"Komplett positiv": Wollitz reagiert gelassen auf Funk-Gerüchte

Ein Sieg in Regensburg, und Energie Cottbus ist nach zwölf Jahren zurück in der 2. Bundesliga. Die Gerüchte um einen Wechsel von Stammkeeper Marius Funk zum VfB Stuttgart kommen daher zur Unzeit, Trainer Claus-Dieter Wollitz nimmt sie aber gelassen hin.

"Energie hätte auf das richtige Pferd gesetzt"

Vor einem Jahr hatte Maximilian Krauß mit seinem Wechsel zum F.C. Hansa Rostock ausgerechnet vor dem Duell gegen die Kogge für ein Erdbeben in der Lausitz gesorgt und war bei Wollitz mehr als nur in Ungnade gefallen. Auch die Gerüchte um den Abschied von Stammtorwart Marius Funk kommen nun zu einer überaus unpassenden Zeit in der Saison, doch von einer Schlammschlacht, wie es sie bei Krauß gegeben hatte, ist Wollitz weit entfernt.

Als der 60-Jährige bei der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag auf das Thema angesprochen wurde, meinte er: "Wenn es so kommen sollte, hätte Energie mal wieder auf das richtige Pferd gesetzt." Dass sich ein Verein, der in der kommenden Saison in der Champions League spielen könnte, mit einem Spieler wie Funk auseinandersetzt, sei eine Anerkennung für den Verein. "Ich sehe das komplett positiv", betonte Wollitz und bezeichnete den 30-Jährigen als "fantastischen Torhüter", der genau die Anerkennung bekomme, "die er als Mensch verdient hat". Auch dank der Leistungen des gebürtigen Aaleners stehe Cottbus jetzt auf Platz 2.

"Ding über die Linie bringen"

Im Auswärtsspiel bei Jahn Regensburg haben die Brandenburger – begleitet von 6.000 Fans – damit alles in eigener Hand. Mit einem Sieg wäre der FCE sicher aufgestiegen, selbst ein Remis könnte reichen, wenn Duisburg und Essen keine hohen Siege einfahren. "Wir freuen uns, dass wir was Großes erreichen können", blickte Wollitz auf die Partie voraus. "Es geht darum, das Ding über die Linie zu bringen." Dafür brauche es die beste Leistung – sowie Mut und Überzeugung.

An der Spielweise will der 60-Jährige nichts ändern, zumal Cottbus ohnehin nicht destruktiv spielen könne. "Dafür haben wir nicht die Spieler." Nach Einschätzung des Ex-Profis könne die Mannschaft "komplett befreit aufspielen". Zumindest hofft Wollitz darauf. Denn natürlich ist ein gewisser Druck da, der sich schon in den letzten Woche teilweise bemerkbar gemacht hat. Der 60-Jährige, der während der Partie nicht auf die anderen Plätze schauen will, meinte aber: "Es braucht uns keiner einreden, dass wir etwas verlieren können." Diesbezüglich appellierte Wollitz an die Fans, aber auch an die Cottbuser Journalisten, ausschließlich positiv an das Spiel heranzugehen.

Wollitz wäre "zum ersten Mal stolz"

Zudem sprach der Energie-Coach davon, dass der ganze Verein, die Mannschaft und auch die Fans den Aufstieg verdient hätten. Zum einen wegen der Leistungen in dieser Saison, zum anderen aufgrund von Nachteilen in Bezug auf den Standort und der Infrastruktur. In der Etat-Tabelle der 3. Liga stehe der FCE nur auf Platz 16, sodass schon jetzt etwas "Außergewöhnliches" geleistet worden sei. "Jetzt können wir uns zurecht die Krone aufsetzen."

Sollte der Aufstieg gelingen, will Wollitz nicht nur allen Fans ein Bier und eine Bratwurst spendieren, sondern wäre nach eigenen Angaben auch zum ersten Mal in seiner Trainerlaufbahn "stolz, den Klub in diese Situation gebracht zu haben". Schließlich würde ein Aufstieg mindestens zwei weitere Jahre Profifußball garantieren. Aus personeller Sicht kann Wollitz wieder auf die zuletzt gesperrten Axel Borgmann und Tolcay Cigerci setzen, die beide in die Startelf zurückkehren dürften. Auch sonst steht nahezu der komplette Kader zur Verfügung, nur hinter Justin Butler (Adduktorenprobleme) steht noch ein Fragezeichen. Im Tor wird natürlich Marius Funk stehen, der mit einer einmal mehr starken Leistung zum Aufstieg beitragen soll.

   

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