5. Juni 2018 um 13:15 Uhr

Kommentar: DFB zahlt seinen Preis für das kleinere Übel

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© Ulrich

Nun also doch: Der KFC Uerdingen darf in die 3. Liga aufsteigen. Sportlich war es eine relativ klare Angelegenheit, doch hinter den Kulissen reizte der Klub des russischen Investors Mikhail Ponomarev den Spielraum der Regularien aus. Der DFB hätte eine Entscheidung pro als auch contra Uerdingen fällen können. Er hat das kleinere Übel genommen. Doch dafür könnte der Verband noch einen hohen Preis zahlen. Ein Kommentar.

Mehrheit befürwortet den Aufstieg

Links von Rhein atmeten tausende Zuschauer auf, rechts von ihm verflüchtigten sich die letzten Hoffnungen auf den Drittliga-Aufstieg: Während der KFC Uerdingen in einer eigens anberaumten Live-Übertragung des Deutschen Fußball-Bundes als glücklicher "Sieger" hervorging, der seinen sportlich erreichten Aufstiegsplatz tatsächlich wahrnehmen kann, muss Waldhof Mannheim einen vierten Anlauf wagen. Wobei: War dieser Montagnachmittag, war der Aufstieg durch die Hintertür nicht bereits so etwas wie der vierte Versuch? Dreimal ist Waldhof sportlich gescheitert, nun hat es selbst am grünen Tisch nicht gereicht. Eine weitere bittere Pille für den gebeutelten Verein, der obendrein noch eine saftige Strafe für den von Chaoten erzwungenen Spielabbruch im Rückspiel gegen den KFC erwartet – vielleicht sogar einen Punktabzug.

Blau-Rot jubelt derweil. Ein nicht repräsentatives erstes Stimmungsbild in den sozialen Medien, die die Entscheidungsfindung des DFB am Nachmittag angeregt verfolgten, ergab: Die Mehrheit der Neutralen scheint hinter den Uerdingern. Nicht unbedingt, weil der Verein der Masse als sonderlich sympathisch daherkommt – wer von Investoren gedeckt wird, wird traditionell eher kritisch gesehen. Selbst, wenn der Klub Vergangenheit hat, wenn er Charisma besitzt. 1860 München lässt grüßen. Nein. Er ist in den Augen vieler schlichtweg das kleinere Ungemach.

Eine neue Grauzone für den KFC

Seriös war das alles ganz und gar nicht, was KFC-Investor Mikhail Ponomarev ablieferte, als es um das Geschäft ging. 1,2 Millionen Euro wollte er offenbar einen Tag vor Fristende mit einer herkömmlichen Überweisung in Frankfurt hinterlegen und wunderte sich, warum die Banken bei seinem Zeitplan nicht mitspielten. Mikhail Ponomarev darf sich mit Fug und Recht als größten Glückspilz in der gesamten Debatte bezeichnen, denn seine Nachlässigkeiten bleiben ohne Folgen. Er, der dem Verein im Falle einer verweigerten Zulassung wiederholt mit seinem Weggang gedroht hatte, wäre der Hauptverantwortliche für den Super-GAU gewesen.

Ein fader Beigeschmack bleibt an der Sache. Denn der DFB bewegte sich, als er die Entscheidung im Zulassungsbeschwerdeausschuss diskutierte und endgültig fällte, in einer Grauzone. Zum Fristende am Dienstag, 15.30 Uhr, war das Geld nun einmal noch nicht beim Fußballbund auf dem Tisch – sondern erst 20 Minuten später. Hätte man in Frankfurt knallhart gehandelt, und damit rechneten im Vorfeld viele, dann müsste der KFC Uerdingen in der kommenden Spielzeit weiterhin ein Viertligist sein. Dass diese Grauzone erstmalig bei einem Anwärter mit durchaus potentem Geldgeber betreten wird, sorgt naturgemäß für Irritationen oder gar Skepsis. So haltlos etwa Vorwürfe der Bestechlichkeit, die nun von der "Verlierer"-Seite einprasseln, auch sein mögen, so angreifbar hat sich der Verband in den vergangenen Jahren gemacht. Das Vertrauen in das höchste deutsche Fußball-Organ ist bei vielen Beteiligten erschüttert.

Welche Auswirkungen hat die Entscheidung für die Zukunft?

