Das sind die Flop-Neuzugänge – Platz 20-11

Nachdem liga3-online.de an Weihnachten bereits die Top-Neuzugänge der bisherigen Drittliga-Saison gekürt hatte, wird es nun Zeit für die Kehrseite: Nicht jeder Transfer schlug ein, nicht jede Verpflichtung zahlte sich umgehend aus. Wer lief seinen Erwartungen hinter, musste zumeist auf der Bank sitzen oder stand gar nicht erst im Kader? Im ersten Teil präsentierten wir die Plätze 20 bis 11.

[box type="info"]Info: Die Plätze 11-1 werden am 8. Januar veröffentlicht.[/box]

Nach überzeugenden Drittliga-Jahren beim VfL Osnabrück sowie Preußen Münster zog es Marcus Piossek im August 2015 zum Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern. Sein Glück fand der gebürtige Lippstädter dort allerdings nicht, sodass er ein Jahr später in Richtung Heimat wechselte und beim SC Paderborn einen Zweijahresvertrag erhielt. Ein Königstransfer? Bisher allenfalls in der Theorie. Sein Talent lässt Piossek zwar durchaus aufblitzen, meist aber versteckte er sich hinter schwachen Mannschaftsleistungen. Noch wartet er auf sein erstes Ligator für den SCP, immerhin zwei Vorlagen sind dem polnischen Staatsbürger bisher gelungen.

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Von Atromitos Athen und bereits mit ordentlicher Erstliga-Erfahrung aus Griechenland ausgestattet, wechselte Panagiotis Ballas ins beschauliche Großaspach. Das klang für die Verhältnisse des Dorfklubs nach einem mächtigen Transfer, entpuppte sich aber als Rohrkrepierer. Unter Oliver Zapel durfte Ballas nicht eine einzige Minute der Hinrunde spielen – größer hätte das Missverständnis kaum enden können. Ballas und die SGS, das passte einfach nicht! Verein und Spieler zogen eine schnelle Konsequenz und beendeten das Arbeitsverhältnis schon zum Jahreswechsel.

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Edisson Jordanov sollte im offensiven Mittelfeld sowie auf Rechtsaußen für Belebung sorgen, musste sich nach wenigen Auftritten zum Saisonbeginn bei Preußen Münster dann aber schnell auf der Bank niederlassen. Nach dem Trainerwechsel hin zu Benno Möhlmann erwischte es ihn gar noch schlimmer und er erhielt regelmäßig nur noch eine Tribünenkarte. Erst im letzten Spiel gegen Jahn Regensburg bereitete er in Form eines herausgeholten Elfmeters wieder einen Treffer vor. Es hätte deutlich mehr kommen müssen vom einstigen Riesentalent. Nun steht er auf der Streichliste.

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Anfangs war Schachten gesetzt und fuhr Woche für Woche Negativergebnisse ein, ehe Roland Vrabec einen großen Umbruch vornahm und mehrere Stammspieler auf die Bank respektive Tribüne schickte. Seitdem hat sich Frankfurt gefangen, einigen Kickern aber ist seitdem kaum noch ein Einsatz vergönnt gewesen. So auch Schachten, der seit Mitte September nur noch einmal über die vollen 90 Minuten auf dem Platz stand.

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Mehr als die Joker-Rolle war im bisherigen Saisonverlauf beim Halleschen FC für Neuzugang Petar Sliskovic noch nicht drin. Der 25-Jährige, der von den Stuttgarter Kickers nach Halle wechselte, konnte das Duell mit Benjamin Pintol nicht für sich entscheiden und musste fortan immer wieder mit der unliebsamen Rolle als Bankdrücker vorliebnehmen. In den bisherigen Kurzeinsätzen gelangen ihm zudem keine Ausrufezeichen – Sliskovic ist beim HFC noch nicht angekommen. Er muss seine Drittliga-Tauglichkeit, die auch in Stuttgart eher sporadisch aufblitze, noch unter Beweis stellen.

