Herber Rückschlag für Würzburg: "Zu keiner Zeit konkurrenzfähig"

"Das war nix". So fasste Würzburgs Trainer Danny Schwarz die Leistung seiner Mannschaft am Dienstagabend zusammen. Der 46-Jährige war über die Leistung bei der 0:2-Heim-Niederlage gegen Eintracht Braunschweig entsetzt. Vor allem die Anfangsphase war ein Rückfall in schlimme, schon überwunden geglaubte Zeiten. Somit steckt das Team weiter tief im Abstiegskampf.

"Nichts mit dem zu tun gehabt, was wir besprochen haben"

Den Frust von Danny Schwarz bekam erstmal der Stuhl zu spüren. Schon früh im ersten Durchgang beförderte der 46-Jährige seine Sitzmöglichkeit in die Luft, musste einfach mal Dampf ablassen. Denn was er bis dahin von seiner Mannschaft gesehen hatte, erschrak den Fußballlehrer. "Das hatte nichts mit dem zu tun gehabt, was wir besprochen haben", sagte Schwarz auf der Pressekonferenz. Ihm war auch einige Minuten nach dem Abpfiff noch deutlich anzumerken, dass ihm der Auftritt seiner Spieler deutlich zugesetzt hatte. "Wir hatten null Griffigkeit, Zweikampfpräsenz- und härte, kein aggressives Verschieben oder Anlaufen", führte er fort. "Und eine Fehlpassquote, die seinesgleichen sucht."

Diese Kombination habe eine erste Hälfte ergeben, in der "er schon Schlimmstes befürchtet hatte". Denn nach Braunschweiger Treffer durch Sebastian Müller (8.) und Lion Lauberbach (15.) zeichnete sich ein Debakel ab. "Nach 20 Minuten hätte ich die halbe Mannschaft auswechseln können", meinte Schwarz. Aber er wollte das Team nach dem 0:2 ins Spiel finden lassen. Das funktionierte zumindest. "Aber auf ganz niedrigem Niveau. Wir waren zu keiner Zeit konkurrenzfähig."

"Das war nix"

Nachdem die Mannschaft unter Schwarz in den ersten vier Partien ungeschlagen blieb und acht Punkte holte, war die Pleite am Dienstagabend mehr als nur die zweite Niederlage in Folge. "Das Ergebnis und die Leistung frustrieren mich", sagte Angreifer Marvin Pourié bei "MagentaSport". Die Mannschaft sei "null auf dem Platz" gewesen. "Heute können wir zufrieden sein, dass wir nur zwei Gegentore bekommen haben." Schließlich hatten die Gäste noch mehrere gute Möglichkeiten, trafen allein zweimal das Aluminium.

Um schnellstmöglich aus dem Abstiegssumpf zu kommen, sollte die Mannschaft "wieder zu den Basics" kommen, ein "einfaches, normales Spiel" durchziehen. "Wir machen es zu kompliziert, das kostet auf Dauer auch Körner." Sein Trainer hofft, dass der Spielverlauf für sich allein schon einen Effekt auf die Profis hat. "Ich hoffe, die Mannschaft ist selber über sich erschrocken. So habe ich sie in den vergangenen Wochen noch nie gesehen. Das war nix."

Kopacz fehlt gesperrt

Eine Reaktion können und müssen die Würzburger am Samstag beim ebenfalls kriselnden Halleschen FC zeigen. Dabei wird David Kopacz fehlen. Der Mittelfeldspieler sah nach 61 Minuten die gelb-rote Karte und wird somit beim Duell an der Saale fehlen. "Das ist das Brutalste an dem Spiel, dass er uns wegbricht", meinte Schwarz. Nach dem Seitenwechsel habe er in den ersten zehn Minuten gemerkt, "die Jungs wollen nochmal. Aber mit der gelb-roten Karte war der Stecker gezogen". Als Vorletzter ist der Absteiger nun vier Punkte hinter dem ersten Nichts-Abstiegsplatz. Eine erneute Niederlage in Halle darf sich das Team deshalb nicht erlauben.

   
Back to top button