Köllner rechnet mit fokussiertem FCM: "Wird kein Saufgelage"

Es müsste schon alles Gute für den TSV 1860 München zusammenkommen, um noch ins Aufstiegsrennen eingreifen zu können. Viel wichtiger wäre für die Löwen das Erreichen des vierten Tabellenplatzes, um die Teilnahme am DFB-Pokal zu sichern. Dafür wäre ein Sieg beim Aufsteiger 1. FC Magdeburg am Samstag (14 Uhr) eine gute Grundlage. Indes steht Niklas Lang wohl vor der Verlängerung.

FCM-Aufstiegsparty am Freitag

Der eine oder andere Löwen-Fan mag die leise Hoffnung haben, der FCM ginge angeschlagen in das vorletzte Liga- und zugleich letzte Heimspiel der Drittliga-Saison. Denn der Aufstieg und die Meisterschaft sind schon perfekt. Am Samstag gibt es den Pokal, am Freitag ist das Team inklusive Feier auf dem Rathausbalkon zum Empfang eingeladen. "Wer solche Empfänge kennt weiß, dass da nichts passiert. Das ist sicher kein Saufgelage. Da wird lediglich den politisch Verantwortlichen die Ehre erwiesen und sich ins Goldene Buch der Stadt eigetragen", sagte TSV-Coach Michael Köllner bei einer Medienrunde. Deshalb rechnet er nicht mit einem verkarterten, sondern "top motivierten und vorbereiteten Gegner".

Die Gefühle an das Hinspiel sind zwiegespalten. Auf der einen Seite bekamen die Löwen zu Hause die Hucke voll, unterlagen mit 2:5. Doch danach lief es beim Klub aus Giesing, der seitdem nur noch drei Spiele verloren hat. "Wir wussten, dass es so nicht weitergehen kann. Nach dem Spiel haben wir einige Dinge verändert", erklärte Köllner rückblickend. Mit einem Sieg könnte seine Mannschaft sogar in der Rückrunde am FCM vorbeiziehen und wäre in dieser Statistik Spitzenreiter.

Keine Weißwürste nach Köln

Doch der Lauf kommt nach der schwachen Hinrunde (25 Punkte aus 18 Spielen) wohl etwas zu spät. Fünf Punkte liegt der TSV hinter dem Relegationsrang, muss auf eine Niederlage des 1. FC Kaiserslautern hoffen und selber die beiden letzten Spiele gewinnen. Von einer extra Motivation in Form von Weißwürsten an den FCK-Gegner Viktoria Köln hält Köllner nichts: "Dadurch werden die Spieler nicht schneller rennen!" Auch ein Anruf bei Viktoria-Trainer Olaf Janßen, mit dem Köllner den Fußballlehrer-Lehrgang absolviert hatte, wird es nicht geben. Stattdessen werde der 52-Jährige darauf achten, "dass ich meine Mannschaft in die Gänge bekomme".

Denn die muss zumindest den vierten Platz und damit die Teilnahme am DFB-Pokal verteidigen. Mannheim liegt zwei Punkte hinter den Löwen, Osnabrück drei Zähler. "Wir wollen alle unsere Spiele gewinnen. Das ist, was uns antreibt, was zählt. Wir freuen uns jetzt auf Magdeburg und auf ein richtig geiles Spiel. Dort wollen wir uns top präsentieren", empfindet er jedoch keinen zusätzlichen Druck. Wieder dabei sein könnten Phillipp Steinhart, Maxim Gresler und Johann Ngounou Djayo, die ins Training zurückgekehrt sind.

Lang vor Verlängerung

Indes steht Niklas Lang vor einer Verlängerung, nachdem sich in den vergangenen Wochen abgezeichnet hatte, dass der 19-jährige Verteidiger den Verein verlassen würde. Geschäftsführer Sport, Günther Gorenzel, hatte durchblicken lassen, dass sich Spieler und Verein unter anderem beim Gehalt nicht einig werden. Doch laut "dieblaue24.de" kam es in den vergangenen Tagen zu einer deutlichen Annäherung der Parteien. Damit würden die Löwen einen ablösefreien Abgang des Talents verhindern. Mehrere Zweitligisten sollen Interesse an Lang haben.

   
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