Freigestellt: BTSV reist ohne Lukas Kruse ins Trainingslager

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© imago/Hübner

Als der Flieger von Eintracht Braunschweig am Montagmittag ins türkische Antalya abgehoben ist, saß Lukas Kruse nicht an Bord: Der Torhüter von Eintracht Braunschweig wurde vom Trainingslager der Niedersachsen freigestellt, um sich einen neuen Verein suchen zu können. 

Abschied vorstellbar

In Braunschweig tut sich derzeit einiges am Kader – insbesondere auf der Torhüter-Position. Während mit Jasmin Fejzic ein alter Bekannter zu den Löwen zurückkehrte, könnte ein anderer Keeper schon bald abwandern: Nach Informationen von liga3-online.de wurde Lukas Kruse freigestellt und reist nicht mit seinen Mannschaftskollegen ins Trainingslager nach Belek. Berichte, wonach Kruses Vertrag bereits aufgelöst sei, kamen derweil zu früh. Dennoch ist ein Abschied vorstellbar, in den Planungen von Trainer André Schubert spielt er keine große Rolle mehr.

Denn: Mit der Verpflichtung von Jasmin Fejzic besserte Eintracht Braunschweig auf exakt der Position nach, auf der Kruse ursprünglich nachhelfen sollte. Die abstiegsbedrohten Niedersachsen suchten einen erfahrenen Schlussmann, der die nicht vollends überzeugende Nummer eins Engelhardt sowie die Nachwuchskeeper Bangsow und Birjukov mit seiner Erfahrung anleiten sollte. Im Oktober wurde wurde das Tabellenschlusslicht bei Lukas Kruse fündig, der mit der Empfehlung von 34 Bundesliga-Spielen und 160 Partien in der 2. Liga einen Vertrag bis 2020 unterschrieb. Doch auch der Neuzugang blieb in den folgenden Wochen nicht unumstritten: In acht Ligapartien kassierte der 35-Jährige insgesamt 17 Gegentreffer.

Tiefpunkt Halle

Den Tiefpunkt erlebte Kruse bei seinem letzten Einsatz gegen den Halleschen FC im Dezember: Nach drei Minuten überlupfte Halles Pascal Sohm den in dieser Situation extrem unglücklich aussehenden Keeper, der sich dabei auch noch verletzte. Der Torhüter musste den Platz verlassen und wurde durch Marcel Engelhardt ersetzt.

Der 25-Jährige stand auch in den verbleibenden zwei Partien vor der Winterpause zwischen den Pfosten. Und Engelhardt machte seine Sache ordentlich: Gegen den FC Energie Cottbus blieb Braunschweig ohne Gegentor und feierte den ersten Dreier unter André Schubert, in der letzten Partie beim Karlsruher SC gab es ein 1:1. Kruse stand beide Male nicht im Kader – mit der Verpflichtung von Rückkehrer Fejzic, der vermutlich als Stammkeeper eingeplant ist, dürften sich die Aussichten auf Einsatzzeiten weiter verringern. Damit könnte das Abenteuer Braunschweig für Kruse nach nur knapp 100 Tagen schon wieder beendet sein.

   

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