Hinrunden-Prognose #2: Die Plätze 1 bis 10

In wenigen Wochen ist die Hinrunde der 20 Klubs absolviert. Ein erstes Fazit zogen wir bereits vor einigen Wochen, seitdem aber hat sich einiges getan: Verloren geglaubte Klubs wurden zu Leben erweckt, andere vermeintliche Spitzenteams mussten abreißen lassen. Wohin führt der Weg der Drittligisten bis zum Ende der Hinrunde? liga3-online.de analysiert die Situationen und wagt eine Prognose. Im zweiten Teil blicken wir auf die ersten zehn Mannschaften der Tabelle.

[box type="info"]Hinrunden-Prognose #1: Die Plätze 11 bis 20[/box]

Platz 1: MSV Duisburg

Ist der MSV Duisburg der wohl unrühmlichste Tabellenführer aller Zeiten? Seit vier Spieltagen haben die Zebras nicht mal mehr ein Tor erzielt, bewahren aber aufgrund mangelnder Verfolger weiterhin die Tabellenspitze. Zwar sitzt die Defensive felsenfest, im Sturm aber besitzt die Mannschaft von Trainer Ilia Gruev massive Probleme. Geht es so weiter, dürfen sich die Meidericher bald das torungefährlichste Team der ganzen Liga nennen. Noch immer ist Duisburg klarer Aufstiegskandidat – ganz so sehr in Stein gemeißelt wie noch vor vier Wochen erscheint dieser Status aktuell aber nicht mehr.

Prognose: Platz 1 bis 4

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Platz 2: Sportfreunde Lotte

Einem 6:0 über den SC Paderborn sei Dank: Aufsteiger Sportfreunde Lotte hat sich zurück auf den zweiten Platz katapultiert. Kann diese Momentaufnahme von Dauer sein? Seien wir ehrlich: Auf dem Zettel hatte diesen Klub niemand, und ein Einbruch erscheint jederzeit möglich. Durch die Mehreinnahmen im Pokal besitzt Lotte aber Reserven, um im Winter nachrüsten zu können, die Breite im Kader erhöhen zu können. Ist ein Verbleib im Aufstiegsrennen dann möglich? Wir sagen: Ja! Die Sportfreunde Lotte muss jeder Aufstiegsanwärter auf der Rechnung haben.

Prognose: Platz 4 bis 7

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Platz 3: Hallescher FC

Seit dem Drittliga-Aufstieg im Jahr 2012 steht der Hallesche FC für eine Platzierung irgendwo im Drittliga-Mittelfeld. Nie war man wirklich nahe am Aufstieg, musste aber ebenso selten wirklich um den Klassenerhalt zittern. Ändert sich die Rolle des HFC in dieser Spielzeit? Nach 15 Spieltagen hat Rico Schmitt seine Mannen auf den 3. Rang befördert. Das ist allen voran auf eine sichere Defensive zurückzuführen – und natürlich auf einen Lauf von mittlerweile zehn Spielen ohne Niederlage. Das sorgt für Selbstvertrauen. Ob die Qualität über 38 Spieltage aber für die vordersten Plätze reicht, muss noch in Frage gestellt werden.

Prognose: Platz 5 bis 8

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Platz 4: VfL Osnabrück

Der VfL Osnabrück – er versucht es seit nunmehr sechs Jahren, zurück ins Bundesliga-Unterhaus zu stürmen. Fünf Mal scheiterten die Lila-Weiß mal mehr, mal weniger knapp. Und auch in 2016/2017 will die Elf von Joe Enochs doch zumindest eine gute Rolle spielen. Das gelingt im bisherigen Saisonverlauf, der aber noch von einigen Unregelmäßigkeiten geprägt ist. Acht Punkte in sieben Spielen sammelte Osnabrück zuletzt – aufstiegswürdig ist das nicht. Kann es das noch werden? Unter Umständen ja. Die Tendenz aber geht eher in Richtung vorderes Mittelfeld.

