DFB bestätigt VfR-Punktabzug, Verein zieht vor Bundesgericht

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Das Präsidium des Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat den Einspruch des VfR Aalen gegen den am 10. bzw. 24. März eingelegten Einspruch gegen den Abzug von neun Punkten in der laufenden Saison zurückgewiesen. Der VfR wird gegen das Urteil nun zum dritten Mal Widerspruch einlegen und vor das DFB-Bundesgericht ziehen. 

DFB-Präsidium folgt Spielausschuss

Wie der Verein mitteilte, sei das DFB-Präsidium im Wesentlichen auf die bisherigen Ausführungen des DFB-Spielausschusses, der die Aalener Beschwerde zuvor ebenfalls abgewiesen hatte, gefolgt. Der VfR Aalen gibt sich aber noch nicht geschlagen und zieht nun vor das DFB-Bundesgericht – die nächst höhere Instanz. Wie der erneute Einspruch begründet wird, ließ der Verein offen. Wann das DFB-Bundesgericht über den erneuten Einspruch des VfR entscheidet, ist ebenfalls noch unklar.

Liquidität bis Saisonende gesichert

Hintergrund des Punktabzugs ist ein am 14. Februar gestellter Insolvenzantrag, der den VfR Aalen von finanziellen Altlasten aus früheren Zeiten befreien soll. Insgesamt drücken den VfR 3,6 Millionen Euro Schulden, zusätzlich droht eine Steuernachzahlung in Höhe von bis zu 500.000 Euro. Da sich der VfR Aalen aus eigener Kraft nicht mehr von dieser Schuldenlast befreien kann, entschieden sich die Verantwortlichen dafür, mit dem Insolvenzantrag die Notbremse zu ziehen. Die Abwendung der Insolvenz war Ende März gescheitert, sodass das Verfahren Anfang April eröffnet worden ist. Die Liquidität des VfR – entscheidendes Kriterium für die Zulassung zur 3. Liga – ist nach DFB-Angaben indes aber bis zum Saisonende gesichert. Dies hatte der DFB im Rahmen der Überprüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit während der Saison festgestellt.

Vierter ohne Punktabzug

Weitere Konsequenzen über den Punktabzug hinaus sind laut Statut nicht vorgesehen. Sofern die Aalener den sportlichen Klassenerhalt trotz des Punktabzugs schaffen und zudem die Drittliga-Zulassung des DFB erhalten, werden sie auch in der kommenden Saison in der 3. Liga antreten. Den Neun-Punkte-Abzug eingerechnet, steht der VfR Aalen mit 41 Punkten auf dem 13. Rang. Ohne den Abzug würde die Vollmann-Elf als Tabellenvierter im Aufstiegskampf mitmischen.

   
  • Cox Orange

    Die Rechtslage ist ziemlich eindeutig. Unklar, was Aalen sich da verspricht.

    Der Aalener Einwand, dass der ehemalige Hauptsponsor insolvent war, liegt Jahre zurück, darauf hätte der Verein längst reagieren können. Hauptgrund für die Schulden sind bei Aalen, wie auch bei anderen Absteigern aus der 2. Liga, dass man die Strukturen viel zu spät für die 3. Liga angepasst hat.

  • Uns-Uwe

    Was soll dieser Quatsch, unnötig Geld verbrennen! 9 Punkte abzug, so ist das geregelt und das weiß jeder Verein!

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