FWK ärgert sich: "Chancenauswertung war eine Katastrophe"

Die Würzburger Kickers behalten auch nach dem 13. Spieltag den Status als Mannschaft mit den meisten Gegentoren, weil ihnen der MSV Duisburg am Samstag erneut zwei Dinger ins Netz legte. Am meisten ärgerte es das Team vom Dallenberg, dass sie dabei eine Lehrstunde in effizienter Chancennutzung erhielten.

Würzburg fehlt Matchglück

"Ich habe heute gedacht, dass wir das Matchglück brauchen, weil ich wusste, dass die Mannschaft ein gutes Spiel machen wird", begann FWK-Trainer Michael Schiele die Pressekonferenz nach der 0:2-Niederlage gegen den MSV Duisburg – und behielt Recht. Denn ein gutes Spiel machte die Mannschaft vom Dallenberg durchaus, nur das gewünschte Glück blieb aus. Sehr zum Ärgernis des Coaches: "Wir hatten die Chancen, wo wir den Ball anbringen und den Punch setzen müssen. Aber wir haben den irgendwie nicht reingedrückt."

Effizienter gestalteten es die Duisburger, die mit zwei Torschüssen zwei Treffer erzielte. Das sorgte für Frust, auch bei Robert Herrmann: "Aus der ersten kleinen Möglichkeit bekommen wir direkt das 0:1 und das ist immer bitter, dass wir aus diesen kleinen Dingen immer einen kriegen." Der Abwehrspieler ärgerte sich, dass Würzburg zuvor nicht die eigenen Chancen nutzte, um den Spielverlauf anders zu gestalten. "Es hat heute wieder nicht geklappt, in Führung zu gehen und dann ist es für uns immer schwer, wieder Fuß zu fassen", klagte Herrmann und betonte, dass nicht "alles schlecht" gewesen sei. Duisburg war nur effektiver: "Es waren zwei Möglichkeiten, die sie eiskalt nutzen."

"Hat nichts mit Cleverness zu tun"

Kritisch befasste sich auch Innenverteidiger Daniel Hägele mit dem Spielverlauf, eine Führung wäre dem Vizekapitän recht gewesen: "Wenn wir ein Ding machen, dann können wir auch ein bisschen gestaffelter stehen und uns mehr auf die Defensive konzentrieren." Wichtig sei, dass man die gegnerischen Angriffe besser verteidigt – so, wie in der zweiten Hälfte: "In kann mich in der zweiten Halbzeit nicht mehr an eine gefährliche Situation erinnern."

Gleichzeitig aber muss sich der FWK auch die eigene Chancenverwertung ankreiden lassen. "Wir haben vier Hunderprozentige ausgelassen", schimpfte Hägele regelrecht und konstatierte: "Es hat nichts mit Cleverness zu tun, das war mehr unser Unvermögen vorne und hinten." Auch Schiele ärgerte sich gegenüber "Magenta Sport": "Die Chancenauswertung war eine Katastrophe." Und so kassierten die Würzburger trotz ansehnlicher Leistung erneut zwei Gegentreffer, noch in keinem Spiel konnte die Mannschaft vom Dallenberg in dieser Saison die Null halten "Wichtig ist, dass wir die Torchancen haben und dann werden wir sie auch weniger reinhauen", zeigte sich Schiele zuversichtlich und warf schon einmal eine Idee auf, wie es möglicherweise klappen könnte: "Vielleicht müssen wir weniger Chancen erspielen und den Fokus mehr auf hinten liegen." Dann sollten die Möglichkeiten aber auch sitzen.

   
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