Datenanalyse: Warum Elversberg die große Überraschung ist

Viel wurde der SV Elversberg vor der Saison nicht zugetraut. Doch bislang straft die Mannschaften alle Pessimisten Lügen. Die Saarländer stehen auf dem ersten Platz, verloren erst zwei Spiele und sind die große Überraschung der Liga. Dabei zeigt ein Blick auf die Datenplattform "wyscout", dass die Mannschaft in keiner Statistik überragt. Viel mehr ist es das Zusammenspiel, das den Erfolg bringt.

Die Offensive ist der Trumpf

Nach der überraschenden Niederlage zu Hause gegen den SC Verl fand das Team von Trainer Horst Steffen am vergangenen Wochenende wieder zurück in die Spur, ließ dem MSV Duisburg beim 3:0-Erfolg keine Chance. Es waren die Saisontore 26, 27 und 28. Keine Mannschaft schenkt dem Gegner mehr Tore ein als der Aufsteiger. In der starken Offensive stechen Jannik Rochelt (vier Tore und fünf Vorlagen) und Luca Schnellbacher (7/3) hervor, wenngleich sich auch einige andere Kollegen wahrlich nicht verstecken müssen.

Dass Schnellbacher der Top-Knipser der Liga ist, verwundert dabei nicht. Der 28-Jährige kommt in 90 Minuten im Schnitt 5,64 Mal im gegnerischen Strafraum an den Ball, was den viertbesten Wert aller Spieler darstellt. Von seinen Schüssen gehen auch 64,29 Prozent aufs gegnerische Tor: Platz zwei! Mit 15,81 Schüssen pro 90 Minuten steht die SVE in dieser Statistik ebenfalls auf Rang zwei.

Wenn dann auch noch 43,2 Prozent aufs Ziel gehen, ist das ein sehr guter Mix, um so erfolgreich zu sein. Dabei hätten es auch durchaus mehr Treffer sein können. Denn schon sieben Mal verhinderte das Aluminium weitere Tore. Das ist der Spitzenwert zusammen mit dem FC Ingolstadt. Allein Manuel Feil scheiterte drei Mal am Torgestänge.

Passquote und Kevin Conrad überzeugen

Erstaunlich ist jedoch, dass die Mannen von Coach Horst Steffen in keiner wichtigen Statistik auf dem ersten Platz stehen. Doch im Großteil reicht es zu einem der vorderen Plätze – und damit zur Tabellenführung in der 3. Liga. 53,9 Prozent Ballbesitz sind der fünftbeste Wert, durchschnittliche 23,39 Dribblings sind Rang sechs würdig.

Auf das Flankenschlagen verzichten die Saarländer dabei. Nur 14,08 Hereingaben von außen belegen Platz zwölf. Stattdessen geht es eher schnell durchs Zentrum. 389 Pässe werden in 90 Minuten gespielt (Platz fünf), 81 Prozent davon kommen an, was Platz vier bedeutet. Zudem wissen die Spieler mit dem Ball umzugehen, verlieren diesen im Schnitt lediglich 108 Mal, nur zwei Teams haben einen besseren Wert.

Dass das Spielgerät nicht so oft abhanden kommt, schlägt sich auf in der defensiven Zweikampf-Bilanz nieder. Nur sechs Mannschaften müssen weniger Duelle führen. Allerdings werden bei der SVE nur knappe 60 Prozent gewonnen, was den zweitschwächsten Wert bedeutet. Daraus folgt, dass der Gegner zu etwas mehr als elf Torschüssen kommt. Auch hier sind die Elversberger in der oberen Tabellenhälfte. Auch wenn die einzelnen Werte nicht vollends überzeugen, hat die Mannschaft erst elf Gegentreffer in ebenso vielen Spielen kassiert. Nur zwei Teams sind hier besser. Was auch an Kevin Conrad liegt. Der Kapitän kann mit einer Quote von mit 71,21 Prozent gewonnener Kopfball-Duelle des besten Wert aller Spieler nachweisen.

   
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