Krämer: "Möchte diesen Kader nicht mehr verändern"

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Wenn Neuzugang Maurice Litka seinen Bänderriss auskuriert hat, stehen Stefan Krämer 28 Profis für die neue Saison zur Verfügung. Darf man da von einem aufgeblähten Kader sprechen? Nicht, wenn es nach Meinung des KFC-Trainers geht.

Krämer will "Kader nicht mehr verändern"

Beim KFC Uerdingen herrschte nach dem gelungenen Aufstieg vor allem ein Motto: Klotzen statt Kleckern. Gerade einmal vier Akteure verließen den Verein, wobei sich Innenverteidiger Leon Binder noch einen neuen Arbeitgeber suchen darf. Auf der Gegenseite fanden mit neun Neuzugängen mehr als doppelt so viele Akteure den Weg an die Grotenburg – darunter prominente Namen wie etwa Dennis Daube, Stefan Aigner oder zuletzt Weltmeister Kevin Großkreutz.

Mittlerweile umfasst der Krefelder Kader 27 aktive Kicker, mit Maurice Litka stößt nach auskuriertem Bänderiss in ferner Zeit ein weiterer hinzu. Zu viel Auswahl für die kommende Saison? "Klares Nein", positioniert sich der Fußballlehrer deutlich im Gespräch mit der "Rheinischen Post", "zum einen fällt Litka noch monatelang aus, zum anderen haben wir allein in der Liga 38 statt zuvor 34 Spiele zu bestreiten. Und dazu noch möglichst viele Spiele im Niederrhein-Pokal. Ich möchte diesen Kader jetzt nicht mehr verändern."

Prominenz gewinnt keine Spiele

Um für ein homogenes Mannschaftsgefüge und eine gute Stimmung in der Truppe zu sorgen, sei es explizit wichtig, "jeden Spieler aus dieser Gruppe mitzunehmen, keinen zurückzulassen." Im Gegenzug erwartet der Übungsleiter jedoch auch, dass jeder seiner Akteure sich zu hundert Prozent in den Dienst der Mannschaft stellt: "Dieser Gedanke ist heute Teil des Profifußballs und wer den nicht verinnerlicht, der ist in dem Gewerbe fehl. Genau das erwarte ich von jedem einzelnen meiner Spieler."

Und auch wenn Krämer sicherlich kaum um sein prominentes Trio rund um Stefan Aigner, Maximilian Beister und Kevin Großkreutz herumkommen wird, betont er gegenüber dem Blatt: "Trotzdem möchte ich vor einem warnen. In der Dritten Liga wirst du kein einziges Spiel gewinnen, weil hinten auf einem Trikot irgendein berühmter Name steht. Ich verrate Ihnen, dass es auf vielen Positionen derzeit noch offene Rennen gibt." Ob es sich bei den angesprochenen Positionen jedoch auch um die Posten des klangvollen Trios handelt, darf zumindest schwer angezweifelt werden.

   

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