Hansa: Mit klarem Kopf ins Spitzenduell gegen Paderborn

Zwei Wochen nach der Partie gegen den 1. FC Magdeburg erwartet der F.C. Hansa Rostock das nächste Top-Team im Ostseestadion. Kein geringerer als der Tabellenführer SC Paderborn 07 bittet zum Spitzenduell am 29. Spieltag.

Kaum Vorbereitung: Kogge hat keine Zeit, zum Grübeln

Nur kurz war die Vorbereitung für die Rostocker auf diese heiße Partie. Die Hanseaten, durch eine Buspanne erst am frühen Donnerstagmorgen aus Zwickau wieder in der Heimat gelandet, hatten lediglich einen Tag, um bestimmte Abläufe einzustudieren und durchzusprechen. Etwas Gutes konnte Trainer Pavel Dotchev aber auch dieser Tatsache abgewinnen: "Wir hatten nicht mehr viel Zeit, um nach der Niederlage nach hinten zu schauen und zu grübeln.“ In der Tat, die Pleite in Zwickau war ärgerlich und womöglich auch vermeidbar, wenn der FCH eine der vielen Chancen genutzt hätte. So treffen am Samstag zwei Teams aufeinander, die momentan Punkte benötigen. Hansa mit zuletzt einem mageren Pünktchen aus zwei Partien und Paderborn gar seit fünf Ligaspielen ohne Sieg. Der Tabellenführer zehrt lediglich von dem großen Vorsprung aus der ersten Saisonhälfte. "Es ist ein wichtiges Spiel für beide Mannschaften“, weiß daher auch Dotchev.

Dotchev: Bischoff hilft uns nur mit hundert Prozent Leistung

"Wir müssen uns freispielen", erklärt er die Tatsache, dass einige Spieler sich zu viele Gedanken machen. "Paderborn ist besser aufgestellt. Jeder kann da die Tore machen. Wir dagegen sind durchschaubar", so der 52-Jährige. In der Tat ist Hansa leicht zu berechnen, gerade wenn Stürmer Soufian Benyamina nicht trifft. "Ich habe auch das Gefühl, dass Pascal Breier sich zu viele Gedanken macht. Davon müssen wir uns befreien“, so Dotchev weiter. Heißt im Klartext: Volle Konzentration auf das Spiel vor eigenem Publikum. "Wir müssen frech und selbstbewusst auftreten", fordert er. Ob es für den zuletzt mit muskulären Beschwerden pausierenden Amaury Bischoff für die Startelf reicht, ließ der Coach noch offen. "Ich muss mit ihm noch darüber sprechen. Er hat ja kaum mit der Mannschaft trainieren können", so Dotchev über seinen Kapitän, der dem Team nur mit "hundert Prozent Leistung weiterhelfen kann."

Wiedersehen: Baumgart zu Gast bei seiner „alten Liebe“

Ein großes Wiedersehen wird es für den gebürtigen Rostocker und jetzt SCP-Coach Steffen Baumgart geben. Sieben Jahre lang schnürte Baumgart die Fußballschuhe für die Kogge, erzielte in 194 Spielen 35 Treffer und stieg mit Hansa in die Bundesliga auf. Und auch die Ex-Hanseaten Robin Krauße, Ben Zolinski und Philipp Klement kehren an ihre alte Wirkungsstätte zurück; Letztere zwei liefen sogar 2012/2013 mit Baumgart als Co-Trainer für die Kogge auf. Auf der anderen Seite freut sich Ex-SCP-Spieler und Ex-Coach Dotchev auch auf eine emotionale Partie. "Paderborn ist und bleibt ein Verein mit dem ich sehr eng verbunden bin. Ich habe da viel erlebt – viel Positives und auch ein bisschen Negatives." Das Hinspiel in Paderborn endete übrigens mit einer 1:2-Niederlage für die Hanseaten. Ein guter Grund für Dotchev, dieses Ergebnis wieder wettzumachen. "Das hatte etwas Beigeschmack und hat Spuren hinterlassen. Auch deshalb wäre es schön, wenn wir das wiedergutmachen können", fordert er.

   
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