Köllner kämpferisch: "Haben noch alles in der Hand"

Nach dem Aus im Landespokal will 1860 München nun mindestens Vierter werden, um sich für den DFB-Pokal zu qualifizieren. Dazu will Cheftrainer Michael Köllner am Lotter Kreuz punkten, wo die Löwen am Samstag dem KFC Uerdingen begegnen. Die personelle Lage im Kader entspannt sich derweil.

Trio wieder im Training

Am Dienstag schied 1860 München gegen den Lokalrivalen Türkgücü aus dem Landespokal aus, weswegen der vierte Tabellenplatz nun das Minimalziel der Löwen für die restliche Saison sein wird. "Die Fans waren unheimlich begeistert von der Mannschaft, dass sie ihr letztes Hemd auf den Platz geworfen hat", verfolgte der Coach aufmerksam das Geschehen abseits des Rasens, welches für die Mannschaft von Giesings Höhen spricht. Die Anhänger identifizieren sich mit dem Klub, sodass Köllner auch eine Lanze für Fehler der Youngsters innerhalb seines Teams brach: "Wir haben eben nicht nur fertige Spieler."

Mit dem Landespokal-Aus hat sich der 51-Jährige abgefunden. "Niederlagen gehören zum Sport. In jedem Ereignis liegt aber auch eine Botschaft", zog Köllner seine eigenen Schlüsse aus der Partie, die ihm im Saisonfinale der Liga helfen sollen. Vor dem Löwen liegen neun Spiele, die "wir gut bestreiten wollen". Dann auch wieder mit Semi Belkahia, Daniel Wein und Dennis Erdmann, die sich allesamt für die Partie in Lotte zurückmeldeten. Das Trio schuftete am trainingsfreien Donnerstag für das Comeback – und Köllner war zuversichtlich, dass es ihm – wie im Pokal – nicht an Personal mangelt. Ausfallen wird allerdings Stephan Salger, der beim Spiel gegen Dresden seine fünfte gelbe Karte sah.

Köllners Bart bleibt vorerst

In Lotte begegnet der TSV 1860 dem KFC Uerdingen. "Es ist für Stefan Krämer schwierig, die Mannschaft durch die ungewisse Zeit zu führen, angefangen bei der Infrastruktur mit der Platz- und Trainingssituation", betrachtete Köllner die Situation beim kommenden Gegner differenziert. Die Unruhen hinter den Kulissen sind nicht von der Hand zu weisen, sportlich hat sich der KFC zuletzt allerdings stark rehabilitiert. "Sie werden die drei Punkte genauso wollen wie wir", war sich Köllner daher sicher, dass den Löwen nichts geschenkt wird.

Aus abergläubischen Zwecken blieb daher auch der mittlerweile markante Bart des Cheftrainers dran, obwohl die Erfolgsserie zwischenzeitlich riss. "Wir haben in der Liga noch alles in der Hand, deswegen bleibt der Bart dran", glaubte Köllner weiterhin an die möglicherweise magische Kraft seiner Haarpracht – an die sich inzwischen auch Frau Köllner gewöhnt haben soll. Denn falls es hilft, "wünscht sie mir und der Mannschaft ja nicht schlechtes!" Klar ist aber: Um die Minimalchance auf den Aufstieg aufrecht zu erhalten, müssen beim KFC drei Punkte her.

 
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