Historie zeigt: 1860 München mit sehr guten Aufstiegschancen

Sieben Siege aus zehn Spielen und Tabellenplatz 1: Der TSV 1860 München blickt auf einen starken Saisonstart zurück. Und die Karten stehen sehr gut, dass die Sechzger am Ende ihr Saisonziel erreichen und den Aufstieg feiern können. Der Blick in die Historie der 3. Liga zeigt das.

Köllner blickt auf "Mega-Bilanz"

Nach einem extrem guten Start in die Spielzeit befindet sich der TSV 1860 aktuell in einer kleinen Formdelle. Dem 1:4 gegen die SV Elversberg folgte kurz darauf im Landespokal eine 0:1-Niederlage gegen den FV Illertissen. Nun gab es am Wochenende ein 1:1 gegen den BVB II. "Leider haben wir es nicht geschafft, am Ende konsequenter zu spielen. Aber das ist kein Vorwurf, kämpferisch hat die Mannschaft alles geben", sagte Trainer Michael Köllner.

Nach zehn Spielen steht seine Mannschaft mit 23 Punkten auf dem ersten Tabellenplatz, konnte sieben Siege holen, verlor nur ein Spiel. Deshalb sei der 52-Jährige "grundsätzlich sehr zufrieden" und blickt auf eine "Mega-Bilanz" seiner Spieler. "Das hätten nur die ganz kühnsten Optimisten erwartet." Doch alle Beteiligten wüssten, dass es "ein langer Weg ist", das gesteckte Ziel, den Aufstieg in die 2. Bundesliga, zu schaffen.

Nur Offenbach verpasste den Aufstieg

Deshalb lohnt ein Blick in die vergangenen Jahre, wie die Aufstiegschancen des TSV stehen. Tatsächlich gab es seit der Gründung der 3. Liga im Jahr 2008 erst eine Mannschaft, die nach zehn Spielen ebenfalls 23 Punkte auf der Habenseite hatte. Gleich in der Debüt-Saison war dies dem SC Paderborn gelungen. Die Ostwestfalen landeten am Ende auf dem 3. Platz, setzten sich in der Relegation gegen den VfL Osnabrück durch und stiegen auf.

Fünf Mannschaften waren zum selben Zeitpunkt besser als die Löwen. Die Kickers Offenbach hatten 2010/11 schon 25 Punkte, wurden am Ende allerdings nur Siebter. Dieselbe Ausbeute hatte auch der 1. FC Heidenheim drei Jahre später. Das Team von Trainer Frank Schmidt packte als Meister den Aufstieg. Noch besser war Dynamo Dresden in der Spielzeit 2015/16 mit 26 Punkten. Auch die Sachsen stiegen als Erster auf. Im Spieljahr 2017/18 waren mit Paderborn (25 Punkte) und dem 1. FC Magdeburg (26) sogar zwei Teams noch besser gestartet. Das Team aus Sachsen-Anhalt wurde Meister, der SCP Zweiter.

"Im Fußball gibt es kein Innehalten"

Heißt also: Wer nach zehn Spieltagen mindestens 23 Punkte hatte, packte am Ende – wenn auch eventuell über den Umweg Relegation – mit einer Ausnahme den Aufstieg. Somit stehen die Aufstiegschancen der Löwen rein statistisch bei rund 83 Prozent – zumindest, wenn man nur auf die Historie blickt. "Wir können sehr zufrieden die erste Bilanz ziehen", meinte Köllner. "Aber das bringt nichts, wenn du das nächste Spiel nicht gewinnst. Im Fußball gibt es kein Innehalten. Du musst immer alles reinhauen." Den nächsten Härtetest gibt es am Samstag zu Hause im Bayern-Duell gegen den FC Ingolstadt.

   
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