Lage der Liga #1: Die Spitzengruppe unter der Lupe

Zehn Spieltage sind absolviert, rund ein Viertel der Saison 2016/17 ist absolviert. Zeit, um alle 20 Mannschaften der 3. Liga einem kleinen Zwischenfazit zu unterziehen. Wer überrascht, bei wem hapert es noch und wer zeigte zuletzt ansteigende Formkurven? Im ersten von vier Teilen nehmen wir die Spitzengruppe unter die Lupe.

Platz 1: MSV Duisburg

Momentan unangefochten an der Spitze befindet sich der MSV Duisburg, ist mit 21 Zählern der breiten Konkurrenz um vier Punkte enteilt. Eine Mischung aus Können und Geschick macht es bei den Zebras bisher, die bis auf einen 4:0-Erfolg gegen Mainz II stets lange zittern mussten und mit zwölf erzielten Toren in dieser Statistik noch längst nicht zur Spitze der Liga gehören. Aber: die Defensive steht. Zuhause sind die Zebras noch ohne Gegentreffer, überhaupt musste Keeper Mark Flekken erst sechs Mal hinter sich greifen. Die Qualität ist hoch, sodass sich bisher kaum Leistungsaussetzer ergeben. Und das kann für den MSV im Aufstiegskampf der 3. Liga noch ziemlich wichtig werden. Prognose: Aktuell sind die Meidericher klarer Favorit auf den Sprung in die 2. Bundesliga.

Platz 2: VfR Aalen

Auf das Team mit dem höchsten Personaletat folgt prompt eines der Schlusslichter, was die finanziellen Mittel angeht: Der VfR Aalen spielt am absoluten Limit seiner Möglichkeiten und hat damit bereits 17 Zähler gegen den Abstieg eingefahren. Knappe Erfolge, Konzentration über 90 Minuten und purer Einsatz – die simplen Mittel reichen dem VfR aktuell, die nicht über die großen Namen im Kader verfügen. Prognose: Perspektivisch wird es in der Tabelle wieder bergab gehen, ein richtig großer Schritt in Richtung Klassenerhalt wurde mit diesem Auftakt allerdings bereits getan.

Platz 3: Sportfreunde Lotte

Die Sportfreunde Lotte sind und bleiben die Wundertüte der Liga. An guten Tagen können sie jeden schlagen – zuletzt aber mussten sie zwei Pleiten einstecken, spielten gegen den FSV Frankfurt schwach auf. Verdenken tut dem Aufsteiger das niemand, er präsentiert sich unter dem Strich hervorragend in der neuen Spielklasse. Ob das Potenzial für ein kleines Wunder gegeben ist, muss sich noch zeigen. Prognose: Durch den Teamgedanken, der bei den SF Lotte wohl so ausgeprägt wie sonst kaum in der Liga vorhanden ist, dürften die Blau-Weißen in naher Zukunft nichts mit den unteren Rängen zu tun haben.

Platz 4: Jahn Regensburg

Beim SSV Jahn läuft es wieder – auch und vor allem dank seiner brandgefährlichen Offensive. Jann George und Erik Thommy dürften bei der Beibehaltung ihrer Form in den kommenden Jahren in höheren Sphären als der 3. Liga schweben, sie sind die Punktegaranten der Regensburger. Ein Fragezeichen besteht allerdings darin, ob die Youngster diese Leistung durch den Herbst konservieren können. Ein weiteres bleibt die Defensive, die sich bisher wacker durch ihr Verletzungspech kämpft. Klar: Auch Regensburg ist kein klassischer Kandidat für die Aufstiegsplätze. Prognose: Der Klassenerhalt ist absolut realistisch.

Platz 5: VfL Osnabrück

Schlechte Stimmung herrscht beim VfL Osnabrück trotz des fünften Platzes: Zwei Niederlagen in Chemnitz und gegen Regensburg haben den VfL versäumen lassen, sich Pluspunkte in der Spitzengruppe zu sammeln. Nach diesen Leistungen wird vom möglichen Aufstieg vorerst kein Wort mehr gesprochen, das ist logisch wie verständlich. Zuletzt erschien die Defensive anfällig, die Offensive wenig durchschlagskräftig. Das sah in dieser Spielzeit allerdings auch schon ganz anders aus – dementsprechend schwer sind die Niedersachsen aktuell einzuschätzen. Prognose: Ein unmittelbarer Vormarsch in Richtung der Tabellenspitze ist derzeit  eher nicht zu erwarten.

[box type="info"]Info: Die weiteren Teile der Serie werden in den kommenden Tagen veröffentlicht.[/box]

 
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