FCK erwartet Pokalfight: "Nochmal 100 Prozent drauflegen"

Als einziger Drittligist darf sich der 1. FC Kaiserslautern im Achtelfinale des DFB-Pokal gegen Fortuna Düsseldorf beweisen. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel sprach Trainer Boris Schommers über das Selbstvertrauen der Roten Teufel, den Matchplan und die Euphorie im Team.

Finanzielle Chance für Lautern

Vor zwei Jahren war die Fortuna aus Düsseldorf zuletzt zu Gast am Betzenberg, damals konnten die Rheinländer einen 3:1-Sieg verbuchen. Fortuna stieg damals in die Bundesliga auf, die Roten Teufel in die 3. Liga ab – und genau in dieser Konstellation treffen sich beide Mannschaften im Achtelfinale des diesjährigen DFB-Pokals wieder. "Wir müssen uns erstmal erklären, was da morgen auf uns zukommen wird. Da kommt ein Bundesligist mit neuem Trainerteam. Es wird ein super Pokalabend", war die Vorfreude von Cheftrainer Boris Schommers vor der Partie riesig, genauso aber auch die Zuversicht.

"Wir haben einen guten Matchplan für morgen und hoffen, dass wir ihn auch umsetzen können", versprach der Übungsleiter, der auch den finanziellen Aspekt der Pokalrunde nicht aus den Augen verliert: "Für uns ist es ein tolles Spiel, wo wir auch für den Verein auch einen wichtigen Schritt im wirtschaftlichen Bereich machen können." 1,18 Millionen Euro konnten sich die Lautrer durch die bisherigen Pokalerfolge bereits an Prämien sichern, mehr als verdoppeln könnten sie die Summe mit einem weiteren Sieg. Dennoch gilt, wie Schommers betonte: "Sie sind Bundesligist und wir Drittligist. Wir sind in keiner Favoritenrolle."

"Auf dem Platz Knallgas geben"

Bei der Fortuna läuft die Bundesliga-Saison aktuell nicht gut, Lautern konnte dagegen vor der Winterpause eine Siegesserie starten. Seit dem Jahreswechsel sind beide Mannschaften aber noch sieglos – und trotzdem herrscht großes Selbstvertrauen bei den Roten Teufeln. "Die Euphorie musst du aber erstmal auf den Platz bringen", warnte Schommers und forderte von seinem Team: "Du musst den Pokalfight annehmen und als Mannschaft auf dem Platz Knallglas geben. Wir dürfen das Taktische aber nicht vergessen und die Balance finden."

Diese habe man in Ingolstadt verpasst, trotz "einem der besten Spiele unter meiner Regie" fuhr der FCK eine der bittersten Niederlagen ein. Schommers pickte das Positive heraus: "Im Vergleich zum ersten Spiel haben wir schon 100 Prozent mehr Tore geschossen. Wenn wir jetzt nochmal 100 Prozent drauflegen, dann haben wir schon zwei Tore geschossen." Unterstützend, aber auch dagegenhaltend, könnte am Dienstagabend erstmals der Videobeweis auf dem Betzenberg eingreifen. Schommers, der das Hilfsmittel noch aus seiner Bundesliga-Zeit bei den Nürnbergern kennt, hielt sich bedeckt: "Was ich zum VAR sage, können wir nach dem Spiel nochmal besprechen." Dort könne seine Mannschaft schließlich nur gewinnen. Mit über 32.000 Zuschauern wird der Betzenberg am Dienstagabend bestens gefüllt sein. Sky überträgt live.

   
  • Michael Vogel

    2 Millionen zusätzliche nicht geplante Einnahmen? Warum zahlt man damit nicht die volle Stadionmiete und hört auf, bei der Stadt um erneute Mietminderung zu betteln. Der Steuerzahler kann doch nicht immer wieder für das jahrelange Mißmanagement eines Profifußballvereins aufkommen.

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