Männel von Dotchev-Rückkehr überrascht: "War nicht zu erwarten"

In der zweiten Saisonhälfte kämpft Erzgebirge Aue darum, nicht in die Regionalliga durchgereicht zu werden. Dass ausgerechnet Pavel Dotchev für diese Mission an die Seitenlinie zurückkehrt, hat sogar Kapitän Martin Männel überrascht. Gemeinsam will er mit dem Coach wieder positive Erlebnisse schaffen – wie schon einmal.

Noch einmal wie 2016?

Das Verletzungspech verfolgt Männel in dieser Saison. Zuerst verhinderte ein Meniskusschaden, dass der 34-jährige Torhüter zu Saisonbeginn auf dem Platz stehen konnte – und kurz vor der Winterpause musste die Vereinsikone wegen einer Rückenprellung erneut pausieren. "Aber ich bin guter Dinge, dass das Thema abgeschlossen ist und ich die Vorbereitung voll mitmachen kann", kündigt Männel nun gegenüber der "Bild"-Zeitung an. In der zweiten Saisonhälfte will er wieder die Bälle für den FCE halten.

An der Seitenlinie wird dann auch wieder Pavel Dotchev stehen, der überraschend in die dritte Amtszeit im Erzgebirge startet. "Ich war zunächst überrascht, weil das nicht unbedingt zu erwarten war. Ich möchte das auch gar nicht bewerten, freue mich aber auf die Zusammenarbeit in den nächsten Monaten mit ihm", sagt Männel. Klar ist, dass der 34-Jährige mit seinem neuen Coach bereits positive Geschichten wie den Zweitliga-Aufstieg 2016 erlebt hat, aber auch den Abstieg im vergangenen Sommer verkraften musste. "Jetzt wünsche ich mir, dass wir in dieser Saison den Klassenerhalt gemeinsam schaffen. Das hat Priorität."

"Nicht bis zum Ende zittern müssen"

31 Punkte brauchen die Veilchen noch, um die Marke von 45 Zählern zu erreichen – das Mindestziel, um die Klasse zu halten. "Wir haben viel aufzuholen. In der Hinrunde wurden wir zwar oft für unsere Leistungen gelobt, aber der Ertrag war zu wenig", weiß auch Männel, dass der FCE bislang vieles schuldig blieb. Die Forderung des Kapitäns ist daher eindeutig: "Wir müssen vor der Kiste effizienter werden und dürfen nicht mehr so viele Fehler machen. Dazu müssen wir die außergewöhnlich hohe Anzahl an Eigentoren reduzieren." Rekordverdächtig netzte Aue schon fünfmal in den eigenen Kasten ein.

Ein Schnitt von rund 1,48 Punkten pro Partie in 21 Spielen ist nicht unmöglich. Allerdings darf es nach Männels Geschmack auch gerne mehr werden, um die Nerven zu beruhigen. "Wichtig ist auch ein guter Start, um Selbstvertrauen zu sammeln. Die Kombination aus all diesen Sachen führt hoffentlich dazu, dass wir schnell den Anschluss wiederherstellen und nicht bis zum Ende zittern müssen", wünscht sich der Schlussmann. Aktuell beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer nur zwei Punkte. Allerdings sollte sich Aue keine weiteren Fehler mehr erlauben, sonst könnte die Lage schnell brenzlig werden.

   
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