Aber: Die Entscheidung selbst, sie war verflixt noch mal nicht leicht, und sie wäre in jede Richtung kaputt diskutiert worden. Hätte doch ausgerechnet Waldhof Mannheim profitiert. Waldhof Mannheim, das die letzte Version der Aufstiegsspiele mit dem Spielabbruch, provoziert von wenigen, torpediert hat. Sie wollte wohl niemand als Belohnung dafür in die 3. Liga nachrücken lassen. Das Problem: So steht es im Regelwerk. Daher musste die Grauzone her, um das kleinere Übel durchzuwinken: Den an einer Überweisung gescheiterten KFC Uerdingen. Ein vielleicht unmoralischer, aber auch nicht unmenschlicher Gedankenstreich für einen Verantwortlichen des DFB. Ein Gedanke, mindestens ebenso nachvollziehbar wie der Frust der SVW-Anhänger über die dreifach verbaselte Aufstiegsrelegation. Wessen Idee war das eigentlich nochmal?

Möglicherweise wird der DFB für seine Entscheidung noch einen Preis zahlen. Denn jeder andere Verein, der künftig kurz vor knapp noch Gelder für die Lizenz oder Zulassung hinterlegen muss, wird sich auf den Präzedenzfall KFC Uerdingen berufen können. Er wird darauf verweisen können, dass es von nun an Ermessensspielraum gibt. Vielleicht wird sich das durch die vom DFB angekündigte Veränderung, die Frist künftig auf 24 Uhr setzen zu wollen, regeln. Vielleicht aber auch nicht. Weil gerade in der 3. Liga stets eine Handvoll Vereine nah am wirtschaftlichen Ruin steht, wird der Zulassungsbeschwerdeausschuss, wird der DFB weiterhin Arbeit zu verrichten haben. Möglicherweise schon im Frühjahr 2019.

Dann muss er zeigen, dass er nicht mit fußball-fernen, aber in der Wirtschaft exzellent vernetzten Investoren sympathisiert. Dass er im so wichtigen Zulassungsverfahren nicht an seiner Lieblingsbeschäftigung interessiert ist: einen anderen Verein für das Fehlverhalten seiner Fans abzustrafen. Dann darf er die Anhänger eines Klubs nicht tagelang Fingernägel-kauend schmoren lassen, nur um ein fünfzehnminütiges Live-Video für alle sozialen Medien vorzubereiten. Der Deutsche Fußball-Bund muss einfach nur eine für jeden klar nachvollziehbare Entscheidung treffen. Ohne Grauzonen. Aber ist das leicht gesagt.

 

 
  • Dieter

    Was ich bei der ganzen Diskussion nicht verstehe, ist die Verwunderung über die Ausschreitungen der Waldhof Fans beim Heimspiel gegen Uerdingen. Wie schon geschrieben wurde, war auch das Verhalten der Waldhöfer beim Hinspiel in Duisburg schon grenzwertig. Aber wer die Zeit hat, sollte sich mal auf Youtube Spielzusammenfassungen der Heimspiele der letzten Jahre im Carl Benz Stadion ansehen. Dort gibt es fast immer Probleme mit den Ultras mit Pyro und Böllern. Außerdem wurde in diversen Foren schon vor dem Rückspiel über "Sieg oder Abbruch" gefaselt. Also alles nicht wirklich unerwartet.

    Und keiner denkt an die Relegationen der Jahre 16/17 und 15/16. Schon in Meppen haben die Waldhof Fans richtig Ärger gemacht. Wer sich erinnert: Pyro war da noch das kleinste Problem. Nach dem Spiel wurden Zäune zerstört und die Polizei konnte nur mit Hundertschaften einen Platzsturm verhindern. Selbst ein Wasserwerfer musste auf den Platz gefahren werden, um die Fans aufzuhalten. Habe selten (eigentlich nie) ein derart agressives Verhalten von Fußballfans erlebt.

    Insofern stimme ich dem Kommentator eigentlich zu. Ja, die Uerdinger haben gegen Statuten verstoßen, ich denke das ist klar und muß nicht weiter diskutiert werden. Aber keiner beim DFB wollte die Mannheimer für die Vorkommnisse der letzten Jahre auch noch belohnen. Und man bedenke, das einige wirklich kritische Spiele hinzugekommen wären (u.a. gegen KSC und FCK). Keiner braucht die Ausschreitungen, die dann gekommen wären. Und die Polizei ist sicherlich auch froh, die eigenen Leute nicht wieder dieser zügellosen Gefahr aussetzen zu müssen.

    Deshalb: DFB sicherlich mit einer – nach eigenen Regeln – grenzwertigen, aber richtigen Entscheidung.