Prognose: Platz 3 bis 6

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Platz 5: Chemnitzer FC

Nicht erst seit dieser Saison steht der Chemnitzer FC auf der Favoritenliste zahlreicher Experten. Werden die Sachsen diesen Vorschusslorbeeren endlich gerecht? Nun gut, der Saisonstart verlief bereits vielversprechend. Ein Einbruch wie in der vergangenen Spielzeit ist aktuell nicht abzusehen, ganz im Gegenteil: Das Sturmduo Anton Fink und Daniel Frahn ist das gefährlichste der gesamten Liga und könnte zum entscheidenden Trumpf der Himmelblauen im Aufstiegskampf werden. Bisher schaffte es der CFC nie, in den entscheidenden Wochen noch eine große Rolle im Rennen um die 2. Bundesliga zu spielen. In diesem Jahr könnte alles anders werden…

Prognose: Platz 1 bis 4

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Platz 6: VfR Aalen

Immer noch profitiert der VfR Aalen von einem überraschend starken Saisonstart und hat so schon wichtige Punkte für den Klassenerhalt erbeuten können. Klar: Ganz oben werden die Schwaben nicht dauerhaft mitspielen, das hat auch niemand vorausgesetzt. Bleibt das Verletzungspech aus und schafft es Peter Vollmann weiterhin, die Schwarz-Weißen zur perfekten Ausführung einer simplen Fußballidee zu bewegen, dann ist aber sogar ein Platz in der oberen Tabellenhälfte drin. Abstiegskampf deutet sich auf der Ostalb derweil überhaupt nicht an.

Prognose: Platz 8 bis 11

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Platz 7: Fortuna Köln

Warum befindet sich Fortuna Köln eigentlich in der oberen Tabellenhälfte? Ganz einfach: Sie haben sich im bisherigen Saisonverlauf schon sieben Siege erarbeitet. Das deutlich negative Torverhältnis lässt jedoch erahnen, dass die Domstädter ebenso auch schon einige Leistungsaussetzer zu verzeichnen hatten. Irgendwie ist die Mannschaft um Trainer Uwe Koschinat eine Wundertüte geblieben, die aber mit großen Schritten zum Ziel Klassenerhalt stapft. Das ist allemal realistisch – der Verbleib in der oberen Tabellenhälfte dagegen weniger.

Prognose: Platz 11 bis 15

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Platz 8: FSV Frankfurt

Neun Spiele ungeschlagen ist mittlerweile der FSV Frankfurt. Und das nach einem katastrophalen Saisonstart für den Zweitliga-Absteiger! Die Bornheimer nun seriös einzuschätzen, ist alles andere als leicht. Andererseits wurde zuletzt selbst Spitzenteams wie dem VfL Osnabrück, den Sportfreunden Lotte oder dem MSV Duisburg die Stirn geboten. Aktuell erscheint ein Verbleib im Verfolgerfeld damit sicherlich nicht unrealistisch. Eine Minimalchance ist sogar für den Ausreißer nach ganz oben gegeben.

Prognose: Platz 4 bis 8

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Platz 9: Hansa Rostock

Kaum ein Team ist aktuell derart schwer einzuschätzen wie Hansa Rostock! Denn nichts kann die Kogge so wirklich beschreiben. Ja, sie besitzt eine gute Defensive, während es vorne hin und wieder hapert. Ja, sie liefert konstante Auftritte – kann sich damit aber nur in der oberen Tabellenhälfte festsetzen. Ist in diesem Jahr mehr drin? Wahrscheinlicher stellt sich das Szenario eines Verbleibs an Ort und Stelle dar, vielleicht kratzt Rostock auch am oberen Drittel. Für mehr fehlt vorne ein Knipser, der in engen Begegnungen den Unterschied machen kann.

Prognose: Platz 7 bis 10

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Platz 10: Holstein Kiel

„Nur“ Zehnter – das würde Holstein Kiel in der Endabrechnung überhaupt nicht schmecken, davon ist auszugehen. Klar: Wer mit Spielern wie Dominic Peitz oder Dominick Drexler in die Saison startet, der ist automatisch Kandidat für die oberen Ränge. Und das gibt Kiel spielerisch bisher auch wieder, nur die Ergebnisse sind bisher nicht zufriedenstellend. Schaut man auf den Fußball, den Kiel unter Markus Anfang spielt, erscheint ein Aufrücken in die Spitzengruppe jedoch nur noch eine Frage der Zeit. Kiel bleibt Kandidat für den Aufstieg in die 2. Bundesliga – auch weil vier Zähler Rückstand bei 23 verbleibenden Spielen durchaus aufholbar klingen.

Prognose: Platz 2 bis 5

 

   
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