DFB hält an Punktabzug für Aalen fest – Erneuter Widerspruch

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat den Einspruch des VfR Aalen gegen den am 10. März eingelegten Einspruch gegen den Abzug von neun Punkten in der laufenden Saison zurückgewiesen. Der VfR wird gegen das Urteil nun erneut Widerspruch einlegen und vor die nächst höhere Instanz ziehen – dem DFB-Präsidium.

DFB hält an Punktabzug fest

Am Freitag hatte der VfR im Rahmen einer mündlichen Anhörung beim DFB seine Sicht der Ding im Hinblick auf den am 14. Februar gestellten Insolvenzantrag dargestellt, doch der Verband hält an seiner Spielordnung und dem darin festgelegten Abzug von neun Punkten in der laufenden Saison fest. "Auch wenn das Ergebnis der Entscheidung für den VfR Aalen weiterhin nicht positiv ist, war es dennoch eine gute Gelegenheit, unsere Sicht der Dinge dem DFB noch einmal ausführlich darzulegen", so VfR-Präsidiumssprecher Roland Vogt. Nun zieht der VfR Aalen vor das DFB-Präsidium. In der Tabelle belegt der Verein von der Ostalb nach dem Punktabzug den zwölften Platz, ohne den Abzug wäre der VfR Dritter.

Liquidität bis Saisonende gesichert

Der VfR Aalen hat am 14. Februar Insolvenz angemeldet, um sich von finanziellen Altlasten aus früheren Zeiten zu befreien. Insgesamt drücken den VfR 3,6 Millionen Euro Schulden, zusätzlich droht eine Steuernachzahlung in Höhe von bis zu 500.000 Euro. Da sich der VfR Aalen aus eigener Kraft nicht mehr von dieser Schuldenlast befreien kann, entschieden sich die Verantwortlichen dafür, mit dem Insolvenzantrag die Notbremse zu ziehen. Die Liquidität des VfR – entscheidendes Kriterium für die Zulassung zur 3. Liga – ist nach DFB-Angaben indes aber bis zum Saisonende gesichert. Dies hatte der DFB im Rahmen der Überprüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit während der Saison festgestellt. Weitere Konsequenzen über den Punktabzug hinaus sind laut Statut nicht vorgesehen. Sofern die Aalener den sportlichen Klassenerhalt trotz des Punktabzugs schaffen und zudem die Drittliga-Zulassung des DFB erhalten, werden sie auch in der kommenden Saison in der 3. Liga antreten.

   
  • Cox Orange

    Dumm würde ich das nicht nennen, sie versuchen es halt, obwohl die Rechtslage recht eindeutig ist. Aber sie ollen sich sicher nicht vorwerfen lassen, nicht alles versucht zu haben.
    Mich würde allerdings auch sehr wundern, wenn der 9-Punkte-Abzug nicht vollzogen werden wird.

  • Philipp Schramm

    Ist das Präsidium vom VfR Aalen so blöd, oder tun sie nur so. Sie wussten bereits vor der Stellung des Insolvenzantrages, das sie 9 Punkte Abzug bekommen, wenn der Antrag in der laufenden Saison geschieht.
    Auch der erneute Widerspruch wird nichts am Punkteabzug ändern.

    • Fat Tony

      Es besteht die Möglichkeit eines geringeren Punktabzugs durch den DFB, wenn man nachweist nicht direkt selbst verantworlich zu sein. Da dem VfR wohl Schulden entstanden sind durch die Insolvenz von zwei Sponsoren, ist es doch logisch, dass man bei dieser DFB-Entscheidung in Widerspruch geht. Sollten sie aufsteigen, wären die Schulden sogar tilgbar.

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