  • Grag Valoth

    Was in dieser Geschichte nicht schon alles für ein Unsinn geschrieben worden ist, spottet wirklich jeder Beschreibung. Der Artikel hier bildet – leider – keine Ausnahme.

    Ständig werden Dinge wild durcheinander geworfen, es werden Sachverhalte verglichen die rein gar nichts miteinander zu tun haben (Stichwort Faxgerät Wilhelmshaven) , es werden Fakten einfach ignoriert und /oder verschwiegen, es werden mal mehr mal weniger direkt Bestechungsvorwürfe erhoben, die jeder Grundlage entbehren.

    All dies offenbart in erschreckender Art und Weise zum einen die fehlende intellektuelle Fähigkeit, die von Dr. Koch vorgetragene Sachverhaltsdarstellung und Entscheidungsbegründung nachzuvollziehen, und zum anderen ein bedenkliches Rechtsempfinden.

    Wenn mir jemand eine Frist setzt dann muss er mir auch die Möglichkeit geben diese bis zur letzten Minute nutzen zu können. Verhindert er dies aber, indem er selbst mit seinen Dienstleistern eine Abrede trifft, die allgemeingültige Geschäftspraktiken ausser Kraft setzt und auf die derjenige, der sich zurecht auf die Gültigkeit dieser gängigen Geschäftspraktiken verlässt und auch verlassen darf, keinerlei Einfluß hat, trägt er die Verantwortung dafür, dass die von ihm selbst gesetzte Frist aufgrund der von ihm abweichend vereinbarten Geschäftspraktiken nicht eingehalten werden kann.

    Nicht mehr und nicht weniger war Gegenstand der Sitzung am Montag. Mit dem einzig juristisch richtigen Ergebnis der Erteilung der Lizenz für den KFC Uerdingen und der hoffentlich bald erfolgenden – weil notwendigen – Änderungen hinsichtlich der internen Vereinbarungen zwischen DFB und Commerzbank, der Setzung von künftigen Fristen auf 24:00/0:00 Uhr und der Einrichtung eines speziellen Kontos für solche Zahlungen.

    Wenn man die – übrigens einstimmig – getroffene Entscheidung verstanden hat, dann weiß man nebenbei bemerkt auch, daß hier gerade keine Präzedenzentscheidung getroffen wurde, sondern lediglich ein in der deutschen Rechtsordnung geltendes Prinzip – nämlich die Frage des Verschuldens – , an dem eben auch der DFB nicht vorbei kommt, angewandt wurde.

    Deswegen sollte sich auch niemand dem Irrglauben hingeben, man könne sich künftig auf die im Fall KFC getroffene Entscheidung berufen, um vom DFB Großzügigkeit bei (eigenen!) Versäumnissen einfordern zu können.

    Am Ende bleibt festzuhalten, dass der einzige Leidtragende in dieser Angelegenheit der KFC Uerdingen 05 ist. Er hat im Ergebnis lediglich das bekommen, was ihm rechtmäßig zugestanden hat und nicht etwa etwas vom DFB gnädig zugeschustert bekommen, wie es jetzt gerne dargestellt wird.
    Im Gegenteil müsste der KFC eigentlich den DFB und alle die jetzt irgendeinen Mumpitz schreiben, auf Schadenersatz wegen einer kaum zu beziffernden Rufschädigung verklagen.

    Schönen Abend noch!

  • HowdyM

    Also eine Bank kann an einer terminüberschreitung schuld sein, nicht aber derjenige, der das Geld so selten dämlich hinterlegt. Und wieso war dann ein defektes Faxgerät keine Entschuldigung, in Zeiten von Sofortüberweisungen etc, in denen solche Summen binnen Sekunden einfach auf andere Konten transferiert werden können? Das ist die Sache, die unverständlich ist. Es zählt der Zahlungseingang…und der war nicht erfolgt, basta. Warum und wieso hätte der KFC später dann mit der Commerzbank aushandeln müssen, aber nicht der DFB. Das macht das ganze angreifbar, vor allem für zukünftige Entscheidungen.

    • Schachfuchs

      Wenn das defekte Faxgerät beim Sender steht, ist der Sender Schuld!
      Wenn das defekte Faxgerät beim Empfänger steht, dann nicht!

      Ganz einfach!

      Unsere Gesetze und unsere Rechtsanwendung machen schon Sinn!

    • Schachfuchs

      …oder in diesem Fall:
      Wenn die Bank des Einzahlers schläft, dann ist hat der Einzahler Schuld
      Wenn die Bank des Empfängers trödelt, dann ist trägt der Einzahler keine Schuld!

