Brünker über Elfmeter: "Mache vielleicht mehr daraus"

Der 1. FC Saarbrücken konnte den SV Waldhof Mannheim am Samstag mit zwei Treffern bezwingen, was endgültig den Klassenerhalt für die Saarländer bedeutet. Ein schmeichelhafter Elfmeter, der FCS-Mittelstürmer Kai Brünker später sichtlich unangenehm war, sorgte für die Entscheidung.

"Dann würde ich mich wahrscheinlich auch aufregen"

Da stand er nach Spielschluss, Kai Brünker, und sah sich die TV-Bilder an. Konkret ging es um den Elfmeter, den der Mittelstürmer in der 55. Spielminute herausholte, weil Waldhof-Verteidiger Oluwaseun Ogbemudia den Ellenbogen ausfuhr. "Magenta Sport"-Experte Maurice Deville sprang dem 31-Jährigen sofort zur Seite, denn Brünker war die Ansicht sichtlich unangenehm. Denn tatsächlich war der Pfiff des Unparteiischen in dieser Situation eher schmeichelhaft für den FCS. "Wenn mir jemand den Arm so anbietet, dann wäre ich auch hineingelaufen", so der ehemalige Angreifer, der in seiner Karriere für Saarbrücken und Mannheim aufgelaufen war.

Auch Florian Pick, der den Elfmeter anschließend verwandelte, mischte sich kurzerhand ins Interview nach dem Spiel ein. "Der zweite Elfer war eher einer, als der erste. Aber gut", warf der Teamkollege ein und bedankte sich bei Brünker für die Gelegenheit, mal wieder ein Tor geschossen zu haben. Aber der Mittelstürmer blieb am Ende bemerkenswert ehrlich. "Ich mache vielleicht mehr daraus, als es wahrscheinlich ist", räumte der 31-Jährige ein. "Wenn wir so einen Elfmeter gegen uns bekommen würden, dann würde ich mich wahrscheinlich aufregen." Klar war nach Abpfiff sowieso, dass das Spiel nicht nur auf den Strafstoß herunterzubrechen war.

"Daran sind andere Teams zerbrochen"

Mit einer engagierten Leistung im Südwest-Derby sicherte Saarbrücken rechnerisch die Klasse. "Das war ein sehr intensives Spiel, für uns sogar die dritte Partie in sechs Tagen. Und das bei den Temperaturen", so Cheftrainer Argirios Giannikis, der letzten Endes jedoch einen verdienten Sieger sah. Und einen Kai Brünker, der vor der Elfmeter-Situation selbst das 1:0 besorgte. "Ich wollte zuerst den gleichen Laufweg gehen wie Pick, hab mich dann aber umentschieden", erklärte der Mittelstürmer. "Wenn es dann um den Torschuss geht, dann kannst du mich jederzeit wecken."

In Saarbrücken steht ab sofort die Perspektive für die kommende Saison im Vordergrund. "Das ist aber die ganze Zeit schon so. Wir arbeiten täglich an der Entwicklung, wie wir Fußball spielen wollen", versicherte Giannikis. Und eine Sache hob der Coach besonders hervor: "Ich habe wieder eine Mannschaft auf dem Platz gesehen, die füreinander da ist. Das ist nicht selbstverständlich in der Situation, in der wir waren. Daran sind auch schon andere Mannschaften zerbrochen, gerade in Traditionsvereinen." So rettete sich Saarbrücken auf den letzten Metern, um in der neuen Saison wieder angreifen zu können.

   

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