Dynamo-Randale: Polizei fahndet nach Tätern – DFB ermittelt

Auch fünf Tage danach sind die Krawalle beim Auswärtsspiel in Bayreuth weiterhin das vorherrschende Thema bei Dynamo Dresden. Während die Polizei eine Ermittlungskommission gegründet hat, um nach den Tätern zu fahnden, hat der DFB Ermittlungen eingeleitet.

Polizei gründet Ermittlungskommission

Laut waren sie, die Rufe nach Konsequenzen. Am Mittwochabend ließ Dynamo den Worten Taten folgen und gab bekannt, dass Auswärtstickets vorerst nur noch an Vereinsmitglieder verkauft werden. Weitere Maßnahmen werden folgen, nachdem einige Dynamo-Fans am Samstag beim Spiel in Bayreuth randaliert hatten. Schwerer Landfriedensbruch, ein zerstörter Imbissstand, in Brand gesteckte und demolierte Toiletten, ein Schaden in Höhe von bis zu 30.000 Euro, 14 verletzte Polizisten durch Schläge und Tritte, Angriffe auf Journalisten und ein verwüsteter Zug sind die traurige Bilanz.

Um nach den Tätern zu fahnden, hat die Kriminalpolizei Bayreuth nun eine Ermittlungskommission gegründet. Sechs Beamte führen die Ermittlungen zur Identifizierung der Täter in enger Zusammenarbeit mit der einsatzführenden Dienststelle sowie den eingesetzten Polizeieinheiten aus Bayern, aus Sachsen und dem Bund. Es wird um Zusendung von Bild- und Videomaterial gebeten, die gewalttätige Ausschreitungen und sonstige strafrechtlich relevante Szenen beim Fanmarsch der Dresdner und im Stadion zeigen. Dazu hat die Polizei einen Medien-Upload eingerichtet. Zeugen, die sonst sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich telefonisch zu melden.

DFB leitet Ermittlungen ein

Darüber hinaus hat der DFB Ermittlungen gegen Dynamo eingeleitet. Gegenstand der Untersuchungen werden die Vorfälle innerhalb des Stadions an. Die Geschehnisse bei der An- und Abreise liegen dagegen nicht im Zuständigkeitsbereich des Verbandes. Doch auch so müssen die Sachsen mit einer wohl fünfstelligen Geldstrafe rechnen. Zunächst ist Dynamo nun zur Abgabe einer Stellungnahme aufgefordert worden, danach entscheidet das Sportgericht.

   
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