"Qualität erhöhen": Wollitz kündigt Neuzugänge an

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Mit dem 14. Tabellenplatz nach 20 Spieltagen kann Energie Cottbus als Aufsteiger durchaus zufrieden sein. Doch um den Klassenerhalt tatsächlich schaffen zu können, kündigt Trainer Claus-Dieter Wollitz Neuzugänge an.

"Ein Abstieg wäre teurer"

Noch im vergangenen Sommer agierten die Lausitzer vor allem aus finanziellen Gründen sehr zurückhaltend auf dem Transfermarkt und nahmen mit Daniel Stanese und Abdulkadir Beyazit lediglich zwei neue Spieler unter Vertrag – nun soll investiert werden: "Wenn Spieler auf dem Markt sind, die uns weiterhelfen, verpflichten wir", kündigt Wollitz in der "Lausitzer Rundschau" an und gibt zu bedenken, dass ein Abstieg teurer sei: "Jetzt geht es darum, das nachzuholen, was ich schon gern im Sommer gehabt hätte: Wenn man die Mannschaft in sicheres Fahrwasser bringen möchte, sollte man die Qualität erhöhen."

Vor allem im Mittelfeld besteht Bedarf, fehlen mit Daniel Stanese (Mittelfußbruch), Tim Kruse (Achillessehnenanriss), Fabio Viteritti (Innenbandriss) und Paul Gehrmann (Schulterverletzung) doch gleich vier Spieler verletzt. Auf Stanese werden die Lausitzer zudem noch lange verzichten müssen. Nach Angaben der Zeitung sei im Rahmen einer Nachuntersuchung festgestellt worden, dass der Knochen noch immer nicht zusammengewachsen sei.

Derweil will Wollitz den Kader aus sportlichen Gründen "insgesamt verkleinern und mehr auf Spieler setzen, die das perspektivisch umsetzen können, was wir brauchen." Dabei gehe es sowohl um das Läuferische, als auch um den taktischen Bereich. Mit der "läuferischen Leistung einiger Spieler" zeigt sich der Energie-Coach ohnehin nicht einverstanden: "Es geht darum, den Spielern zu verdeutlichen: Wenn du weiter 3. Liga spielen willst, dann muss einiges passieren. Fußball ist ein brutales Geschäft, du wirst am Ende für das abgerechnet, was du lieferst."

Wollitz zieht die Zügel an

Zwei Maßnahmen hat der 53-Jährige laut der Zeitung daher bereits eingeleitet: Zum einen müssen die Spieler nun eine halbe Stunde früher als bisher vor Trainingsbeginn in der Kabine sein, zum anderen geht es nun drei statt bisher einmal pro Woche in den Kraftraum. Neben Zugängen sind in der Winterpause aber auch Abgänge möglich, wie Wollitz verdeutlicht: "Es gab Gespräche mit Spielern. Wenn einer von denen wechseln möchte, sind wir bereit zu reden." Konkrete Namen nannte der Energie-Coach nicht.

Bei Energie ist also einiges in Bewegung, für das erste Pflichtspiel gegen Wehen Wiesbaden am 26. Januar deutet Wollitz bereits "einige Überraschungen" an. Die erste Bewährungsprobe im neuen Jahr wartet am kommenden Samstag beim Testspiel gegen den tschechischen Erstligisten Sparta Prag.

 

   

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