Bremen nach "ärgerlicher Niederlage" vor dem Abstieg

Gut gespielt und am Ende doch wieder einmal verloren. Nach dem 2:3 bei den Sportfreunden Lotte steht Werder Bremen kurz vor dem Gang in die Regionalliga. Bereits am kommenden Freitag, nach dem Spiel gegen Aalen, könnten dann auch die Durchhalteparolen des Teams vorbei sein.

Später Tiefschlag für Bremens Reserve

An Aalen hat Werder Bremen eigentlich die besten Erinnerungen. In den vergangenen beiden Jahren mussten die Hansestädter am letzten Spieltag gegen den VfR antreten, beide Male gelang am Ende noch spektakulär der Klassenerhalt. Ausgerechnet gegen die Baden-Württemberger könnte am Freitag nun aber der Abstieg aus der 3. Liga besiegelt werden. Nachdem auch das Spiel gegen die Sportfreunde Lotte am 32. Spieltag verloren ging, wird den Jungs von Trainer Sven Hübscher nicht einmal ein "Wunder von der Weser" reichen, um den Rückstand von 15 Punkten bei noch sechs verbleibenden Spielen aufzuholen. Dabei hatte in Lotte noch viel danach ausgesehen, als könnte das Wunder dort wenigstens seinen Anfang nehmen. Bremen spielte gut mit und ging nach fünf Minuten sogar durch Dennis Rosin in Führung. Doch ausgerechnet Bremens ehemaliger Aufstiegsheld aus der Saison 2014/2015, Max Wegner (31.), und Maximilian Rossmann (62.) drehten die Partie. Zwar brachte ein Eigentor von John Straith (82.) den Gästen noch einmal den Ausgleich, doch Jaroslaw Lindner sorgte mit der letzten Aktion des Spiels für den endgültigen Tiefschlag – 2:3 (90.). Es war die 28. (!) Partie in Folge ohne Sieg.

Hübscher sieht "mehr als ärgerliche Niederlage"

"Wir starten gut ins Spiel und gehen sogar in Führung, bekommen dann aber zwei unnötige Gegentreffer nach Standardsituationen. Das ärgert mich sehr, da wir da nicht wach waren", zeigte sich Hübscher nach dem Spiel sehr frustriert und bemängelte auch die fehlende Torgefahr seines Teams. So sei es eine "mehr als ärgerliche Niederlage", durch die Bremens Zweitvertretung bereits nächste Woche absteigen kann. Nur will davon, zumindest offiziell, noch niemand etwas hören. So sagte beispielsweise Dennis Rosin nach dem 2:3: "Wir werden weiterhin alles versuchen, so lange es rechnerisch möglich ist. Wir müssen weiter Gas geben, auch wenn es schwer ist." Gewinnt Bremen am kommenden Freitag nicht, wird es nach Abpfiff keine weiteren Durchhalteparolen geben müssen.

   
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