Erst effizient, dann nervenstark: Duisburg gewinnt knapp in Münster

Nach drei sieglosen Spielen ist der MSV Duisburg zurück in der Erfolgsspur. Bei Preußen Münster setzten sich die Zebras am späten Samstagnachmittag mit 2:1 durch. Nach einer ereignisarmen ersten Halbzeit bewies der MSV im zweiten Durchgang mehr Effizienz und ließ sich auch vom späten Anschlusstreffer der Gastgeber nicht mehr aus der Ruhe bringen.

Magerkost in 1. Halbzeit

Gerade einmal 84 Kilometer Luftlinie trennen Münster und Duisburg. Tabellarisch liegen zwischen beiden Klubs jedoch Welten: Während der MSV als Tabellendritter um den Aufstieg mitspielt, muss Preußen Münster aufpassen, nicht tiefer in die untere Tabellenhälfte abzurutschen. Allerdings durchleben auch die Zebras derzeit eine kleine Delle. Das Team von Hirsch, der gegen Münster sein 100. Pflichtspiel als MSV-Trainer absolvierte, hatte keines seiner vergangenen drei Ligaspiele gewonnen. Große Veränderungen nahmen beide Trainer nicht vor. Bei den Gästen rückte Ens für den gesperrten Fleckstein nach dem 3:3 gegen Stuttgart II in die Innenverteidigung. Preußens Cheftrainer Wörle schickte nach der 1:2-Niederlage in Aachen Tikvic und Zeller anstelle von Dietrich und Rösch von Beginn an aufs Feld.

Beiden Teams war der gegenseitige Respekt anzumerken. Duisburg verteidigte kompakt, Münster versuchte, kontrolliert Lösungen zu finden. Bis es erstmals nennenswert vor einem der beiden Tore gefährlich wurde, dauerte es 16 Minuten. Dann setzte Mees eine erste Duftmarke: Nach einer zu kurzen Klärungsaktion von Schlicke zog der Münsteraner aus etwa 20 Metern ab. Der Ball flog knapp über die Latte (16.). Kurz darauf eroberte Mees das Spielgerät von Bulic, nahm Tempo auf, zog von links in die Mitte und visierte das aus seiner Sicht rechte Eck an. Duisburgs Schlussmann wehrte jedoch zur Seite ab (18.).

In der Folge verstrichen die Minuten, ohne dass eine Mannschaft wirklich ins Risiko ging. Auf Duisburger Seite versuchte es Lobinger einmal aus halbrechter Position, verzog jedoch deutlich (28.). So endete eine äußerst ereignisarme erste Halbzeit torlos. Münster hatte zwar überwiegend den Ball, fand aber weder eine Lücke noch eine spielerische Lösung. Die Konterversuche des MSV verpufften dagegen bislang allesamt.

Duisburg abgezockt – Münster mit dem Anschluss

Besserung in Sicht in Halbzeit zwei? Ohne Wechsel ging es jedenfalls weiter, und zumindest dauerte es dieses Mal nur sieben Minuten bis zur ersten Torchance. Nach einem Einwurf landete der Ball bei Adeh, der direkt abzog und den Ball nur knapp neben den Pfosten setzte (52.). Das Spiel drohte wieder zu verflachen, da sorgte Braune für etwas Puls. Der Keeper des MSV kam eher überflüssig aus dem Tor und wurde auf der rechten Außenbahn überspielt. Jedoch ging der Ball ins Toraus (58.).

Nach einer Stunde war der Bann dann schließlich gebrochen. Wie das Tor fiel, war fast schon bezeichnend für die Partie bisher. Bitter zog von halbrechter Seite auf das Tor. Sein Schuss wäre wohl weit am Tor vorbeigegangen, jedoch fälschte ihn Koulis gegen die Laufrichtung von Harsman in die Maschen ab (60.). Eines musste man den Duisburgern lassen – sie waren abgezockt. Über zwei Stationen – Braune per Abschlag und Lobinger per Kopf – kam der Ball zu Kother, der von halblinks den Ball ins kurze Eck schoss (69.).

Weiterhin war Münster aus dem Spiel nicht zwingend genug, daher musste eine Standardsituation helfen. Schulz schlug eine Freistoßflanke von der rechten Seite in den Strafraum. Braune eilte in Richtung Fünfmeterraum, kam aber zu spät, sodass Tikvic ins leere Tor köpfen konnte (77.). Münster versuchte sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen, blieb aus dem Spiel aber schlicht zu ungefährlich. So verharren die Gastgeber auf dem 14. Tabellenplatz und haben nach fünf Niederlagen aus den letzten acht Partien aktuell nur noch drei Punkte auf Platz 17. Duisburg ist dagegen nach dem ersten Sieg nach drei Spielen weiter punktgleich mit Spitzenreiter Viktoria Köln – hat aber das schlechtere Torverhältnis.

Münster empfängt am Mittwoch den BSV Schüren im Landespokal, ehe die Adlerträger in der Liga am 21. November bei der TSG Hoffenheim II gastieren (14 Uhr). Der MSV hat etwas mehr Verschnaufpause und trifft am 18. November im Landespokal auf Fortuna Düsseldorf zum Straßenbahn-Derby. Vier Tage später steht das Heimspiel gegen Hansa Rostock an (19:30 Uhr).

   

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Back to top button