Fragen und Antworten: Wie es jetzt weitergeht

Seit Montag ist klar: Bis zum 30. April wird der Spielbetrieb in der 3. Liga aufgrund der Coronakrise ausgesetzt, frühestens Anfang Mai soll wieder gespielt werden. Wie geht es jetzt weiter? liga3-online.de beantwortet die wichtigsten Fragen.

Saison vor Verlängerung

Wie sehen die kommenden Wochen aus?

An Training ist nicht zu denken, zumal in einigen Städten sämtliche Sportplätze für die nächste Zeit gesperrt wurden. Somit werden sämtliche Drittligisten ihren Trainingsbetrieb einstellen und den Spielern für die kommenden Wochen individuelle Pläne mit an die Hand geben. Zeitgleich werden die Klubs ihren Spielern raten, auf Reisen und Sozialkontakte möglichst zu verzichten, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und um eine Ansteckung zu vermeiden. Mitte April könnte der Ball auf den Trainingsplätzen nach aktuellem Stand wieder rollen, sodass rund eineinhalb Wochen Zeit bleiben würden, um sich auf den derzeit geplanten Wiederbeginn Anfang Mai vorzubereiten.

Kann Anfang Mai wieder gespielt werden?

Das lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht seriös einschätzen. Die entscheidende Frage wird sein, ob sich die Ausbreitung des Coronavirus bis dahin so weit verlangsamt hat, das ein normaler Spielbetrieb wieder möglich ist. Ob das schon im Mai der Fall ist, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Ziel sei es aber, "die Saison unter Ausnutzung aller terminlichen Möglichkeiten fortzusetzen und sportlich zu Ende zu spielen – sofern dies aus gesundheitlicher und behördlicher Sicht vertretbar ist", teilte der DFB mit.

Wird die Saison verlängert?

Sofern im Mai tatsächlich wieder gespielt werden sollte, muss die Saison in jedem Fall verlängert werden. Da acht Spieltage nachgeholt werden müssen, ist das aktuell geplante Saisonende am 16. Mai in keinem Fall zu halten.

Welches Zeitfenster steht zur Verfügung?

Rollt ab Anfang Mai wieder der Ball, bleiben bis zu neun Wochen, um die ausstehenden elf Spieltage auszutragen. Spätestens Ende Juni muss die Saison allerdings beendet sein.

Warum ist der 30. Juni der Stichtag?

Am 30. Juni enden für gewöhnlich viele Spieler- und Trainer-Verträge. Soll auch im Juli weitergespielt werden, müsste eine Übergangsregelung getroffen werden – da spielen auch Arbeitsrecht und Versicherungsschutz eine Rolle. Ob ein solches Szenario aber rechtlich überhaupt möglich ist, lässt sich noch nicht sagen.

 

Finanzielle Folgen? Saisonabbruch?

Muss die EM verschoben werden, damit die Saison bis Ende Juni verlängert werden kann?

Ja, das ist eine Voraussetzung. Zwar wird es wohl keine direkten sportlichen Berührungspunkte zwischen der 3. Liga und der EM geben, allerdings würde eine EM-Verschiebung deutlich mehr Möglichkeiten im Rahmenkalender schaffen – etwa mit Blick auf die Relegationsspiele.

Mit welchen finanziellen Folgen müssen Klubs aufgrund der Saison-Pause rechnen?

Kernproblem ist, dass die laufenden Kosten für die Mannschaften gleich bleiben, während auf der anderen Seite keine Einnahmen – etwa durch Ticket-Verkäufe – in die Kassen gespült werden. Der DFB hat daher angekündigt, die Vereine in Form von Darlehen zu unterstützen. Wie genau die finanziellen Hilfen aussehen sollen, wird derzeit geprüft. Darüber hinaus gibt es Überlegungen, das Lizenzierungsverfahren für die kommende Saison anzupassen, um die Klubs über diesen Weg zusätzlich zu entlasten. Eine "konkrete nichtrückzahlbare Hilfe zur Überbrückung", wie sie der Hallesche FC gefordert hat, ist derweil nicht möglich. Hier sind dem DFB aus rechtlichen Gründen die Hände gebunden.

Um die Kosten zu senken, haben einige Vereine angekündigt, ihre Spieler und Angestellten in Kurzarbeit zu schicken. Weil der Bundestag kurzfristig ein neues Gesetz auf den Weg gebracht hat, kann Kurzarbeitergeld rückwirkend zum 1. März beantragt werden, wenn zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind. Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt beim Kurzarbeitergeld 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, bei Arbeitnehmern mit Kind sind es 67 Prozent.

Was passiert, wenn die Saison doch nicht fortgesetzt werden kann?

Dann scheint ein Abbruch der Saison unvermeidlich. Die Vereine wollen in den nächsten Wochen Szenarien erarbeiten, wie ein Saisonabbruch ablaufen könnte, sodass es möglichst keine Verlierer und möglichst geringe finanzielle Verluste gibt. Wir haben uns mit drei konkreten Szenarien für einen Abbruch der Saison auseinandergesetzt.

Kann die neue Saison schon am 24. Juli beginnen?

Das ist völlig offen. Sollte aber tatsächlich bis Ende Juni gespielt werden, scheint der Beginn der Saison 2020/21 kaum am 24. Juli durchführbar.

   
  • corngedle

    Möchten Sie einnen One-Night-Flinng habben? Talkk mit Mensschen mit den gleichen Intteressen – k­k­i­ss­.[n­et]
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  • Friedrich Herschel

    Die Relegationsspiele kann man sich sparen, wenn man sagt, dass auch der Dritte aufsteigt (2. Liga nächstes Jahr halt mit 19 Mannschaften und einem Absteiger mehr). Ebenso am anderen Ende: die beiden Spiele, ob nun RL-Meister West oder Nordost aufsteigt können entfallen, wenn beide aufsteigen und die Dritte Liga nächste Saison 21 Vereine hat, und 5 absteigen.

    Nur für den Fall, dass man unbedingt noch ne Woche braucht.

    • Horst Klein

      das is die blödeste idee die ich von allen gehört hab . das scheitert schon an der ungraden anzahl an teams , dan würde ja jede woche ein team frei haben man könnte höhstens die bl auf 20 aufstocken und alles rückt von unten nach , es gibt tatsächlich keine lösung womit alle glücklich werden

      • Friedrich Herschel

        Dann hätte halt ein Team jede Woche frei. Wäre für eine Saison aushaltbar. Wie gesagt, dass wäre nur eine Idee für den Fall, dass man zur Ligenbeendigung noch eine Woche mehr bräuchte. Dann halt weg mit der Religation.

      • Horst Klein

        naja nu wurde die EM auf 2021 verschoben das vergrößert das zeitfenster

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