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Oguzhan Kefkir versuchte sein Glück beim mittlerweile dritten Drittligisten: Der beim VfL Bochum ausgebildete schussstarke Flügelspieler landete zuerst bei Alemannia Aachen, die bekanntermaßen aufgrund der Vereinsinsolvenz eine Chaos-Saison 2012/13 bestritten. Dann folgte ein Engagement beim BVB II – an dessen Ende stand erneut der Abstieg. Nun sollte es in Aalen besser werden, mehr als sieben Einsätze (eine Vorlage) waren für Kefkir allerdings noch nicht drin. Die Folge: Anfang Januar löste er seinen Vertrag mit noch unbekanntem Ziel auf.

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Vor der Saison wurde Max Schulze Niehues klar und deutlich gesagt: "Du bleibst nur als Nummer Zwei, wenn du verlängerst.“ Und Schulze Niehues verlängerte – und absolvierte dennoch alle 19 Spiele der Hinrunde für Preußen Münster. Wieso, weshalb, warum? Weil die Wolfsburg-Leihgabe Patrick Drewes in der Sommervorbereitung nicht überzeugte und sogar den ein oder anderen Patzer einstreute. Schulze Niehues nutzte die Gunst der Stunde und ist seitdem gesetzt, während Drewes die erhoffte Spielpraxis völlig abgeht. Ein klarer Rückschritt in der noch jungen Karriere des Torhüters.

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Die Karriere des Luca Dürholtz kommt allmählich ins Stagnieren: Nach überzeugenden Jahren in der A-Jugend sowie der zweiten Mannschaft von Bayer Leverkusen und dem Wechsel zu Dynamo Dresden erschien Dürholtz als Sternchen von morgen, auch weil er schon in einem jungen Alter drei Spielzeiten als Stammkraft absolviert hatte. In der Aufstiegssaison der SGD war jedoch bereits kein Platz mehr für Dürholtz, bei seinem neuen Klub Holstein Kiel verhält es sich ähnlich. Acht Einsätze, 248 Spielminuten – das ist nicht viel. Trotz eines Arbeitspapiers bis Juni 2018 ist eine vorzeitige Trennung nicht mehr unwahrscheinlich. Was Dürholtz in diesen Monaten und Jahren aber fehlt, das ist kaum zu erklären.

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In der Sommerpause verpflichtete der VfL Osnabrück einige Neuzugänge, die sich im Nachhinein als echte Glücksgriffe erwiesen. Nur ein Spieler fällt deutlich ab: Ahmet Arslan, der ähnlich wie Kwasi Okyere Wriedt mit exzellenten Regionalliga Nord-Torquoten an die Bremer Brücke wechselte. Während Wriedt in jedem Spiel auf dem Platz stand und dabei gute Leistungen zeigte, ist Arslan bislang weitestgehend außen vor: Er durfte in sechs Spielen erst 269 Einsatzminuten einsammeln, dabei gelang ihm noch nichts Zählbares. Das mag auch daran liegen, dass seine favorisierte Position im offensiven Mittelfeld beim VfL aktuell überhaupt nicht besetzt wird.

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Ein ambitionierter Drittligist, kein Umzug notwendig – der Chemnitzer FC erschien für Dynamo Dresden als sinnvolle Option, um das von Borussia Mönchengladbach II verpflichtete Sturmtalent Mario Rodriguez direkt weiter zu verleihen. Das Problem: Anton Fink und Daniel Frahn! Die beiden bilden beim CFC das gefährlichste und zeitgleich zuverlässigste Sturmduo. Spätestens als Frahn nach kurzer Anlaufzeit in diesem Jahr begann, regelmäßig einzunetzen, stand Rodriguez auf verlorenem Posten. Die Konsequenz nach nur drei Saisonspielen: Die Leihe wurde beendet, in der Rückrunde darf sich Rodriguez statt in Chemnitz bei der SG Sonnenhof Großaspach beweisen.

   
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