"Ich denke, wir bleiben in der 3. Liga": Ismaik macht Hoffnung

Verbleib in der 3. Liga oder Zwangsabstieg in die Regionalliga? Am Mittwoch, wenn um 17 Uhr eine Frist beim DFB abläuft, wird sich entscheiden, in welcher Liga der TSV 1860 München in der kommenden Saison spielen wird. Investor Hasan Ismaik macht den Fans nun Hoffnung auf den Verbleib in der 3. Liga.

"Jeder arbeitet besonders hart"

Sie klangen nicht gerade zuversichtlich, die beiden öffentlichen Statements von Hasan Ismaik in der letzten Woche. So hatte er betont, dass ein Neustart in der Regionalliga "keine Schande" und dass sei ein Rückschritt manchmal "ehrenvoller" sei, als "einen Weg fortzusetzen, der in einem Zusammenbruch mündet". Gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" klingen seine neusten Aussagen jetzt schon wieder ganz anders.

Auf die Frage der "SZ", ob Ismaik am Mittwoch den Zwangsabstieg wie 2017 mit einer "4" verkünden werde, antwortete er: "Ich hoffe nicht. Ich denke, wir bleiben in der dritten Liga, und jeder arbeitet besonders hart, um in der dritten Liga zu bleiben." 2,7 Millionen Euro müssen dafür bis 17 Uhr beim DFB nachgewiesen werden. Doch bekanntlich knüpft Ismaik eine weitere finanzielle Unterstützung an konkrete Bedingungen, nachdem er den Darlehensvertrag einseitig gekündigt hatte. Zumindest mit der Forderung, dass der e.V. auf das Vorkaufsrecht bei künftigen Anteilsverkäufen verzichten muss, ist der Jordanier inzwischen schon wieder zurückgerudert.

DFB-Veto gegen Forderungen?

Die Gespräche zwischen der Profifußball-KGaA und den Vertretern des Investors laufen nach Angaben der "SZ" weiter. Dabei wird wohl vor allem darüber verhandelt, welche Bedingungen an eine mögliche Finanzierung geknüpft werden können und welche Vorgaben rechtlich überhaupt umsetzbar sind. Diskutiert wird dem Bericht zufolge weiterhin über Forderungen zur künftigen Kontrolle der Finanzen. So soll die Investorenseite vorgeschlagen haben, kurzfristig einen externen Finanzfachmann einzusetzen. Dieser sollte nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung begleiten, sondern bei finanziellen Entscheidungen weitreichende Befugnisse erhalten.

Nach den Vorstellungen von Ismaiks Firma HAM hätte die Person eine zentrale Kontrollfunktion übernehmen und bei Ausgaben sowie Maßnahmen zur finanziellen Neuordnung mitentscheiden sollen. Zudem war offenbar vorgesehen, dem Experten zusätzliche Kompetenzen innerhalb der Geschäftsführung einzuräumen. Für Teile dieses Modells soll es allerdings rechtliche Vorbehalte geben. Demnach konnte der DFB den einzelnen Forderungen mit Blick auf die 50+1-Regelung keine Zustimmung erteilen. Ob und in welcher Form die Bedingungen Ismaiks angepasst werden, ist derzeit offen. Sollte 1860 die Zulassung nicht erhalten und als Konsequenz daraus in die Regionalliga absteigen, steht im Raum, dass nicht der TSV Havelse in der 3. Liga verbleibt, sondern Erzgebirge Aue.

   

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