eine Ecke von Carlsen landete bei Lorenz, der wuchtig ins Tor traf und somit den Anschlusstreffer herstellte (38.). Dann zeichnete sich Rieß aus, indem er einen Distanzsschuss von Ugondu parierte (41.). Vor dem Seitenwechsel wurde es nicht mehr gefährlich.
Die zweite Hälfte begann mit Dauerdruck der Ingolstädter. Die Fortuna verteidigte mit Mann und Maus, aber musste sich dann nach einer Standardsituation geschlagen geben. Bei der hohen Hereingabe war Egouli gleich zwei Mal nicht konsequent genug, was Ugondu letztendlich per Kopfball zum Ausgleich ausnutzte (63.). Düsseldorf drohte das Spiel entgleiten, obwohl Gerezgiher zunächst noch die Chance gegen Klein bekam (70.). Rieß ließ die Kugel in die Füße von Kaygin abprallen, aber der Ingolstädter zielte knapp drüber – wie auch wenig später noch einmal (71./74.). Aber dann kam es, wie es kommen musste: Eine abgefälschte Flanke landete auf dem Kopf von Carlsen, der unbedrängt einnickte und das Spiel drehte (84.). Ein Spektakel ging mit dem besseren Ende für die Hausherren aus, die nun auf Platz 5 in der Tabelle klettern. Düsseldorf bleibt Elfter.
Wiesbaden 3:0 Havelse: Seitz-Serie geht unaufhaltsam weiter
Fünf Siege und ein Unentschieden in sechs Partien: Die Erfolgsgeschichte von Neu-Cheftrainer Jochen Seitz nimmt einen sensationellen Lauf. Und gegen den Tabellenletzten machte der SVWW einfach weiter – dank gütiger Mithilfe der Gäste aus Niedersachsen. Janitzek zog aus der Distanz ab, was TSV-Keeper Opitz eigentlich sicher abfing. Doch dem Schlussmann rutschte die Kugel wieder aus der Hand und über die Linie, sodass Wiesbaden früh jubeln durfte (10.). Kurz darauf brach Massimo auf der linken Seite durch, aber dieses Mal parierte Opitz sicher mit dem Fuß (12.). Die Hausherren rissen die Kontrolle über das Spiel an sich und verpassten lediglich den zweiten Treffer, weil Opitz auch einen Schuss von Müller noch sehenswert um den Pfosten lenkte (25.). Von der Führung beflügelt spielte der SVWW munter nach vorne, aber Havelse ließ in einem dichten Abwehrverbund keine Großchancen mehr zu.
Nur wenige Sekunden nach dem Seitenwechsel brach Wiesbaden jedoch durch. Belkahia misslang ein Klärungsversuch, aber den Querschläger konnte Duah noch von Müllers Fuß abgrätschen – allerdings zu Massimo, der aus wenigen Metern nur noch einschieben brauchte (47.). Aber Havelse steckte nicht auf, scheiterte jedoch in Person von Grzywacz alleine vor Stritzel (54.). Wiesbaden zog sich zurück und überließ den Gästen den Ball, ließ aber auch die Entscheidung liegen. Alleine vor Opitz vergab Massimo das dritte Tor (73.). Erst in der Schlussphase machte der SVWW den Deckel drauf, indem Gözüsirin von Massimo bedient wurde – 3:0 (81.). Die Hessen kletteren mit dem erneuten Erfolg auf Platz 4 in der Tabelle, während Havelse als Schlusslicht verharrt.