FCM-Fans halten Mahnwache für Hannes

Am 5. April wäre FCM-Fan Hannes, der im Oktober 2016 aus einem fahrenden Zug gestürzt war und wenig später seinen schweren Verletzungen erlag, 27 Jahre alt geworden. Aus diesem Grund hielten am Donnerstag mehrere Anhänger eine Mahnwache vor dem Justizzentrum Magdeburg – und forderten die Wiederaufnahme der Ermittlungen.  

Genaue Umstände weiter ungeklärt

Auch wenn das tragische Unglück bereits eineinhalb Jahre zurückliegt: Für Hannes' Eltern ist der Alltag noch längst nicht wieder eingekehrt: "Wir gehen wieder arbeiten, aber es gibt noch oft ganz schlechte Tage", sagt Vater Horst Schindler der "Volksstimme". Vom Rechtssystem sind sie "enttäuscht", denn die genauen Umstände sind immer noch nicht vollständig geklärt. Zwar kamen Staatsanwaltschaft und Polizei zu dem Ergebnis, dass Hannes die Tür des Zuges selbst geöffnet habe und ohne Fremdeinwirkung aus dem Zug gesprungen sei (offenbar aus Panik, da er rund 80 HFC-Ultras gegenüberstand). Unklar bleibt allerdings, warum der Zug trotz zwischenzeitlich geöffneter Tür weiterfahren konnte und welche aktive Rolle die HFC-Fans gespielt haben. Die über 40 befragten Zeugen wollen keine weitere Person bei Hannes gesehen haben, als dieser aus dem Zug stürzte.

Ermittlungen im März 2017 eingestellt

Ein möglicher Täter konnte somit bis heute nicht ausfindig gemacht werden, die Ermittlungen wurden allerdings auch bereits im März 2017 eingestellt. Schon damals forderten Hannes' Eltern eine Wiederaufnahme der Ermittlungen – bisher ohne Erfolg. Die Entscheidung, ob erneut ermittelt wird, steht noch aus. Und so werden Hannes' Eltern auch weiterhin nicht in ihren Alltag zurückkehren können.

   
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