"Kampf angenommen": 1860 München baut Erfolgsserie aus

Der TSV 1860 München bleibt in Fahrt! Die Löwen gewannen am Mittwochabend ihr Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg nach einer starken Leistung mit 3:0 und festigen ihre Rolle im Aufstiegsrennen. Was Trainer Michael Köllner dennoch die Stimmung etwas eintrübte und was die Löwen im Moment auszeichnet.

Trainer Köllner lobt Auftritt

Einen Wermutstropfen gab es für Michael Köllner dann doch: "Sascha Mölders ist nicht dabei – das ist der einzige Kritikpunkt", sagte der Trainer des TSV 1860 München gut gelaunt am "Telekom"-Mikrofon. Der gelbgesperrte Kapitän und Torjäger der Löwen hatte zu Hause gesessen "und hat mir vor dem Spiel noch geschrieben, dass er brutal nervös ist", verriet sein Trainer. Das Gute für die Münchner: Der Knipser hatte jedoch nicht auf dem Platz gefehlt. Denn auch ohne den 35-Jährigen setzten sich die Sechziger am Mittwochabend mit 3:0 beim 1. FC Magdeburg durch und stehen mit 37 Punkten nach 21 Spielen auf dem zweiten Tabellenplatz. "Das war eine kompakte Mannschaftsleistung. Wir waren unheimlich frisch, laufstark und aggressiv", lobte Köllner den Auftritt seiner Spieler, die "in großen Zügen" haben alles umsetzen können, was der 51-Jährige erwartet hatte. "Wir haben den Kampf auf dem holprigem Acker angenommen", meinte Stephan Salger.

Der starke Auftritt wurde bereits nach neun Minuten belohnt, als sich die FCM-Defensive mit zwei Pässen komplett ausspielen ließ. Stefan Lex, der das Kapitänsamt übernommen hatte, nutzte das aus, umkurvte Magdeburgs Schlussmann Morten Behrens und schob ins leere Tor ein. Es sei wichtig gewesen, sich für die gute Anfangsphase gleich zu belohnen. Die Gäste hatten das Spiel in der Folge weitestgehend im Griff – und einen hervorragend aufgelegten Marco Hiller im Kasten. Der Torhüter parierte gegen Daniel Steininger (37.). "Man hat heute seine Qualität gesehen. Es freut mich, dass es wieder zu Null war, das tut ihm und der Mannschaft gut", so der Trainer.

Die meisten Abwehr-Tore der Liga

Zu Beginn des zweiten Durchgangs kamen zwar kurz auch die Blau-Weißen zu guten Möglichkeiten, doch mit einem Standard-Doppelschlag entschieden die Bayern die Partie. Beide Treffer fielen auf sehr ähnliche Art und Weise. Beide Male brachte Daniel Wein den Ball perfekt in den Strafraum, zuerst traf Salger selbst (56.). Fünf Minuten später legte der Innenverteidiger den Ball quer auf Philipp Steinhart. "Die Standards funktionieren, wir haben gute Abläufe", sagte Salger. Sein Coach nannte die Ausführung der ruhenden Bälle "perfekt".

Bereits zehn Treffer haben die Löwen durch Verteidiger erzielt – mit Abstand die meisten der Liga. Was eben auch an guten Standardsituationen liegt, bei denen die Verteidiger tendenziell am ehesten in Abschlusspositionen kommen. "Wir trainieren relativ oft Standards", so Köllner und Daniel Wein als Ausführender habe "einen richtig guten rechten Fuß". Nach dem dritten Auswärtssieg in Folge – Drittligabestwert für den Verein – geht es für die seit sieben Partien ungeschlagene Mannschaft am Sonntag zu Hause gegen den FSV Zwickau weiter.

   
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