Fortuna Köln: Drei auf einen Streich?

Neues Spiel, neues Glück – So könnte das Credo bei der Fortuna für das anstehende Heimspiel gegen Unterhaching lauten. Der Aufsteiger steht gegen die SpVgg gehörig unter Druck. Seit Wochen schleppt sich die Mannschaft von Uwe Koschinat von einem Negativerlebnis ins Nächste. Gegen das Team von Ex-Nationalspieler Christian Ziege haben die Kölner allerdings die Gelegenheit, mit einem Sieg gleich drei Serien zu beenden. Die nackten Zahlen sind ernüchternd. Fünf Niederlagen in Folge, seit 380 Minuten ohne Treffer und auch ein Sieg vor eigenem Publikum wollte in dieser Spielzeit noch nicht gelingen. Von der im Sommer noch herrschenden Aufstiegseuphorie ist in der Südstadt nicht viel übrig geblieben. Abstiegskampf lautet nach nur wenigen Wochen Drittligafußball die bittere Wahrheit für die Kölner. „Uns war von vornherein klar, dass wir drei Mannschaften finden müssen, die hinter uns landen“, schätzt Kapitän Thomas Kraus die aktuelle Lage ein. Auch wenn das derzeitige Szenario von allen Verantwortlichen beim Südstadtclub erwartet wurde, ist die nackte Erfahrung im  Abstiegskampf immer nochmal eine andere.

Vier Heimspiele – Vier Elfmeter

Zurückblickend auf die bisherigen Auftritte im Südstadion fragt man sich als objektiver Beobachter allerdings, warum die Mannschaft erst einen Punkt ergattern konnte. Sowohl gegen Mainz (2:2), als auch gegen Chemnitz (1:2), Osnabrück (0:1) und besonders zuletzt beim Auftritt gegen den MSV Duisburg (0:1) zeigte sich die Fortuna nicht nur konkurrenzfähig, sondern spielte phasenweise auch den dominanteren Fußball. Man hatte auch stets die nötigen Torchancen für einen potentiellen Sieg. Am Ende blieb bislang allerdings nur die Erkenntnis, dass Aufwand und Ertrag weit auseinanderklaffen. Ein Grund ist die mangelnde Torausbeute. Lediglich sechs Treffer (nur zwei davon aus dem Spiel heraus) sind der Fortuna in dieser Saison gelungen. Ernüchternder ist beinahe nur die Tatsache, dass man auf der anderen Seite die Konkurrenz häufig zum Tore schießen einlud. In jedem der vier Heimspiele bekamen die Gegner der Kölner bislang jeweils einen Elfmeter zugesprochen.

Falschmeldung sorgt für Unmut

In der Grenzerfahrung „Abstiegskampf“ wird auch stets der Zusammenhalt einer Mannschaft auf die Probe gestellt. Unter der Woche vermeldete eine Zeitung, dass Uwe Koschinat nach dem Spiel bei den Stuttgarter Kickers nicht mit der Mannschaft im Bus zurückgefahren sein soll und deutete so auf ein drohendes Zerwürfnis zwischen dem Trainer und dem Team hin. Eine Falschmeldung wie sich schnell herausstellte. „Ich weiß nicht, woher die Information kommt, aber das ist faktisch falsch“, äußerte sich der 43-Jährige verärgert über den Artikel und fügte an: „Ich werde die Mannschaft in einer Phase, in der es nicht so gut läuft, nicht alleine lassen. Wir sind als Team gemeinsam in die 3. Liga aufgestiegen und wir werden uns dieser Negativphase auch gemeinsam als Team stellen.“

Umstellungen wahrscheinlich

Gegen die Kickers überraschte Koschinat noch mit einer Dreierkette. Ob er auch gegen Unterhaching auf diese taktische Ausrichtung zurückgreift, ist fraglich. Wahrscheinlicher ist es, dass es zu personellen Umstellungen kommen wird. So könnte Markus Pazurek im zentralen Mittelfeld einer Chance bekommen, auch weil das bisherige Dou Marquet/Andersen nicht die erwartete Qualität gezeigt hat. Auch mit einem Startelfeinsatz von Ercan Aydogmus ist zu rechnen, da der Stürmer nach seiner Einwechslung am letzten Samstag die größte Torgefahr ausstrahlte. Ansonsten stehen der Fortuna für das Unternehmen „Drei auf einen Streich“, bis auf die Langzeitverletzten Daniel Flottmann, Ozan Yilmaz und Sebastian Zinke, alle Spieler zur Verfügung.

So könnte die Fortuna spielen: Poggenborg – Sievers, Hörnig, Uaferro, Fink – Pazurek, Andersen – Rahn, Oliveira Souza – Kraus, Aydogmus

 

FOTO: ef-pixx.de

 

   

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