Fünf Gründe für den Höhenflug des SV Meppen

24 Punkte aus 15 Spielen: Nach dem sportlichen Abstieg in der vergangenen Saison grüßt der SV Meppen nun überraschend vom Relegationsplatz. liga3-online.de nennt fünf Gründe für den Erfolg des SVM.

Grund 1: Abstieg hat zusammengeschweißt

Mit 41 Punkten hätte sich der SVM in der abgelaufenen Saison unter normalen Umständen aus der 3. Liga verabschiedet. Doch die Rettung folgte später, sechs Wochen vor dem Start der neuen Saison am grünen Tisch, nachdem der KFC Uerdingen keine Lizenz erhalten hatte. Statt des nach einem Abstieg eintretenden großen Umbruchs waren die Zu- und Abgänge überschaubar. Denn der Großteil des Kaders hatte noch einen Vertrag für die 3. Liga und somit die Chance, nach der gerade noch abgewendeten Schmach, zu zeigen, dass es alle besser können. Und das scheint aktuell Früchte zu tragen. Denn auf eine Wiederholung des andauerndes Misserfolgs hat keiner Lust. "Jeder reißt sich bei uns den Arsch auf. Es ist einfach geil, wie wir unsere Fehler gegenseitig ausbügeln und füreinander arbeiten", sagte Keeper Erik Domaschke nach dem 1:0-Auswärtssieg bei Borussia Dortmund II.

Grund 2: Demut

Doch zu Überheblichkeit und Nachlässigkeit wird es trotz des aktuellen Erfolgs bei den Niedersachsen nicht kommen. Dafür sind die Erlebnisse aus dem Mai, als es am letzten Spieltag nicht für die sportliche Last-Minute-Rettung gereicht hatte, zu präsent. Denn – da sind sich alle einig – gehen die nächsten Partien verloren, steht in dieser engen Liga auf einmal wieder der Abstiegskampf auf dem Programm. "Unser Ziel ist es daher, erst einmal den Klassenerhalt schnellstmöglich in trockene Tücher zu bringen", sagte Steffen Puttkammer im Interview mit liga3-online.de.

Grund 3: Enge Spiele gewonnen

Trotz des dritten Platzes hat das Schmitt-Team die schlechteste Tordifferenz (-2) der ersten zwölf Mannschaften. Um dennoch 24 Punkte aus 15 Partien zu holen, bedarf es knappen Siegen, gepaart mit wenigen – dafür teils höheren – Niederlagen. So wie am 5. Spieltag, als es ein 0:5 bei Waldhof Mannheim gab. Schon sechs Mal setzte sich der SVM mit einem Tor Unterschied durch. Zuletzt sogar gegen Wiesbaden (3:4), Türkgücü und Dortmund (jeweils 1:0) gleich drei Mal in Serie.

Grund 4: Stark nach Führung

Eminent wichtig, um erfolgreich zu sein, ist das Halten von Führungen. Daran zeigt sich oftmals die Reife und Stärke einer Mannschaft. Klappt bei den Meppenern bislang sehr gut. Zehn Mal war die Truppe bislang in Front, holte sieben Siege und verlor lediglich zwei Duelle (1:3 beim HFC und 2:3 gegen den FCM). In der vergangenen Spielzeit war das Team insgesamt nur 14 Mal in Führung, hat diesen Wert nun schon nach nicht einmal der Hälfte der Saison fast erreicht.

Grund 5: Bereits elf Torschützen

Stünde die Mannschaft am anderen Ende der Tabelle, könnte diese Statistik freilich negativ betrachtet werden: der SVM hat keinen Knipser! Mit vier Treffern ist aktuell Luka Tankulic der beste Schütze, dahinter folgen drei Spieler mit zwei Treffern. Doch im Erfolgsfall wird uminterpretiert – das Team ist für den Gegner schwer auszurechnen. Kein Akteur steht als absoluter Zielspieler im Fokus des Geschehens. Last und Verantwortung verteilen sich auf mehrere Schultern. Der Gegner hat die Augen nicht immer überall, das haben die bislang elf Torschützen ausgenutzt.

   
  • Phillip

    So einen Artikel hätte ich spätestens nach dem 8. ungeschlagenen Spiel auch mal über den FSV erwartet, aber meine Erwartungen sind wohl zu hoch. Oder gibts solche Artikel nur für Teams in der oberen Tabellenhälfte?

  • Möppi

    Alles nicht von der Hand zu weisen. Trotzdem immer schön auf dem Boden bleiben. Die Mannschaft ist dieses Jahr zwar deutlich stabiler als in der letzten Katastrophensaison, eine Spitzenmannschaft sind wir allerdings beileibe nicht. Wenn es gut läuft, sichern wir frühzeitig den Klassenerhalt. Das wäre spitze!

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