"Gibt gute und weniger gute Tage": Wohin führt der Waldhof-Weg?

Der SV Waldhof Mannheim gehört aktuell zu der Gruppe, die im gesicherten Mittelfeld der Tabelle steht. Nach unten wie oben sind die Abstände so groß, dass die Zielsetzung bei den Kurpfälzern offen ist. Cheftrainer Luc Holtz bediente sich einer klassischen Motivation.

"Diese Woche war jetzt etwas besser"

Am Freitagabend (19 Uhr) wird Waldhof Mannheim den SSV Ulm 1846 als Gast im Carl-Benz-Stadion begrüßen. Die krachenden Pleiten gegen Verl (2:5) und Rostock (0:4) sind vergessen, weil die Kurpfälzer das Blatt gegen Viktoria Köln (3:1) drehen konnte. "Nach den beiden Niederlagen war man niedergeschlagen, was für die Moral jedes Einzelnen nicht so schön war. Deshalb waren die Wochen nicht schön. Aber diese Woche war jetzt etwas besser", freute sich Luc Holtz bei der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag über die Trendwende, die seine Mannschaft eingeleitet hat – und jetzt bestätigen muss.

Denn aufgrund der Tabellensituation ist die Saison für den Waldhof schwierig. Der Abstand zu den Spitzenplätzen beträgt schon acht Punkte, der Vorsprung vor der Abstiegszone aus Mannheimer Sicht glücklicherweise schon zehn Zähler. Wie motiviert der Cheftrainer eine Mannschaft, für die es vielleicht schon früh um nichts mehr geht? "Mein Anspruch ist, so viele Punkte wie möglich zu sammeln und vom unteren Tabellendrittel wegzubleiben", bediente sich Holtz einer klassischen Motivation. Denn 32 Zähler werden noch nicht zum Klassenerhalt ausreichen. "Wenn wir dann nach oben hin noch eine bessere Positionierung machen können, dann werden wir das tun."

"Wenn ich das jetzt genau erklären könnte"

Ohne Jascha Brandt (Kreuzbandriss), Julian Rieckmann (Rippenprellung) und Sascha Voelcke (Schambeinentzündung) wird Mannheim die nächste Aufgabe gegen den SSV Ulm angehen. "Das ist eine Mannschaft, die nach der Winterpause gut gestartet ist", verwies Holtz auf die beiden Siege der Spatzen, die den Klub bis auf einen Zähler an das rettende Ufer herangeführt haben. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass ein Gegner kommt, der zum Teil mit dem Rücken zur Wand steht, aber natürlich jetzt auch den unbedingten Willen zeigen wird, aus dieser Gefahrenzone herauszukommen." Das nötige Selbstvertrauen wird Ulm durchaus mitbringen.

Und der Waldhof? Die bisherige Berg- und Talfahrt der Mannheimer gipfelte in den jüngsten Ergebnissen, die – auch aufgrund der Leistungen – kaum unterschiedlicher hätten ausfallen können. "Wenn ich das jetzt genau erklären könnte, dann würde ich das ja immer gleich so machen", bewertete Holtz die Ausgangslage. "Eine genaue Erklärung für die Unterschiede habe ich auch noch nicht. Es gibt auch einfach gute Tage und weniger gute Tage." Und vor 8.000 Zuschauern im eigenen Stadion wird der Luxemburger selbstverständlich wieder auf einen besseren Auftritt bauen.

   

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