DFB bestätigt Punktabzug erneut: VfR zieht vor Schiedsgericht

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© Ulrich

Der VfR Aalen ist mit seinem Einspruch gegen den Neun-Punkte-Abzug aufgrund der am 14. Februar gestellten Insolvenz auch in dritter Instanz gescheitert. Am Donnerstag bestätigte das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) die zuvor getroffenen Urteile in dieser Angelegenheit. Der VfR legt nun zum vierten Mal Einspruch ein und zieht vor das Ständige Schiedsgericht.

Erneuter Einspruch

Nach einer mündlichen Anhörung am vergangenen Mittwoch hatte das Bundesgericht die Urteilsverkündung aufgrund "neuer Sachverhalte" zunächst zwar vertagt, am Donnerstag gab Vorsitzender Achim Späth aber bekannt: "Der Abzug von neun Punkten ist aufgrund § 6 Nummer 6 der DFB-Spielordnung gerechtfertigt und zwingende Folge." Des Weiteren liege laut Späth ein Verschulden des VfR Aalen an der finanziellen Situation und der daraus resultierenden Notwendigkeit der Stellung eines Insolvenzantrags vor. Zuvor hatten bereits der Spielausschuss und das Präsidium den Abzug bestätigt. Dennoch gibt sich der VfR nicht geschlagen und zieht nun in nächster Instanz vor das Ständige Schiedsgericht. Dieses trat zuletzt unter anderem beim Lizenzentzug des MSV Duisburg nach der Saison 2012/13 in Erscheinung, bestätigte das zuvor getroffene DFB-Urteil aber. Wann der Einspruch des VfR Aalen verhandelt wird, ist noch offen.

Welche Rolle spielt die Insolvenz von Hauptsponsor Imtech?

Den erneuten Einspruch begründet der Verein nach wie vor mit dem Wegbrechen von Hauptsponsor Imtech, der rund zwei Jahre nach dem Ausstieg beim VfR (zum Ende der Saison 2012/2013) Insolvenz angemeldet hatte. Denn laut der DFB-Spielordnung (Paragraf 6) kann von einem Punktabzug abgesehen werden, "wenn gegen den Hauptsponsor oder einen anderen vergleichbaren Finanzgeber des Vereins zuvor ein Insolvenzverfahren eröffnet ist." Da durch den Ausstieg von Imtech mit Verspätung eine Steuernachzahlung in Höhe von 500.000 Euro entstanden ist, sieht der VfR den entsprechenden DFB-Paragrafen bestätigt und pocht nun auf sein Recht.

Insolvenzverfahren Anfang April eröffnet

Hintergrund des Punktabzugs ist ein am 14. Februar gestellter Insolvenzantrag, der den VfR Aalen von finanziellen Altlasten aus früheren Zeiten befreien soll. Insgesamt drücken den VfR 3,6 Millionen Euro Schulden, zusätzlich droht eine Steuernachzahlung in Höhe von bis zu 500.000 Euro. Da sich der VfR Aalen aus eigener Kraft nicht mehr von dieser Schuldenlast befreien kann, entschieden sich die Verantwortlichen dafür, mit dem Insolvenzantrag die Notbremse zu ziehen. Die Abwendung der Insolvenz war Ende März gescheitert, sodass das Verfahren Anfang April eröffnet worden ist. Die Liquidität des VfR – entscheidendes Kriterium für die Zulassung zur 3. Liga – ist nach DFB-Angaben indes aber bis zum Saisonende gesichert. Dies hatte der DFB im Rahmen der Überprüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit während der Saison festgestellt.

Dritter ohne Punktabzug

Weitere Konsequenzen über den Punktabzug hinaus sind laut Statut nicht vorgesehen. Den Neun-Punkte-Abzug eingerechnet, steht der VfR Aalen mit 47 Zählern auf dem 10. Platz, ohne den Abzug würde die Vollmann-Elf als Tabellendritter im Aufstiegskampf mitmischen. Trotz des laufenden Insolvenzverfahrens ist der VfR Aalen aufstiegsberechtigt und hat, nachdem zum 1. März fristgerecht eine Lizenz beantragt worden war, bereits eine erste positive Rückmeldung seitens der DFL erhalten.

   
  • Basti

    Wenn Aalen auf Platz 3 ist und die klage immer noch offen ist, spielen die auf jeden Fall das Aufstiegsspiel. Sollten sie danach die 9 Punkte entgültig abgezogen bekommen, wird der Gegner von Aalen in der 2.Liga bleiben, egal wie das Quali-Spiel ausgegangen ist. Ist eigentlich dann schade für den Viertplatzierten aus der 3.Liga und eigentlich auch Betrug…

    • JR910

      Wenn Deine Äußerungen den Tatsachen entsprechen und auch so eintreffen, dann möchte ich nicht in der Haut der hierfür Verantwortlichen stecken, denn das ist in meinen Augen vorsätzlicher Betrug! Diese Angelegenheit sollten die in einem Schnellverfahren doch bitte noch vor dem letzten Spieltag endgültig entscheiden.

    • Cox Orange

      Das glaube ich nicht, nach jetzigem Stand wäre der Punktabzug gültig, solange kein anderslautendes Urteil ergangen ist.

  • JR910

    Wer bezahlt eigentlich die Unkosten?

  • Pappnase

    Die Farce geht weiter …

  • INSIDER

    Die klagen bis sie in der CL sind… Es wird sich an dem Punkteabzug NICHTS ändern, das steht so in den Statuten die jeder Verein unterschrieben hat und da wird auch keiner etwas gegenteiliges entscheiden, ansonsten wird es jedes Jahr in allen Bereichen Klagewellen ohne Ende geben, dann wird eine Saison nicht Ende Mai sondern Heilig Abend entschieden …

  • Marie

    …eine fürchterliche Truppe! Die sollen für Ihre Fehler gerade stehen!

    • Doppelherz

      Wobei die Spieler sicher am wenigsten dafür können…

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