Bericht: Eintracht und Uerdingen haben Pourié im Blick

22 Tore machten Marvin Pourié in der vergangenen Drittliga-Saison zum Torschützenkönig, anschließend stieg er mit dem Karlsruher SC in die 2. Bundesliga auf. Nun will er die Badener verlassen. Interesse sollen unter anderem Eintracht Braunschweig und der KFC Uerdingen haben, wie die "Badischen Neusten Nachrichten" schreiben.

"Auf den falschen Weg geraten"

Schon seit einigen Tagen wird der 29-jährige Stürmer mit verschiedenen Klubs in Verbindung gebracht, denn klar ist: In der Rückrunde will Pourié nicht mehr für Karlsruhe spielen, nachdem er seinen Stammplatz an Philipp Hofmann verloren hat. "Er ist von sich aus mit der Bitte um Vertragsauflösung auf uns zugekommen, weil er für sich zu wenig Einsatzzeit bei uns sieht", schildert Alois Schwartz in der Zeitung. "Der Spieler hat erklärt, dass er nicht mehr richtig mit dem Kopf hier ist." Vom Ansinnen des Angreifers zeigt sich der KSC-Trainer zwar überrascht, schließlich kam Pourié in 16 von 18 Partien zum Einsatz, gibt sich aber gesprächsbereit. Zumal Pourié zuletzt für Unruhe innerhalb der Mannschaft gesorgt haben soll. Zum einen, weil er Schwartz' Taktik kritisierte, zum anderen, weil er offenbar einen besonderen Anteil am Aufstieg für sich beansprucht hatte. 

"Nach der Vertragsverlängerung beim KSC ist der Junge auf den falschen Weg geraten und will einfach nicht mehr zurück", kritisiert ihn sein ehemaliger Berater Miki Miljak in den "BNN". "Er hört inzwischen nur noch auf Leute, die nicht das Beste für ihn wollen." Dabei hatte Miljak ihn nach eigener Aussage "dazu aufgefordert, endlich wieder mehr Gas zu geben und sich nicht von anderen beeinflussen zu lassen. Aber er hat einfach nachgelassen, weniger gemacht." 

Transfer dürfte nicht günstig werden

Bis 2022 verlängerte Pourié im Sommer und soll damit gleichzeitig zu den Top-Verdienern aufgestiegen sein. Entsprechend schwierig gestaltet sich nun die Suche nach einem neuen Verein – Pouriés zwölftem. Der 1. FC Magdeburg war interessiert, hat aber bereits abgewunken, da der 29-Jährige zu teuer ist. Eintracht Braunschweig und der KFC Uerdingen scheinen dagegen tiefer in die Tasche greifen zu wollen, wenngleich eine sechsstellige Ablösesumme fällig werden dürfte. Aber auch eine Leihe könnte infrage kommen, sofern die Drittligisten das Gehalt des Angreifers stemmen können.

Beim BTSV könnte Pourié den hinter den Erwartungen gebliebenen Orhan Ademi ersetzen, zumal dieser den Verein verlassen soll. In Uerdingen könnte der 29-Jährige mit Tom Boere eine schlagkräftige Doppelspitze bilden. Wohin es Pourié (50 Drittliga-Spiele, 25 Tore) ziehen wird, dürfte sich aber erst gegen Ende der Transferperiode entscheiden. Beim KSC scheint er jedenfalls keine Rolle mehr zu spielen, blieb er bei einem Testspiel am Dienstag doch komplett außen vor.

   
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