Carl Zeiss Jena: Nachwuchschef reicht Klage ein

Dem FC Carl Zeiss Jena steht neuer Ärger ins Haus: Wie die "Bild" berichtet, hat Nachwuchschef Heiko Nowak Klage gegen seine Kündigung eingereicht.

Gütetermin im April

Konkret handelt es sich um eine Kündigungsschutzklage, die beim Amtsgericht Gera eingegangen sei. Im April soll es demnach einen Gütetermin vor dem Gericht geben. Nowak war Mitte März entlassen worden, nachdem er Vorwürfe von Eltern der U19-Spieler gegen Trainer Kenny Verhoene protokolliert, die Verantwortlichen des Vereins darüber aber nicht in Kenntnis gesetzt hatte.

Der FCC sprach hierbei von einem "nicht zu tolerierenden Vertrauensbruch" und erklärte zuletzt in Person von Vize-Präsident Frank Jauch: "Wenn ein Mitarbeiter eines Unternehmens vermeintliche Missstände im Unternehmen nicht an die Unternehmensführung, sondern in die Öffentlichkeit kommuniziert, bleibt meines Erachtens – leider – nur diese Entscheidung. Erst recht dann, wenn sich insbesondere die schweren Vorwürfe als haltlos erweisen."

FCC sucht neuen Nachwuchschef

Entsprechend gering dürften Nowaks Chancen auf eine Wiedereinstellung beim Klub sein, zumal der FCC bereits einen neuen Nachwuchschef sucht. Verhoene muss derweil wohl keine Konsequenzen fürchten. Er bleibt vorerst im Amt und soll zur neuen Saison wohl innerhalb des Vereins versetzt werden. Eine Entscheidung, die bei den Fans gar nicht gut ankommen dürfte: Zuletzt hatten sich mehrfach Verhoenes Freistellung sowie die Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung gefordert. Letzterem ist der FCC mittlerweile nachgekommen.

 
  • Sterneneisen

    Also haben Mitarbeiter UND die betroffenen Spieler (bzw. deren Familien) den Trainer belastet, aber das Präsidium glaubt dem Trainer?

    • DM von 1907

      Jaa, es wird formal gedacht. Der "Böse" ist immer der "Nestbeschmutzer" – selbst dann, wenn er eigentlich ein Nestsäuberer oder Augiasstall-Ausmister ist …

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