13. März 2018 um 15:06 Uhr

Die Gewinner und Verlierer der Englischen Woche

Von

© imago/Eibner

Nicht jedes Spiel fand in der vergangenen Woche statt. Das konnte für manche Mannschaft etwas nervig werden – vor allem für Carl Zeiss Jena, das nur eine Partie absolvierte. Andere Teams durften drei Mal ran und erzielten höchst unterschiedliche Ergebnisse. Wir heben drei Gewinner, aber auch drei Verlierer hervor.

Gewinner

Was für eine Woche hat Fortuna Köln da serviert! Aus drei Spielen holte die Elf von Uwe Koschinat  die maximal mögliche Punkteausbeute und kassierte nicht einmal ein Gegentor. Neun Zähler schaffte keine andere Mannschaft – Köln ist damit eindrucksvoll zurück im Aufstiegskampf, von dem sich die Domstädter im Januar schon vermeintlich verabschiedet hatten. Als wäre die Leistung nicht beeindruckend genug: Gleich zweimal mussten die Fortunen auswärts ran. Durch ihre große Effizienz knackten sie erst den Halleschen FC (3:0), dann die Sportfreunde Lotte (2:0). Das 3:0 über Chemnitz unter der Woche war nach einer furiosen ersten halben Stunde ein Leichtes.

 

Zwar spielte Wehen Wiesbaden nur zweimal, als Gewinner gehen Rüdiger Rehm und Co. trotzdem hervor. Denn bei beiden Erfolgen (3:1 gegen Lotte, 3:1 in Großaspach) sah der SVWW kurz vor Schluss noch nicht wie ein Sieger aus. Gegen die Sportfreunde Lotte konnte Wiesbaden in Unterzahl das 1:1 über die Runden schaukeln, so schien es – dann schlug der Aufstiegskandidat in der Nachspielzeit doppelt zu. Solche Dreier stärken die Moral für das Finale im Rennen um die 2. Bundesliga. Wiesbaden ist nach wie vor ein heißer Kandidat.

 

Ja, auch der Karlsruher SC hat eine starke Englische Woche gespielt und sogar mehr Punkte geholt als etwa der SC Paderborn. Und doch sind die Ostwestfalen ein Gewinner. Warum? Sie lagen dreimal in Rückstand, einmal sogar mit zwei Toren. In Münster retteten sie in Unterzahl einen Punkt, gegen Kontrahent Magdeburg drei Tage später holte der Sportclub ebenfalls noch ein Remis. Highlight aber war eindeutig der 3:2-Erfolg in Rostock nach 0:2-Rückstand. Sollte Paderborn später tatsächlich in die 2. Bundesliga aufsteigen, wird der Verein an diesen Nachmittag zurückdenken.

 

Verlierer

Schon vor der Englischen Woche befand sich Großaspach in einer Krise, hatte im gesamten Jahr noch keinen Sieg eingefahren. Doch die vergangenen Tage machten die Situation nicht besser, ganz im Gegenteil. Die SGS verlor alle drei Spiele, davon zwei zuhause (1:2 gegen Unterhaching, 1:3 in Karlsruhe, 1:3 gegen Wiesbaden) und rutscht in der Tabelle zusehends ab – die Württemberger sind bereits auf dem 16. Platz angekommen, haben aber immer noch beruhigende zehn Punkte Vorsprung, der guten Hinrunde sei Dank. In den Abstiegskampf könnte diese Negativserie dennoch führen, sobald der Chemnitzer FC das Punkten aufnimmt.

 

Unfassbare 25 Spiele wartet Bremen auf einen Erfolg, bei Großaspach sind es neun Partien und bei den Sportfreunden Lotte jetzt sechs. Begann die Lotter Woche mit dem 1:1 gegen Karlsruhe noch anständig – auch dort hätten die Westfalen gewinnen können – so nahm das 1:3 in Wiesbaden einen bitteren Verlauf, beim 0:2 daheim gegen Fortuna Köln siegte die deutlich abgezocktere Mannschaft.  Als Konsequenz nimmt auch der Druck aus dem Umfeld zu, ein ungewohntes Gefühl. Es mögen nur rund 1.500 Zuschauer sein, die aber sind mittlerweile bedient. Keine leichte Situation, zumal Chemnitz mit seinem Nachholspiel auf vier Zähler heranrücken kann.

 

Lange sah es am vergangenen Samstag so aus, als würde sich Rostock in der Spitzengruppe zurückmelden. Dann bewies der SC Paderborn die Moral eines Spitzenreiters und schickte die Hansa-Fans mit offenen Mündern nach Hause. Schon zuvor hatte der FCH in Bremen (1:1) und in Zwickau (0:1) nicht wie erhofft gepunktet und sich dabei das Leben durch eigene Fehler oder schwache Chancenverwertung selbst schwergemacht. Während die Konkurrenz im Aufstiegsrennen fröhlich gepunktet hat, ist Hansa Rostock im Schlussspurt vorerst auf sechs Punkte distanziert worden. Noch ist der Zug aber nicht abgefahren, schließlich hat die Dotchev-Elf noch das Nachholspiel gegen Großaspach in der Hinterhand.

 
  • Michael Roxermann

    Das war es dann wohl für RB Rostock. Wenn der Investor in den nächsten Jahren die Millionen wieder abzieht wird es für den "Traditionsverein" noch weiter gen Süden gehen.

    • Katze

      Ahahahahaha, was bist du denn für ein Hampel

Hinweis: Seit dem 25. Mai gilt unsere neue Datenschutzerklärung.