Trotz Verträgen: Havelse nahm Abstand von drei Transfers

Beim TSV Havelse ist es durch den Klassenerhalt am Grünen Tisch zu Unstimmigkeiten bei der Kaderplanung gekommen. Wie die "Neue Presse" berichtet, rückten die Niedersachsen von drei bereits unterschriebenen Vertragsvereinbarungen wieder ab.

Wochenlang kein Kontakt

Demnach sollen Mittelfeldspieler Luis Podolski (KSV Hessen Kassel), Fyn Luca Ebeling (TuS Bersenbrück) und Jonas Lübke (Germania Egestorf/Langreder) bereits im Frühjahr Verträge unterzeichnet haben, die sowohl für die 3. Liga als auch die Regionalliga gültig waren. Nach Angaben der Zeitung behielt der Verein die Unterlagen jedoch zunächst ein, da noch eine weitere Unterschrift erforderlich gewesen sei.

Anschließend habe der Kontakt zu den Spielern über Wochen nahezu vollständig geruht, heißt es. Zu diesem Zeitpunkt plante Havelse nach dem bereits feststehenden Abstieg für die Regionalliga. Durch den Zwangsabstieg des TSV 1860 München erhielt der Klub Anfang Juni überraschend doch noch die Zulassung und richtete seine Personalplanungen daraufhin neu aus.

Verträge "schwebend unwirksam"

Laut dem Bericht informierte der TSV die drei Spieler erst kurz vor dem ursprünglich geplanten Trainingsauftakt darüber, nicht mehr mit ihnen zu planen. Die Betroffenen waren demnach zunächst davon ausgegangen, gültige Verträge unterschrieben zu haben. Juristisch sollen diese jedoch "schwebend unwirksam" gewesen sein, da auf Vereinsseite offenbar nur eine der erforderlichen Unterschriften geleistet worden war. Inzwischen haben Ebeling und Lübke neue Vereine gefunden, während Podolski in Kassel blieb.

Zu den Vertragsangelegenheiten selbst wollte sich der TSV Havelse auf Anfrage der Zeitung nicht äußern. Vereinschef Daniel Wolter räumte allerdings Kommunikationsprobleme ein: "Der Abstieg, die personellen Umbrüche sowie das extrem kurze Zeitfenster nach dem überraschenden Lizenzerhalt haben uns als Verein im Mai und Juni vor immense administrative Herausforderungen gestellt." In dieser Phase seien die interne und externe Kommunikation "leider zu kurz gekommen", was der Verein bedauere.

   

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