    • Gogo

      Lies mal meinen Kommentar unten.

      • Schachfuchs

        Sehr gut – danke!

        Den oberflächlichen Mob werden wir damit aber trotzdem nicht erreichen.

        "Vielleicht" den Schreiber des Kommentars, wenn er denn willens und/oder intellektuell befähigt ist!

  • Schachfuchs

    Selten einen solchen Schwachsinn gelesen!
    1. Die Zahlung, die um 15:50 Uhr einging war VERFRISTET und half dem KFC nicht!
    2. Die erste Zahlung gelangte um 7:50 Uhr an die Erfüllungsgehilfin des DFB, der Commerzbank!
    3. Eine eingegangene Zahlung um 7:50 Uhr ist üblicherweise vor 15:30 Uhr auch wertgestellt.
    4. für 2 und 3 kann der KFC nichts – das hat der DFB für die Zukunft zu regeln!

    Was BITTE ist daran ungerecht oder nicht zu verstehen.
    Der Kommentar ist oberflächlich, lässt wesentliche Fakten weg und soll Stimmung machen!

    Macht doch bitte Eure journalistische Arbeit vernünftig!
    Nicht ohne Grund gibt es einen Unterschied zwischen den Grundrechten "Pressefreiheit" und "Freiheit der Kunst"

    • Gogo

      Danke für die gute Zusammenstellung!

      Es gibt tatsächlich Leute, die entweder nicht richtig zuhören bzw. lesen wollen oder dies intellektuell einfach nicht können.

      Nur eine Ergänzung/Korrektur hätte ich noch.

      Dass der DFB die bereits um 07:50 Uhr (und somit DEUTLICH vor der Frist von 15:30 Uhr) eingegangene Zahlung nicht sehen konnte, wird jetzt immer auf die Bank (Commerzbank) geschoben. Dem ist aber nicht so. Die Commerzbank (ich selbst schon sehr lange Kunde bei der Bank) bucht ein- und ausgehende Zahlungen üblichereise zeitnah, meist innerhalb von 10-15 Minuten. Dass dies beim DFB nicht geschieht, liegt einfach am speziellen Vertrag zwischen dem DFB und der Bank, wonach Standardzahlungen nur zum Tagesende valutiert werden. Dies hat Hr. Koch ausdrücklich und detailliert erklärt. Und dieser spezielle Vertrag ist hier das Problem, Zumindest passt dieser nicht zu einer Frist "15:30 Uhr", denn Standardüberweisungen werden dann niemals zu dieser Frist valutiert. Mit einem "normalen" Vertrag zwischen Bnak und DFB wäre dieses problem niemals aufgetreten. Daher muss der DFB für die Zukunft handeln, entweder den Vertrag mit der Bank anpassen oder aber eben die Frist auf 24:00 Uhr setzen (wie von Herrn Koch angedeutet).

  • DM von 1907

    Das Problem sind die Waldhöfer mit ihren schlimmen Ausschreitungen. Irgendwie wäre es nicht zu vermitteln gewesen, wenn gerade diese Mannschaft jetzt nachrücken dürfte. Es ist aber populistisch, so zu denken! Hätte es dieses Problem bei 1860 München gegen Saarbrücken oder Cottbus gegen Flensburg gegeben, hätte wohl kaum jemand Probleme mit dem jeweiligen Nachrücker gehabt.

    So hebelt der DFB seine eigenen Regeln aus, vermeidet jetzt vielleicht einen Prozess gegen Uerdingen, um bei künftigen Entscheidungen dieser Art jedesmal einen Prozess befürchten zu müssen.

    Für mich ist der DFB die Grauzone!

    • Gogo

      Die Chaosspiele sind nicht allein ein Problem der Ultras und/oder Hooligans. Der Fisch stinkt vom Kopf.

      Die Chaoten hatten bereits beim Hinspiel mächtig Ärger gemacht und für eine ca. 5-minütieg Spielunterbrechung gesorgt. Spätetens hier hätten die Alramglocken bei den Verantwortliches des SVW läuten müssen. Aber scheinbar gibt es es hier keine "Verantwortlichen" zumindest keine, die dem Sinn dieses Wortes gerecht werden.

