Ingolstadt feiert Sieg: Hitziger Auftakt zwischen FCI und KFC

Im Duell zwischen den eingespielten Ingolstädtern und dem neu formierten Team vom KFC Uerdingen konnte sich der FCI am Sonntag knapp mit 2:1 durchsetzen. Gerade in der zweiten Hälfte entwickelte sich dabei eine umkämpfte Partie, in der die Schanzer ihren Vorsprung beinahe noch aus der Hand gaben.

Beister erzielt die Führung

Im Audi-Sportpark hätten die Zuschauer beinahe einen kuriosen Start für ihre Schanzer gesehen: Schon in der ersten Spielminute initiierte KFC-Torhüter Lukas Königshofer zwei Chancen für den FC Ingolstadt. Zuerst schoss der Schlussmann einen Ball an den Rücken des heranstürmenden Stefan Kutschke und hatte Glück, dass sich die Bogenlampe nicht in den eigenen Kasten senkte – und dann wurde der Österreicher beinahe von einem Schuss aus 30 Metern ins lange Eck überrascht, weil er zu weit vor dem Kasten stand. Danach versuchte das neu formierte Team aus Uerdingen erst einmal, dem druckvollen Beginn der Schanzer standzuhalten und selbst dabei Nadelstiche nach vorne zu setzen. Und das beinahe mit Erfolg: Beim ersten Gang in den Strafraum kam Christian Dorda zum Abschluss und anschließend von Heinz Mörschel – bei beiden wuchtigen Schüssen war Keeper Fabijan Buntic rechtzeitig unten (12.).

Der Ingolstädter Schwung verpuffte minütlich, weil der KFC gleichzeitig stärker wurde. Dann aber ein Freistoß: Eine abgefälschte Hereingabe von Marcel Gaus stibitzte Beister von Königshofers Füßen, Björn Paulsen legte zurück in die Mitte und Beister musste aus wenigen Zentimetern nur noch einschieben (24.). Anschließend war Uerdingen um die direkte Antwort bemüht, aber mit intensiven Zweikämpfen im Mittelfeld neutralisierten sich die Teams. Eine Chance erarbeitete sich der emsige Adriano Grimaldi, indem er Buntic bei einem langen Abstoß anlief und ebenfalls in Richtung des Tores abblockte (37.). Ein toller Schuss dann noch von Dominik Franke, der nach einer Kopfballabwehr in die Mitte aus 25 Metern anrauschte und Königshofer zum Abtauchen zwang (42.).

Kiprit macht die Partie spannend

Der zweite Abschnitt begann mit einem Schreckmoment für Uerdingen, denn nach einem Treffer am Kopf musste Grimaldi kurzzeitig behandelt werden (47.), aber der verletzungsanfällige Stürmer konnte weitermachen. Anschließend blieb die Partie weiterhin umkämpft und die Schanzer sicherten sich kleinere Chancen durch Caniggia Elva oder auch Maxi Beister (51., 52.). Dann jedoch Verletzungspech. Gaus konnte nicht mehr weitermachen (59.) – doch in der anschließenden Szene schlug der FCI erneut zu. Ein Einwurf wurde in der Mitte verlängert, vom linken Strafraumeck zog Franke ab und Elva hielt vor dem Kasten noch den Fuß rein, 2:0 (61.). Die Partie wurde nach rund einer Stunde von zahlreichen Nickligkeiten und Auswechslungen unterbrochen, eine davon zahlte sich deutlich aus: Mike Feigenspan schickte KFC-Joker Muhammed Kiprit, der Angreifer entwischte der Abwehr und schob trocken zum Anschlusstreffer ein (69.).

Die Uerdinger witterten den Ausgleich, die Ingolstädter wirkten davon verunsichert. Eine Kopfballchance von Dorda landete kurz darauf allerdings nicht im Netz (72.). Die Offensivbemühungen der Schanzer waren im Spiel nicht mehr zu erkennen, im eigenen Strafraum gab es dafür Wirbel, nachdem Tobias Schröck den Ball an die Hand bekam (79.) – das aber aus kürzester Distanz. Ein Schnitzer von Schiedsrichter Tobias Fritsch ließ die Ingolstädter Gemüter dann erhitzen: Statt Gino Fechner die zweite Gelbe – und damit den Platzverweis – auszusprechen, verwarnte der Unparteiische Stefan Velkov (84.). Und dann hätte Paulsen die Partie bereits entscheiden können, aber sein Kopfball nach Ecke klatschte nur an die Latte (86.)! Die Riesenchance zum Ausgleich erhielt dann wieder Kiprit, der eine Freistoß-Hereingabe direkt nahm und nur knapp am langen Eck vorbeizielte (90.). Am Ende konnte der FCI das Ergebnis aber über die Zeit retten.

   
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