"Kommt auch noch Pech dazu": Münsters Luft im Keller wird dünner
Für Preußen Münster wird die Luft immer dünner. Beim 1:2 gegen den MSV Duisburg kassierte die Mannschaft von Thomas Wörle die zweite Niederlage in Folge und die vierte aus den vergangenen fünf Ligaspielen. Dabei hielten die Preußen gegen den Aufstiegsaspiranten lange dagegen, ehe ein unglücklich abgefälschter Schuss in der 60. Minute die Partie kippte.
"Fußball in brutalster Form"
Eine Stunde lang hatte Münster die Duisburger Offensive nach Einschätzung von Trainer Thomas Wörle weitgehend im Griff. Seine Mannschaft habe "fast gar nichts zugelassen", defensiv stabil gestanden und auch offensiv Akzente gesetzt, erklärte er bei "MagentaSport". Dann folgte der bittere Rückschlag: Joshua Bitter zog für den MSV ab, Niko Koulis fälschte den Schuss unglücklich ab und der Ball landete im Netz.
"Es ist Fußball in brutalster Form", haderte Koulis, der bis dahin eine "mehr als ordentliche Leistung" seiner Mannschaft gesehen hatte. Der Ball sei äußerst unglücklich abgeprallt und genau neben dem Pfosten eingeschlagen. Für den Abwehrspieler passte die Szene zur aktuellen Situation: "Hast du kein Glück, dann kommt auch noch Pech dazu."
Auch Wörle sprach von einem Gegentor "aus dem Nichts" – und bezeichnete den Sieg des MSV daher als "nicht verdient". Ohne die Abfälschung wäre der Schuss nach seiner Einschätzung wohl ungefährlich geblieben. Nur neun Minuten später erhöhte Dominik Kother für Duisburg auf 2:0. Koulis bezeichnete den Treffer als weiteren Sonntagsschuss, bemängelte aber auch die zu geringe Gegenwehr. Zwar verkürzte Antonio Tikvić (77.) noch auf 1:2, doch der Ausgleich gelang nicht mehr.
"Einfach nicht konsequent genug"
Trotz der Niederlage stellte sich Wörle hinter seine Spieler. "Ich kann der Mannschaft gar keinen Vorwurf machen", betonte der Trainer. Die Laufbereitschaft und defensive Stabilität hätten gestimmt. Gegen eine der offensivstärksten Mannschaften der Liga habe Münster lange kaum Möglichkeiten zugelassen. Doch die Ergebnisse sprechen weiterhin gegen die Preußen. Schon gegen Essen, Düsseldorf und Großaspach hatte Münster jeweils geführt, ohne anschließend gewonnen zu haben. "Wir zeigen immer wieder, was wir können", hielt der Coach dagegen. Es fehle jedoch an Konstanz und dem entscheidenden Quäntchen Glück.
Koulis sah die Probleme nicht allein im fehlenden Spielglück. Gerade in den entscheidenden Momenten sei Münster vor dem gegnerischen Tor "einfach nicht konsequent genug". Besonders schmerze ihn die Situation der Anhänger: "Es ist sehr schade, dass wir den Fans wirklich gerade nichts zurückgeben können.“
Im Worst-Case droht ein Abstiegsplatz
Wörle weiß, dass die ausbleibenden Ergebnisse zunehmend an seiner Mannschaft zehren. Dennoch hält er am eingeschlagenen Weg fest. "Im Leben passiert manches eben nicht sofort", erklärte der Coach. Entscheidend sei, weiterzuarbeiten, "geduldig bleiben, beharrlich bleiben" und sich die nächsten Erfolgserlebnisse zu erkämpfen.
Bereits am Mittwoch (19:30 Uhr) wartet im Westfalenpokal gegen den BSV Schüren die nächste Aufgabe. In der Liga geht es am 21. November (14 Uhr) bei der TSG Hoffenheim II weiter. Dort müssen die Preußen ihre guten Ansätze wieder in Punkte verwandeln, um den Negativtrend zu stoppen. Schließlich beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsplätze nur noch drei Zähler. Im Worst-Case könnten die Preußen am Sonntag sogar unter den Strich rutschen.