      Statt für das Rückspiel besondere Vorkehrungen zu treffen, haben die lieber

      – Ihre Cjaoten gelobt und sich noch mehr "Unterstützung" für das Rückspiel eingefordert

      – den Ultras am Vorabend des Rückspiels in Mannheim unkontrollierten Zugang ins Stadion gewährt … für ein Grillfest … wundern sich dann wie so viel Pyrotechnik ins Stadion gelangen konnte
      – und zu allem Überfluss wurde die Wesztribüne nicht komplett den uerdingern überlassen sondern einen Block mit knapp 1.000 Karten für den SVW zurück behalten (zum Glück ist da bis auf einen völlig unnötigen kleinen Zwischenfall nichts passiert

      Ich kann nur hoffen, dass SVW mit einer ordenltichen Strafe belegt wird und damit meine nicht Geld sondern mit kräftigen Punktabzug für die neue Saison

  • Michael Dick

    Die Grauzone war die Bank.

  • Peter Comenda

    Der DFB hat die Türen für Willkürentscheidungen und Vetterleswirtschaften eröffnet – Gratulation!

  • Phillip

    "Die Mehrheit der Neutralen scheint hinter den Uerdingern. Nicht
    unbedingt, weil der Verein der Masse als sonderlich sympathisch
    daherkommt – wer von Investoren gedeckt wird, wird traditionell eher
    kritisch gesehen. Selbst, wenn der Klub Vergangenheit hat, wenn er
    Charisma besitzt. 1860 München lässt grüßen." Wo genau ist jetzt hier das "sondern" was die Mehrheit hinter dem KFC scheinen lässt? So ein Stuss…

  • Svenja

    Kann mal jemand auf das Konto des DFB schauen und checken, ob da noch eine Überweisung aus Russland einging? Damit schreitet der Siegeszug der Investoren voran. Und im Falle Ponomarev keine gute Sache. Die Heuschrecke wäre bei Nichterteilung knallhart weitergezogen, wie schon bei den Vereinen zuvor.

  • iss mir übel

    Und Warum genau ist der aufstieg des KFC das kleinere Übel??

    • alder

      lesen und verstehen :-)

      • Adler

        Oh ha du hast die Weisheit mit löffeln gefresse oder???
        Auch nach mehrmaligem lesen erschließt sich mir nicht was das große übel gewesen wäre…

    • Sterneneisen

      Weil die Frist nicht eingehalten wurde, und man somit einen Präzedenzfall geschaffen hat, auf den man sich in Zukunft berufen wird. Aus juristischer Sicht ein absolutes Unding.

      • Phillip

        Und das größere Übel wäre jetzt was gewesen? Der den Regularien entsprechende Aufstieg des SVW?

      • Sterneneisen

        So scheint es der Schreiber des Kommentars zu sehen.

      • Markus Blaj

        Das größere Übel in der allgemeinen, öffentlichen Wahrnehmung für den DFB wäre definitiv der Waldhof gewesen, der insgesamt alle 6 Relegationsspiele nicht gewonnen und im letzten sogar für einen Spielabbruch gesorgt hat. Sogar schon im Hinspiel wurde nach einer Minute beim Stand von 0:0 mit Böllern nur so um sich geworfen. Die Dinger sind im 5er gelandet, wo deren eigener Keeper stand.

        Wir reden hier nicht von ein paar Fackeln, die meiner Meinung nach hier und da mal ein gutes Bild ergeben, sondern von wirklich hirnloser Ballerei.

        Rein sportlich wäre mir der Waldhof deutlich lieber gewesen. Das hätte ein paar gute Derbys im Südwesten gegeben, wohlwissend, dass der SVW dann gerade auch in diesen Spielen mit noch viel mehr hirnloser Ballerei geglänzt hätte. KSC und FCK sind aber ganz sicher auch keine Kinder von Traurigkeit.

        Diese Entscheidung des DFB war somit Pest oder Cholera. Konsequent wäre gewesen, dass keiner hoch geht und Bremen II drin bleibt. Waldhof hat sich sportlich nicht qualifiziert, KFC die Regeln nicht eingehalten, basta. Niemand hat den Russen gezwungen, diese Überweisung so kurz vor knapp zu tätigen. Wenn ein russischer Investor tatsächlich so lange auf seinen eigenen 1,2 Mio sitzen muss, bis er sie freigibt, dann ist er eher eine Gefahr für Uerdingen als ein Segen.

        Aber wie der Tonus dieses Artikels schon richtig beschreibt: Man hat sich nach deren Auftreten "gerne" gegen Waldhof entschieden, denn das bedeutet darüber hinaus noch weniger Krawall und Lizenzärger im kommenden Jahr in Liga 3 und der DFB wird durch den Russen eben sicherlich auch noch gut gebuttert, da braucht sich niemand etwas anderes vormachen.

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