Aachens Rekord-Sturmduo: "Wollen noch ein, zwei Tore draufhauen"

Unter wetterbedingt schwierigen Voraussetzungen hat sich Alemannia Aachen ein Remis gegen den F.C. Hansa Rostock erkämpft, wobei insbesondere das Sturmduo der Kaiserstädter im Mittelpunkt stand und nun für einen Torrekord in der 3. Liga gesorgt hat.

Rekordler Gindorf und Schroers haben noch nicht genug

Letztlich war es ein Schuss aus elf Metern, der am Samstagnachmittag für einen Rekord sorgte. Per Strafstoß traf Lars Gindorf zum 1:1 gegen den F.C Hansa Rostock und erzielte damit seinen 23. Saisontreffer. Weil Sturmkollegen Mika Schroers auch schon 19 Tore geschossen hat, vereinen beide zusammen 42 Treffer und sind damit nun das torgefährlichste Angriffsduo in der Geschichte der 3. Liga – vor Justin Eilers und Pascal Testroet (Dynamo Dresden 2015/16, 41 Treffer). "Es war schon unser Ziel, den Rekord noch in den letzten drei Spielen zu knacken. Dass das heute schon geklappt hat ist super", freute sich Gindorf hinterher gegenüber "MagentaSport" und kündigte an, gerne noch "ein oder zwei Tore draufhauen" zu wollen.

Gegen die Kogge, die zunächst durch Maximilian Krauß in Führung gegangen war (42.), sollte ein weiterer Treffer nicht gelingen. Überhaupt lief die Begegnung aber unter ganz besonderen Umständen ab. Noch vor der Pause war ein schweres Gewitter mit starken Regenfällen über den Aachener Tivoli hinweggezogen, so dass sich Schiedsrichter Eric Weisbach genötigt sah, das Spiel für sieben Minuten zu unterbrechen und die beiden Teams kurzzeitig in die Kabinen zu bitten. Doch auch nach der Zwangspause hatten die heruntergekommenen Wassermassen nicht ihren Einfluss auf das Spiel, teilweise blieb der Ball auf dem durchgewichten Rasen einfach liegen. "Es war gefühlt eine Stunde kein Fußball mehr möglich. Ich denke, dass ein 1:1 ein gerechtes Ergebnis ist", ordnete Gindorf das Remis entsprechend ein.

"Die Wetterbedingungen haben unser Spiel gekillt"

Sein Trainer Mersad Selimbegovic zeigte sich hingegen "eher unzufrieden" mit dem einzelnen Punkt. "Die Wetterbedingungen haben das Spiel nicht nur unterbrochen, sondern auch unser Spiel gekillt. Das kam unserer Spielweise nicht entgegen, und wir haben das leider zu spät angenommen", beklagte sich der 44-Jährige, der mit seinem Team nun endgültig nicht mehr auf den Aufstiegszug wird aufspringen können. "Auf den haben wir aber auch nicht gewartet", wollte er daraus allerdings auch keine große Nummer mehr machen. Tatsächlich hat Aachen nach Startschwierigkeiten zu Saisonbeginn und der Entlassung von Benedetto Muzzicato im Oktober ja auch so schon jetzt eine bemerkenswerte Saison hingelegt.

Ein ordentlicher Abschluss soll aber dennoch gefunden werden. "Auch wenn viele sagen, es geht um nichts mehr und der letzte Biss wird fehlen. Ich kann da nur sagen, Hut ab vor dem, was die Mannschaft heute abgerissen hat", meinte Selimbegovic daher bereits nach dem Spiel gegen die Rostocker und kündigte auch direkt an, keine Pause einlegen zu wollen. "Es geht jetzt darum, sich gut zu erholen und diesen Flow, den wir uns erarbeitet haben, in die nächste Woche mitzunehmen. Wir wollen die letzten beiden Spiele gut gestalten und bis zum Schluss auf Sieg spielen." Und dann könnte ja schließlich auch noch der Torrekord von Gindorf/Schroers weiter ausgebaut werden.

   

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