Jacobacci erhofft sich ersten 1860-Sieg: "Umso schneller, desto besser"

Der TSV 1860 München wartet weiterhin auf den ersten Sieg seit dem Trainerwechsel. In Duisburg war die Elf von Maurizio Jacobacci nah dran, doch am Ende mussten sich die Löwen mit einem Remis begnügen. Nun steht ausgerechnet der Tabellenführer SV Elversberg vor den Toren auf Giesings Höhen (Dienstag, 19 Uhr).

"Auftreten und Körpersprache waren sehr gut"

Vor dem Hinspiel in Elversberg war die Münchner Welt in Ordnung, die Löwen führten die Tabelle mit 19 Punkten nach sieben Spiel an. Dann überrollten die Saarländer die Sechzger. "Das war nicht das optimalste Spiel", blickte Neu-Cheftrainer Maurizio Jacobacci auf die 1:4-Niederlage im September zurück, die in ihrer Deutlichkeit damals alle Beobachter der 3. Liga überraschte. Am Dienstagabend geht die SVE als Tabellenführer, aber auch als haushoher Favorit ins Rückspiel. "Wir müssen Elversberg beschäftigen, mutig und zielstrebig nach vorne spielen, um sie in Verlegenheit zu bringen. Wenn man das nicht tut, dann gibt man ihnen die Gelegenheit, ihr schnelles Umschaltspiel aufzuziehen", nahm sich der 60-jährige Fußballlehrer vor. Unter diesen Voraussetzungen soll endlich wieder ein Sieg folgen.

Denn seit dem Trainerwechsel vor sechs Wochen haben die Löwen noch nicht in die Spür zurückgefunden. In Duisburg verspielte 1860 zum zweiten Mal einen 2:0-Vorsprung in der Schlussphase. "Mit etwas Spielglück hätten wir gewinnen können. Das Auftreten und die Körpersprache des Teams waren sehr gut", hob Jacobacci hervor, was ihm trotz des neuerlichen Remis gut gefallen hatte. Leichter wird es für die Löwen aber nicht: "Gegen Elversberg haben wir die nächste Gelegenheit, einen Sieg einzufahren. Auch wenn wir wissen, dass es sehr schwer wird, bin ich optimistisch."

Jacobacci fehlt ein Sieg zum Ankommen

Auf dem Rasen will Jacobacci dafür sorgen, dass "der Funke auf die Fans überspringt". Denn gegen den Tabellenführer wird 1860 die Unterstützung seiner Fans brauchen, wie die veränderte Rollenverteilung vor der Partie deutlich machte. Der Cheftrainer ahnte, was dazu nötig ist, um auch persönlich in München vollends anzukommen. "Es braucht noch einen Sieg dazu. Der erste Sieg ist immer der schwierigste. Umso schneller, desto besser", erklärte der 60-Jährige. Auf Giesings Höhen fühle er sich trotzdem schon wohl: "Es ist sicher nicht einfach, ein nicht funktionierendes Team wieder zum Funktionieren zu bringen. Aber unabhängig davon macht es mir viel Spaß, bei einem solchen Kultverein wie 1860 München zu arbeiten."

Auch für Jacobacci sei der TSV 1860 "sicher einer der größten Klubs", die er trainiert habe. Umso verständlicher sei der Druck, der auf seinen Schultern als Cheftrainer lastet. Lösungen gegen das dominante Spiel der Elversberger müssen her. "Wir haben uns unsere Gedanken gemacht, wie wir das unterbinden können. Das Spiel wird die Antwort geben, ob es fruchtet", so Jacobacci, dem auch klar war, dass es "ein schwieriges, aber auch interessantes Unterfangen" werden wird. Der Einsatz von Yannick Deichmann (Blessur) ist fraglich, während Tim Rieder und Erik Tallig (beide Knieverletzung) weiter ausfallen.

   
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