Krämer-Aus stößt auf viel Kritik – Beck ist "sprachlos"

Das Aus für Stefan Krämer beim 1. FC Magdeburg kam vor allem aufgrund des Zeitpunkts, einen Tag nach dem 2:2 in Braunschweig und zwei Tage vor Heiligabend, überraschend. In den sozialen Netzwerken stieß die Entscheidung überwiegend auf Kritik, Kapitän Christian Beck zeigt sich gar "sprachlos".

"Lächerlich" und "sehr fraglich"

Über 1.100 Fans des 1. FC Magdeburg haben die Beurlaubung von Stefan Krämer am Sonntagabend unter dem entsprechenden Facebook-Post des Vereins kommentiert – die deutliche Mehrheit zeigt für die Entscheidung kein Verständnis. Für viele Anhänger ist die Freistellung des 52-Jährigen "nicht nachvollziehbar", "lächerlich" und "sehr fraglich". Der Tenor geht eher dahin, dass die Zusammenstellung des Kaders im Sommer nicht optimal gewesen sei. Ein Aufgabenbereich, der allerdings in die Verantwortung von Sportchef Maik Franz und Geschäftsführer Mario Kallnik fällt. Entsprechend entgegnete mancher Fan, dass eher Franz seinen Hut hätte nehmen müssen.

Einige Anhänger bedauern zudem, dass man Krämer nicht noch etwas länger Zeit gegeben habe. Dabei erinnern die Fans vor allem an den Drei-Jahres-Plan vor der Saison, schließlich wurde der Wiederaufstieg für diese Spielzeit nicht als Ziel ausgegeben. Umso erstaunlicher sei nun die Entlassung von Krämer zu diesem Zeitpunkt. Auch auf dem Instagram-Profil des FCM sind die Reaktionen überwiegend kritisch, ein Fan schreibt: "Das ist doch totaler Schwachsinn. Warum ist immer der Trainer Schuld?" Manch einer bezeichnet die Beurlaubung Krämers gar als "glatte Fehlentscheidung".

Unmittelbar nach der Freistellung am Sonntagabend meldeten sich auch einige Spieler via Instagram zu Wort. Kapitän Christian Beck zeigte sich "sprachlos, enttäuscht und sehr traurig" über die Nachricht kurz vor Weihnachten. "Ich bin mir sicher, dass wir zusammen noch viel erreicht hätten." Timo Perthel richtete sich ebenfalls mit persönlichen Worten an Krämer: "Ich kann definitiv sagen, ich habe sehr gerne mit dir zusammen gearbeitet." 

Auch zustimmende Reaktionen

Neben viel Kritik für die Entscheidung gibt es aber auch zustimmende Reaktionen: "Krämer hat tollen Angriffsfussball versprochen, was rauskam hat man gesehen", schreibt ein Fan. Ein anderer meint, dass "keine Entwicklung" unter Krämer zu sehen gewesen sei. Außerdem habe man "kein Konzept" und "keine Handschrift" erkennen können, sodass die Entscheidung abzusehen gewesen sei: "So wirklich zufrieden war doch keiner".

Klar ist: Der FCM sucht nun den dritten Trainer seit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga, gehandelt wird unter anderem Claus-Dieter Wollitz. Den Weg der Kontinuität haben die Elbstädter mit der Entlassung von Krämer indes verlassen, kommentieren wir. 

 
  • Schächtel

    Die "Sprachlosigkeit" von CB kann ich irgendwie ein wenig nachvollziehen.

  • Dessauer

    das wird für den Sparfuchs Kallnik mit Sicherheit wieder die billligste und somit auch die nicht vielversprechenste Variante bzw. Wahl.

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