"Da kam viel zusammen": Haching verliert "einen Tick zu hoch"

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Es gibt so Tage, an denen will trotz größter Bemühungen einfach nichts gelingen. Einen eben solchen erlebte die SpVgg Unterhaching am Sonntag beim 0:3 gegen Halle – was Trainer Claus Schromm zu einem zweigeteilten Fazit bewegte.

Zwischen Spielanlage und Anzeigetafel

"Das hört sich jetzt ein bisschen komisch an", warnte Claus Schromm am "Telekom"-Mikrofon schon einmal vor: "Aber ich glaube, vom Offensivspiel her war es unser bestes Spiel in dieser Saison. Wenn wir mal den Ball hatten, war es unser bestes Spiel – aber leider nicht auf der Anzeigetafel."

Wer das Spiel gesehen hatte, wird aber zu dem Schluss kommen: so komisch klingt das gar nicht. Denn tatsächlich begegneten sich die SpVgg Unterhaching und der Hallesche FC über 90 Minuten hinweg auf Augenhöhe. Der Unterschied: Halle machte aus seinen Chancen gleich drei Tore, während es Unterhaching einfach nicht gelang, den Ball im gegnerischen Kasten unterzubringen: "Ich denke, so war das Ergebnis einen Tick zu hoch", bilanzierte Schromm: "Ich glaube, wenn wir das 1:1 gemacht hätten, wäre es spannend geworden."

Haching schaut nach vorne: "Abhaken"

Das sah vermutlich auch seine Mannschaft so: "Wir wurden kalt erwischt am Anfang. Sie hatten einen guten Plan", fand etwa Sascha Bigalke und meinte damit das erste Gegentor in der siebten Minute, das sich nicht unbedingt angedeutet hatte. Das galt im Übrigen auch für die weiteren Treffer durch Boyd (58.) und Göbel (64.): "Man hat nicht sehen können, dass das Tor kommt. Das 2:0 sehe ich so ähnlich", befand auch Trainer Schromm in seiner Analyse des Spiels: "Da haben wir auf den Ausgleich gedrückt und ihn auch verdient gehabt. Aber ich hätte auch gerne das 2:1 gesehen. Oder ich hätte auch gerne das 3:1 gesehen."

Doch Schromm bekam in dieser Hinsicht nichts zu sehen – trotz guter Gelegenheiten: "Hinten raus belohnen wir uns selber nicht, verschießen einen Elfer, Pfosten getroffen", fasste Bigalke zusammen: "Da kam viel zusammen heute." Das lag allerdings nicht ausschließlich an der eigenen Leistung, sondern auch am starken Gegner: "Es war schon schwer, weil Halle alles reinwirft."

So bleibt der Spielvereinigung letztlich nicht viel mehr übrig, als nicht mehr allzu viele Gedanken an verpasste Gelegenheiten zu verschwenden: "Schnell abhaken. Wir hatten genug Torchancen und haben eine gute Partie abgeliefert", meinte Bigalke und fand bei seinem Trainer Zustimmung: "So wie wir uns die Chancen im Minutentakt erarbeitet haben, trotz dem 0:3-Rückstand – erst mal Respekt, dass wir da die Moral noch haben und nach vorne spielen", lobte Claus Schromm. Vielleicht läuft es ja am kommenden Spieltag wieder besser. Dann trifft Unterhaching im Derby auf den FC Bayern München II.

   

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