Hansa Rostock legt Einspruch gegen DFB-Urteile ein

Es ist bislang ein teurer Dezember für den F.C. Hansa Rostock: Seit Beginn des Monats wurde die Kogge vom DFB-Sportgericht mit vier Geldstrafen von insgesamt 75.275 Euro belegt. Gegen zwei Urteile hat Hansa nun Einspruch eingelegt.

Wie Hansa die Einsprüche begründet

13.250 Euro für die Vorfälle bei den Spielen gegen Magdeburg und Duisburg, 45.925 Euro für die Pyroshow bei der Partie in Mannheim, 9.000 Euro für die Vorkommnisse in den Spielen gegen Ingolstadt und Braunschweig sowie 7.100 Euro für die Vorfälle beim Jena-Spiel: Alle paar Tage erhielt der F.C. Hansa Rostock in den vergangenen zwei Wochen unschöne Post vom DFB aus Frankfurt. Während die Kogge den Zahlungen über 13.250 Euro und 9.000 Euro zugestimmt hat, legte sie gegen die anderen beiden Urteile mit einem Gesamtwert von 53.025 Euro Einspruch ein. 

Der Grund: Beim Mannheim-Urteil stört sich der F.C. Hansa an der durch den DFB ermittelten Anzahl von mindestens 40 Rauchfackeln und mindestens 30 Raketen. "Nach unserer Zählung waren das deutlich weniger", begründet Hansa-Vorstandsvorsitzender Robert Marien gegenüber liga3-online.de. Auch die Spielunterbrechung sei noch zu klären. Der Hintergrund: Zeitgleich zur Pyroshow im Gästeblock qualmte es auch im Mannheimer Block. Dass die Partie für zwei Minuten unterbrochen werden musste, lastete der DFB pauschal beiden Vereinen an. Allerdings sei der Rauch aus dem Hansa-Block aufgrund der offenen Stadionecken schneller abgezogen, meint Marien und hofft, dass sich allein dadurch die Geldstrafe reduziert.

Bei der Strafe für die Vorfälle in Jena sind der Kogge die 5.000 Euro, die für das Anstimmen eines rassistischen Fangesangs aus der Gesamtstrafe von 7.100 Euro heraus fällig werden, ein Dorn im Auge. Zwar bestätigte Marien, dass der entsprechende Gesang ("Zick, zack, Zigeuner Pack") tatsächlich angestimmt wurde, allerdings nur von "zwei, drei Leuten". Viele anderen Anhänger sollen den Gesang sofort unterbunden haben, berichtet der Hansa-Boss. 

Kein Freifahrschein

Doch auch wenn sich Hansa nun gegen zwei der vier Dezember-Urteil wehrt: Als Freifahrschein will Marien die Einsprüche nicht verstanden wissen: "Fakt ist, dass schlicht zu viel gezündet wird." Allein in dieser Saison wurde Hansa bereits zu 92.075 Euro verurteilt, seit 2013 wurden fast 400.000 Euro fällig – Spitzenwert aller Drittligisten. "Mit dem Geld hätte man einiges machen können", ärgert sich Marien, zumal die Strafe für die Pyroshow in Düsseldorf am vergangenen Wochenende noch aussteht.

   
  • Ceqfmal Qeauglkey

    Es gibt auch die Möglichkeit lyrisch zu "zündeln". Das könnte vor oder nach einem Fußballspiel stattfinden.

    Man läßt sich dazu ein passendes Gedicht einfallen, welches den Gegner mehr oder weniger provozierend thematisiert.
    Dem Heimverein würde die Fans damit Kosten ersparen. Wegen Dichtkunst kann ein Ligaverein vom Sportgericht schlecht belangt werden. Das provokante Poem würde nicht im Stadion, sondern im Internet "gezündet" werden. Beispielsweise in der Bookrix-Gruppe, die per folgendem Link angeklickt werden kann:
    https://www.bookrix.de/post/group;content-id:group_20114916210,id:2167091.html
    CQ

  • weihnachtsmann

    "Allerdings sei der Rauch aus dem Hansa-Block aufgrund der offenen Stadionecken schneller abgezogen"- herrlich, diese "Argumentation" *lach*

  • Kunde

    Was hätte man mit dem Geld machen können? Einen 2. Verhoek anstellen?

    • Jan

      Nachbau der Flutlichtmasten

    • Fat Tony

      Pyrotechniker bezahlen zum Besipiel. ;-)

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