Energie-Kapitän Stein kann sich Verbleib vorstellen

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Der FC Energie Cottbus hat die Rückkehr in den Profifußball bisher relativ souverän gemeistert, überwinterte mit 23 Punkten aus 20 Spielen auf Rang 14 und hat weiterhin alle Trümpfe in der Hand, um am Ende der Saison das Ziel Klassenerhalt zu erreichen. Nun gilt es in der Lausitz aber, sich für die Zukunft aufzustellen, 18 Verträge laufen im Sommer aus, darunter der von Kapitän Marc Stein. 

Wollitz fordert eine "Entwicklung" des Vereins

71 Spiele in der Bundesliga für Hansa Rostock und Hertha BSC, dazu 54 Zweitliga-Spiele und mittlerweile auch 188 Partien in der 3.Liga: Energie-Kapitän Marc Stein hat mit seinen 33 Jahren bereits viel erlebt im Fußball-Geschäft, entsprechend hoch ist auch der Stellenwert des Innenverteidigers in der Lausitz, wo Stein seit 2016 beruflich zu Hause ist. In dieser Spielzeit kommt Stein bisher auf 18 Einsätze, erzielte dabei vier Tore und trug somit ganz wesentlich zu dem einen oder anderen Punktgewinn bei. Kein Wunder also, dass Cottbus den im Sommer auslaufenden Vertrag des gebürtigen Potsdamers gerne verlängern würde, überhaupt verlieren 18 Verträge am Ende der Saison ihre Gültigkeit.

Viel Arbeit also für die Macher des FCE, von denen Trainer Claus-Dieter Wollitz vor dem Start in das Fußballjahr 2019 eine klare Ansage fordert: "Der Verein muss sich positionieren, was er möchte. Wollen wir so weiter machen – oder wollen wir uns weiter entwickeln? Dafür braucht man mehr Sponsoren, mehr Zuschauer. Aber dafür bin ich nicht der richtige Ansprechpartner", sagte der 53-Jährige gegenüber der "Lausitzer Rundschau". Wollitz ist sich dabei sicher, dass die längerfristigen Pläne des Vereins auch ausschlaggebend dafür sind, ob sich Spieler wie Stein halten lassen: "Für Marc Stein ist eine erkennbare Entwicklung sehr wichtig. Darauf legt er großen Wert", so Wollitz.

"Man kann sich da zusammensetzen"

Und der Spieler selber? Der kommt gerade erst aus seinem Weihnachtsurlaub aus der Wahlheimat Stuttgart, wo seine Frau mit dem gemeinsamen Sohn lebt. Vertragsgespräche mit dem Verein hat Stein noch nicht geführt, kann sich aber vieles vorstellen: "Ich bin grundsätzlich für viele Ansätze und viele Aufgaben zu haben. Sicherlich ist das nicht ganz so leicht mit der Familie in Stuttgart und der Entfernung zu Cottbus. Aber man kann sich da zusammensetzen und die Möglichkeiten besprechen."

Interessant wird für Stein dabei sicherlich auch das weitere sportliche Abschneiden von Energie sein. Ob dafür weitere Transfers nötig sind, wie von Wollitz gefordert, möchte der Verteidiger gegenüber der "Lausitzer Rundschau" aber nicht endgültig bewerten. "Wir müssen schauen, wie es sich jetzt darstellt. Natürlich sind wir im Mittelfeld dünn besetzt, aber gegen Rostock hat das auch funktioniert (2:0 Auswärtssieg). Wir gehen jetzt in die erste Woche. Und wenn wir da unbedingt etwas benötigen, werden wir da schon tätig werden."

Tätig werden wird dann in den kommenden Wochen auch der Verein, wenn es um die Verlängerung des Vertrags von Stein geht. Spätestens bis zum Sommer muss dann ja auch bei dieser Thematik eine Entscheidung gefallen sein.

   

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