Derby-Held Mölders: "So eine Szene wünschst du dir"

Mit einem spektakulären Last-Minute-Treffer sicherte Sascha Mölders dem TSV 1860 München drei weitere Punkte im Duell mit der SpVgg Unterhaching. Damit geht Michael Köllner als ungeschlagener Trainer aus den letzten beiden Wochen, die den Löwen mehr abverlangten, als es die meisten ahnen.

"Glück oder Sascha Mölders"

"Solche Spiele sind keine Selbstverständlichkeit", erklärte Michael Köllner am Mikrofon von "Magenta Sport", nachdem er seinen ersten Sieg mit den Münchener Löwen einfahren konnte – ausgerechnet im zweiten Derby in Folge. Schon in der Vorwoche hatten sich die Sechziger ein Unentschieden geholt (1:1 gegen Bayern II), dieses Mal reichte es für den Dreier. Köllner sah dabei eine starke Leistung seiner Mannschaft: "Wir hätten das Spiel auch früher entscheiden können. Hinten raus war es ein bisschen Glück… oder Sascha Mölders."

Es war der erfahrene Routinier, der die Partie in der Nachspielzeit zugunsten der Löwen entschied. Mit der Fußspitze holte er den Ball runter, ließ per Drehung zwei Gegenspieler aussteigen und donnerte das Spielgerät in die Maschen. "Du versuchst einfach, irgendwie hinzukommen und der Außenverteidiger spekuliert, dass ich nicht an den Ball komme. So eine Szene wünscht du dir als Stürmer. Das ist Wahnsinn", freute sich der Torschütze des goldenen Treffers.

Mölders ist es "Wurscht"

Der 34-Jährige bleibt für den TSV 1860 unentbehrlich, nicht nur wegen seiner mittlerweile sieben Toren und acht Vorlagen. "Grundsätzlich ist er wichtig. Du brauchst immer ein paar Leader, die vorangehen und über große Erfahrung verfügen", wollte Köllner ungerne auf seinen zum Saisonende scheidenden Stürmer verzichten. Denn der neue Löwen-Coach kennt die Stärken des Sascha Mölders: "Der weiß, wie es geht und der weiß, wo das Tor steht."

Genauso konnte Köllner seiner Mannschaft die Aspekte vermitteln, mit der sie das Derby gegen Unterhaching gewinnen konnten. "Über viel Leidenschaft. Wir haben einen sehr guten Plan gehabt, mit dem wir das Spiel über große Teile im Griff gehabt haben", sah der Cheftrainer die Ziele umgesetzt, wenngleich es noch keiner Perfektion glich: "Es gibt noch Luft nach oben. In der zweiten Halbzeit war unser Spielaufbau nicht mehr so gut und haben die Kontersituationen nicht genutzt." Im Endeffekt sei es aber "Wurscht", wie Mölders im Ruhrpott-Dialekt erzählte. Drei Punkte seien geholt, nach dem Zustandekommen fragt keiner mehr. Dementsprechend war auch Köllner zufrieden: "Die Spieler haben viel geleistet, jetzt schnaufen wir mal ein bisschen durch." Aber nur kurz, denn am Samstag steht bereits das Heimspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach an.

   
  • anteater

    Seit dem 9.11. tritt unsere Mannschaft wie ausgewechselt auf. Es ist eine auf den Gegner abgestimmte Taktik erkennbar, ein Spielplan, der auch umgesetzt wird, Pässe kommen plötzlich an und es gibt etwas anderes als dieses unsägliche hoch und weit, mit dem wir Zuschauer uns lange begnügen mussten. Halle war schon gut bedient mit dem 0-1 aus ihrer Sicht, die Nachwuchsmillionäre mit einem Punkt sicher glücklicher als wir und gestern hätten wir den Sack schon viel früher zu machen können, ach was, müssen, das erkannte sogar des Gegners Trainer an. Gerne mehr davon. Viele von uns Fans wussten, dass in dieser Mannschaft viel mehr steckt, als wir geboten bekamen. Es wirkt Wunder, wenn man von seinem Trainer nicht öffentlich als "Abstiegskandidat Nummer 1" bezeichnet oder einem von ihm die Drittligatauglichkeit abgesprochen wird.

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