"Kommen nicht da oben hin": Sandhausen fehlen die Siege

Auf dem Transfermarkt investierte der SV Sandhausen im Winter kräftig, um in der zweiten Saisonhälfte noch den Angriff auf die Spitzenplätze zu wagen. Das Team von Jens Keller ist seitdem auch ungeschlagen. Doch zu viele Unentschieden – so wie auch gegen Preußen Münster (1:1) – lassen den SVS auf der Stelle treten.

"Wir ärgern uns extrem"

Zum dritten Mal in Folge beendete der SV Sandhausen eine Partie mit einem 1:1-Remis. Wie schon zuvor gegen 1860 München und den Halleschen FC, reichte auch bei Preußen Münster eine knappe Führung nicht für den Sieg aus. Sandhausen fehlt das zweite Tor. "Wir ärgern uns extrem", gab SVS-Keeper Nicolai Rehnen nach Abpfiff bei "MagentaSport" zu. "Wir haben drei gute Leistungen gezeigt, schaffen es aber nicht, uns zu belohnen." So bleibt der SVS mit 39 Punkten auf dem siebten Rang hängen – der Abstand zu Ulm auf dem dritten Platz beträgt fünf Zähler.

"Uns ist erstmal egal, wie die anderen spielen. Solange wir nicht gewinnen, kommen wir nicht da oben hin. Das ist das Entscheidende", ordnete Cheftrainer Jens Keller die Ausgangslage im Aufstiegskampf ein. Der SVS möchte angreifen, doch trotz ungeschlagener Serie in diesem Kalenderjahr fehlen die großen Punkte. Ein Ärgernis, wie Keller fand. "Wir haben das Spiel bis zur 60. Minute dominiert, dann kam Münster, hatte ein, zwei Chancen und machen das Tor", so der 53-Jährige. "Da kommt dann ein bisschen Unruhe auf und wir bleiben nicht in unserem Spiel." So reichten den Adlerträgern rund 20 Minuten, um das Spiel auf Remis zu stellen.

SVS lässt das Spiel laufen

"Durch Kleinigkeiten lassen wir uns aus der Ruhe bringen. Wir müssen einfach souveräner werden", ärgerte sich Keller. "Wenn es 1:1 steht, dann spielen wir erst wieder Fußball." Die große Chance zum Aufschließen zur Spitzengruppe scheint für die Hardtwälder erst einmal vertan. Der Frust innerhalb der Mannschaft war entsprechend vorhanden. "Wir haben es einfach nicht geschafft, dass wir ein bisschen Stimmung auf den Platz bekommen", so Rehnen. "Wir haben in der Pause gesagt, dass wir das Spiel nicht einfach laufen lassen wollen. Das haben wir aber definitiv nicht geschafft."

In der kommenden Woche wird der SV Sandhausen auf den SSV Jahn Regensburg (Samstag, 14 Uhr) treffen. Im Top-Spiel wird sich die Keller-Elf wieder strecken müssen, um den Abstand zum dritten Rang zu verkürzen. Wie das gehen kann, zeigte der SVS bereits zum Jahresauftakt gegen Dresden (1:0), als gegen ein Spitzenteam ein Tor ausreichte. Dennoch zeigte sich zuletzt, dass die Sandhäuser mit einem zweiten Treffer gut bedient gewesen wären.

   
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